In meinem ersten Beitrag zur Bedeutung der Tageskarten habe ich bereits über die allgemeine Bedeutung dieser beliebten kleinen Legung gesprochen, und zwar am Beispiel des Narren.
Wir wissen also bereits, dass eine Tageskarte uns nicht die ganz großen Fragen des Lebens beantworten will, sondern das Ziel hat, uns ein paar praktische Impulse für diesen besonderen Tag mitzugeben.
Was selbstverständlich dennoch zu Wachstum und Veränderungen führt, und seien sie noch so klein: Denn jeder Tag ein bisschen Wachstum bedeutet am Ende des Jahres dann eben doch, dass aus einem kleinen Sprössling durch Kontinuität eine blühende Pflanze geworden ist.
So viel zur reinen Theorie.
Nur: der Magier ist alles Mögliche, aber kein Theoretiker.
Denn wozu hat er denn all diese mächtigen Gegenstände auf dem Tisch vor ihm liegen? Um darüber nachzudenken? Wohl kaum.
Er brennt darauf sie einzusetzen. Weil er an sie und an sich und die Macht der Tat glaubt. Und weil er daran glaubt, gelingt ihm auch alles.
Und deswegen ist an einem Tag, an dem der Magier für dich erscheint, ebenfalls alles möglich. Oder anders ausgedrückt: Du selbst machst alles möglich.
Heute bist du dazu in der Lage, Herausforderungen zu meistern, an denen du bisher immer gescheitert bist und Ideen in die Tat umzusetzen, die dir sonst als allzu verrückt erschienen sind. Und zwar ganz mühelos, mit einem Schulterzucken und einem gelassenen Lächeln.
Eben genauso, als hättest du einen unsichtbaren Zauberstab, der automatisch alles zu Realität werden lässt, was du dir wünschst.
Sogar Harry Potter wäre neidisch auf dich!
Dabei nennen wir es nur Magie, weil es so unerklärlich leicht und mühelos passiert.
Wenn du meine Podcast-Folge zum Magier gehört hast, weißt du, was seine eigentliche Stärke ist: Er traut es sich zu, seine eigenen, bereits vorhandenen Ressourcen zu nutzen anstatt auf bessere Gelegenheiten zu warten. (Die sowieso nie kommen, das wissen wir beide, du und ich, ja eigentlich schon längst.)
Und heute wirst du zu diesem selbstbewussten Typen, der einfach genau das sieht, was er hat und nicht, was ihm fehlt.
Und anfängt, mit dem, was er hat, zu agieren.
Das passiert oft unbewusst. Und dann fühlt es sich erst recht an wie pure Zauberei. Dabei hattest du die Fähigkeiten schon immer.
Manchmal ist auch eine klare Entscheidung, endlich diesen Schritt zu gehen. Der Magier als Tageskarte fordert dich auf jeden Fall genau dazu auf:
„Hast du gesunde Ohren? Super. Eine Stimme? Okay. Ein Telefon? Na dann. Alle Voraussetzungen da, um endlich dieses Telefonat zu tätigen, vor dem du dich schon so lange drückst.“
„Aber…“, willst du ein bisschen verzweifelt antworten, als du spürst, dass er recht hat.
Und du wählst einfach diese eine Nummer und alles andere ergibt sich von ganz allein… wie durch Magie eben.
Der Magier ist ein wenig so wie Alkohol: Durch ihn verlierst du die Hemmungen, die dich davon abgehalten haben, etwas Bestimmtes zu tun.
Aber im Gegensatz zu Alkohol verleitet dich der Magier nicht zu Dummheiten, die nur in dem beschwipsten Augenblick clever erscheine, sondern zu nachhaltigem Handeln, durch das dein Leben ein Stück mehr in die Richtung rudert, in der du es haben willst.
Und du bekommst auch keine Katerstimmung am nächsten Morgen.
Du bist höchstens eine Spur erschöpft von all dem energischen Handeln und hoffst, dass du für den neuen Tag eine etwas passivere Karte ziehst. Wachstum passiert zum Glück auch oft in Ruhephasen.
Aber: nicht an Tagen an denen der Magier dich an seine Hand nimmt und dir all die unendlichen Möglichkeiten aufzeigt, die du schon längst besitzt, ohne sie bemerkt zu haben…
Wenn du mehr über den Magier und seine allgemeine Bedeutung erfahren möchtest, höre gerne meine erste Podcast-Folge dazu:
Der Magier und das Handeln (Opens in a new window)