
Zwei große Liebesgeschichten, die uns viel über das Wesen der Liebe und das Begehren erzählen: „Begegnung“ („Brief Encounters“) von David Lean und „Die Brücken am Fluss“ („The Bridges of Madison County“) von Clint #Eastwood (Opens in a new window)sind nicht nur phantastische Filme, sie sind auch ideal miteinander vergleichbar, da sie beide von Liebesaffären handeln, die enden müssen. Rückblickend berichten die beiden Filme von der ganz großen Liebe: In David Leans #Melodrama (Opens in a new window) von 1945 treffen sich Celia Johnson und Trevor Howard heimlich einmal in der Woche in der Stadt, obwohl beide verheiratet sind. In dem #Liebesfilm (Opens in a new window) von 1995 sind es Meryl Streep und Clint Eastwood, die sich zufällig begegnen und wenige intensive Tage miteinander verleben. Wie die Geschichten enden, erfahren wir Zuschauer in beiden Klassikern gleich am Anfang, dennoch fiebern, leiden, lachen und weinen wir mit den Liebenden mit. Die Filme verraten uns viel über unser Begehren, und warum es sich so schwerlich verewigen lässt.
Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!
Literatur: Tristan Garcia: Das intensive Leben. Eine moderne Obsession. Suhrkamp. Kurt Tucholsky „Danach (Happy End)“: (Opens in a new window)https://www.faz.net/aktuell/feuilleto... (Opens in a new window) Slavoj Žižek: Ich höre dich mit meinen Augen. Anmerkungen zu Oper und Literatur. Konstanz University Press.