Emran Feroz ist austro-afghanischer Autor und Kriegsjournalist. In seinem neuen Buch „Wir wollen leben! Von Afghanistan bis Gaza - Ein Aufschrei gegen Entmenschlichung und Krieg“ schreibt er über das Versagen der Medien zu Gaza und zieht Parallelen zu früherem Scheitern in Afghanistan.
von Umuş Gül
Was hat dich dazu motiviert, das Buch zu schreiben?
Für mich ähnelte die Berichterstattung zu Gaza und Israel der über den „War on Terror“ der Amerikaner:innen in Afghanistan und Irak. Ich dachte, dass sich nach 20 Jahren vieles gebessert hat und die Medienlandschaft selbstkritischer, weniger eurozentristisch und weniger rassistisch geworden ist. Da hatte ich mich geirrt. Das war meine Motivation für das Buch. Es soll eine Intervention sein.
Du gehst im Buch auf „embedded journalism“ ein. Könntest du den Begriff kurz erklären und gibt es Beispiele davon aus diesem Jahr, die dich besonders aufgewühlt haben?