Der exzentrische Millionär Frederick Loren lädt fünf einander fremde Gäste zu einer obskuren Party in ein berüchtigtes Spukhaus ein. Wer es schafft, eine ganze Nacht in dem pünktlich um Mitternacht hermetisch verriegelten Anwesen zu überstehen, erhält eine Belohnung von 10.000 Dollar. Als bald darauf makabre Dinge geschehen, übernatürliche Erscheinungen auftauchen und ein erster Todesfall zu verzeichnen ist, bricht wohldosierte 50er-Jahre-Panik aus. Hinter den gruseligen Geschehnissen verbirgt sich jedoch ein tödliches, von Eifersucht und Habgier getriebenes Komplott zwischen dem Millionär und seiner untreuen Gattin.
Das Haus auf dem Geisterhügel, besser bekannt unter dem englischen Originaltitel "House on Haunted Hill", ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Regisseur William Castle und Drehbuchautor Robb White aus dem Jahr 1959. Der Cast besteht aus Vincent Price als Frederick Loren, Carol Ohmart als Annabelle Loren, Carolyn Craig als Nora Manning, Richard Long als Lance Schroeder, Julie Mitchum als Ruth Bridgers, Alan Marshal als David Trent und Elisha Cook jr. als Watson Pritchard.
Das typisch für seine Zeit recht langsam inszenierte Werk kann sich nicht richtig entscheiden, ob es Geisterfilm oder Thriller sein will. Das Haus auf dem Geisterhügel wirkt wie ein 50er-Jahre-Pendant zu heutigen effekthascherischen CGI-Horrorfilmen und ist eine klischeehafte Aneinanderreihung von mehr oder weniger plakativen und teils komplett aus dem Zusammenhang gerissenen Gruseleffekten. Das ominöse Haus ist eine grotesk überzeichnete Geisterbahn: Hier gibt es Türen, die von alleine auf- und zugehen, sich verschiebende Geheimwände, herabfallende Kronleuchter, Spinnweben, abgeschlagene Gummiköpfe, durch den Raum fahrende Geistergestalten und ein Säurebecken im Keller, das alles auflöst außer Knochen.
Interessanter als der Film selbst war seine Vermarktung. Während der Kinovorführungen kam das sogenannte "Emergo" zum Einsatz, ein Verfahren, bei dem ein fluoreszierendes Kunststoffskelett über das Kinopublikum flog. William Castle erfand diese legendäre Marketing- und Tricktechnik und machte damit seine Kinovorstellungen zu interaktiven Jahrmarktsattraktionen. Was dem Film an Originalität und Spannung fehlte, sollte wohl so kompensiert werden.
Das Haus auf dem Geisterhügel ist ein ziemlich platter Gruselkrimi mit einem theaterhaften, steifen Schauspiel, immensen Logiklöchern und durchweg klischeehaften Tricks. Der Film ist gerade in Bezug auf die Gruseleffekte und die Dialoge nicht besonders gut gealtert. Seine treue Fangemeinde hat der Klassiker dennoch bis heute sicher.
https://www.imdb.com/de/title/tt0051744/ (Opens in a new window)