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Walnuss-Brennnessel-Brot

Mein absolutes Lieblingsbrot ist dieses Dinkelbrot mit Walnüssen, verfeinert mit getrockneten Brennnesselblättern oder -samen. So herrlich aromatisch und einfach besonders.

Es ist ein Brot, das immer gelingt und ruckzuck zusammengerührt ist. Die beste Zeit dafür ist für mich der Herbst und Winter. Im Herbst gibt es ohnehin überall Walnüsse – gerade bei uns hier in der Gegend ist der Walnussbaum tief verwurzelt und gehört einfach dazu.

Zutaten für zwei Brote

  • 200 g Walnüsse

  • 4 Esslöffel getrocknete Brennnessel
    (getrocknete Blätter oder getrocknete Brennnesselsamen)

  • 1 kg Dinkelmehl

  • 2 Päckchen Trockenhefe

  • 20 g Salz

  • ca. ¾ l lauwarmes Wasser

  • 2 EL Olivenöl

Die Walnüsse grob hacken und ohne Fett in einer Pfanne vorsichtig rösten, bis sie leicht angeröstet sind. Bitte nicht zu heiß – Walnüsse verbrennen sehr schnell.

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten. Zum Schluss die Walnüsse und das Olivenöl unterarbeiten. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 1 bis 1½ Stunden gehen lassen. Der Teig wird dabei nicht ganz doppelt so groß.

Den Teig aus der Schüssel nehmen, nochmals leicht durchkneten und in zwei Brote teilen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und weitere 10–20 Minuten ruhen lassen.

Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Brote etwa 1 Stunde backen. Für eine besonders schöne Kruste eine hitzebeständige Schüssel oder Tasse mit Wasser mit in den Ofen stellen.

Am besten schmeckt das Brot am selben Tag, nachdem es vollständig ausgekühlt ist – ganz schlicht mit selbstgemachter Wildkräuterbutter und einer Prise Salz.

Aber auch ein feiner Aufstrich, wie ein Wildkräuter-Hummus, oder eine fruchtige Konfitüre aus Waldbeeren passt wunderbar dazu.

Und falls doch einmal etwas Brot übrig bleibt, schneide ich die Brotscheiben in kleine Würfel, röste sie in der Pfanne an und verwandle sie in einen einfachen, herzhaften Brotsalat.

Dieses Brot ist mehr als nur eine Mahlzeit. Es ist ein Stück Jahreszeit, ein Moment der Ruhe und eine Einladung, wieder bewusster zu genießen. Mit einfachen Zutaten, regional verwurzelt und liebevoll zubereitet, entsteht etwas, das nährt – Körper und Seele.

Wer Lust hat, die Welt der Wildkräuter noch intensiver zu entdecken, findet auf meinen Kräuterwanderungen viele dieser kleinen Schätze wieder: Brennnessel, Walnuss, Wildkräuter aus Wald und Wiese – achtsam gesammelt, erklärt und gemeinsam erlebt.

Vielleicht ist genau das der nächste Schritt: rausgehen, schauen, riechen, schmecken – und sich inspirieren lassen von dem, was direkt vor unserer Haustür wächst.

Topic Rezepte