Long time no newsletter, wa? Habt ihr mich vermisst, oder seid ihr mir nach meinem ganzen Autismus-Ultra-Spam auf Instagram bereits entfolgt? Honestly, ich würd’s verstehen. Es kann nerven. Gleichzeitig denk ich mir: fuck it. 2026 ist das Jahr wo ich „full in“ gehe – full in bei der Buch-Promo, full in bei den Lesungen und full in bei Instagram.
Ich mache also literally genau das Gegenteil von dem, was ich Anfang 2025 gesagt habe, und wisst ihr warum? Weil. es. kein. entrinnen. gibt. Nicht als Künstlerin in dieser Welt. Ich klinge wie ein hohler Marketing-Guru, wenn ich sage: Go big or go home. Und wisst ihr was? Das Dopamin kickkkkt, jetzt, wo ich keinen Alkohol mehr trinke wegen meiner GeSuNdHeIt, dann hol ich mir die Droge eben wieder anderswo.
Dort, wo eh alle sind. Keiner ist je wirklich weggegangen. Okay, außer vielleicht ein, zwei Menschen, die es heute laut eigenen Aussagen schon ein bisschen bereuen die 80k Follower gelöscht zu haben. Weil? Was ist die Alternative? Sich in Mindestlohnjobs ausbeuten zu lassen wie von Friedrich Merz vorgeschlagen, ist das besser, ist das weniger „anstrengend“? Nein leute, ich sag’s euch, alle meine Attempts des „Normalseins“ und sich wieder Eingliederns in eine Lohnarbeit sind gescheitert und werden immer wieder scheitern, because … naja, lest ihr dann eh auf Instagram!
Spaß. Ich bin ja nicht so blöd und lasse alle Takes auf Zuckis Plattform – ihr könnt allen Long-Form-Content genauso gut auf dem Blog lesen, oldschool. Hier eine vollständige Liste aller Artikel, die ich im Januar online gestellt habe:
· Der autistische Drang, eine Beziehung zu „labeln“ (Opens in a new window)
· Mein Take zur „Autismus bedeutet einfach nur Menschsein“-Debatte (Opens in a new window)
· Also hast du diese „milde Form“ von Autismus (nein) (Opens in a new window)
· Linke Eltern sind ein Privileg – nur spricht niemand darüber (Opens in a new window)
· Wird Autismus mit dem Alter „schlimmer“?
Naja, immerhin ein ganzer Text ohne Autismus-Bezug! Wow.
ich sag’s euch Leute, seit ich keinen Roman mehr schreibe oder korrigiere (also seit… Anfang Dezember) fließt es nur so aus mir raus mit der Non-Fiction. Was sich da alles angestaut hat, 2025.
Übrigens, wen von euch cuties seh ich bei den Lesungen?? Es sind ganz schön viele geworden, danke nochmal an mein Label, meine Freunde, meinen Partner, meine Eltern. Wer sehr nett zu mir und sich selbst ist, bestellt am besten noch ein signiertes Exemplar bei Autorenwelt (Opens in a new window) vor. Da verdien ich am meisten dran!

Tickets für eure Stadt gibt es auf jankovska.de (Opens in a new window)
Erfahrungsgemäß sind die Premieren eher ausverkauft, also schlagt am besten jetzt schon zu.
Wisst ihr, wovon ich richtig abgefuckt bin? Streaming.
Jetzt wo auch noch HBO Max an den Start geht, ist es ultimativ vorbei mit dem Spaß auf der Couch. Weiß eigentlich noch irgendwer, wo ein Film läuft? Bis vor Kurzem war Sex and the City noch bei WOW TV, jetzt – weg.
Und so wird es vielen gehen, die sich für irgendeinen Streaming-Anbieter „entschieden“ haben. Serien wechseln, werden rumgereicht wie Wanderpokale und der zahlende Mensch, der trotz Bezahl-abo Werbung ertragen muss, fühlt sich einfach nur noch verarscht.
Ein richtig, richtig gut recherchiertes und erzähltes Video zum Ende des Streamings (Genitiv hier korrekt angewandt) hat Techlich Lena gemacht. Könnt ihr hier auf YouTube (Opens in a new window) ansehen. Natürlich auch mit Werbung. Außer ihr zahlt für Premium lol.
Guter Take: "Love is Blind" Germany, das "Problem", keine Kinder haben zu wollen und wenn Männer über Gefühle reden aber sie nicht zeigen
Eine Teilnehmerin meiner aktuellen Substack Masterclass hat diesen Artikel (Opens in a new window)geschrieben, der mir auch schon auf der Zunge lag:
Es passiert jetzt nicht “zufällig”, dass Gunnar mit seiner Präferenz Probleme bei einem Match hat. Wir sehen also ein Thema, das offensichtlich gezeigt werden soll: Dass jemand keine Kinder haben möchte - und dass das als Problem beim Daten wahrgenommen wird.
Und so wird durch Gunnars Positionierung (“Ich möchte keine Kinder haben”) deutlich, dass alle ANDEREN Teilnehmenden den Traumpartner/ die Traumpartnerin finden mit Familie gründen verbinden.
Ich sage: Bravó!
“To all the girls who wanted a boob job”
Was ich ganz sicher nicht machen werde: Mir Eigenfett in die Boobies spritzen lassen, weil … naja. Ihr kennt sie. Trotzdem fand ich diese Doku „To All The Girls Who Wanted A Boob Job“ (Opens in a new window) der YouTuberin ZoeUnlimited sehr gut gemacht, ehrlich und auch … ja, gruselig? Bin ich die Einzige, die sich gerne Schönheits-OP-Dokus ansieht, ohne vorzuhaben, sich selbst unters Messer zu legen eigentlich?
Apropos gruselig: Was ist eigentlich mit Lisa und Lena passiert? In der Doku Lisa und Lena Mantler: Vom TikTok-Hype zum Jesus-Glow (Opens in a new window) darf das Publikum feststellen, dass eine der beiden inzwischen nachts am liebsten von Jesus Christus träumt. Kannste dir nicht ausdenken.
Her Side Of The Lense
Warum genau das gefährlich ist, schreibt die Ex-TradWife und eine meiner liebsten Substackerinnen Anna Wick auf Her Side Of The Lense (Opens in a new window). Nachdem sie quasi zwangsverheiratet wurde und zwei Töchter gebar, entschied sie sich mit Anfang 20 ihren Family Cult zu verlassen und wieder zurück nach California zu gehen.
Was sie nicht dachte: Dass ihr die Töchter genommen werden würden. Dass ein fieser Rechtsstreit mit ihrem Ex folgen würde, und dass sie sich im Laufe des Prozesses auch von ihrer eigenen Mutter würde trennen müssen. Das ist kein „Poverty Porn“, sondern richtig gute autofiktionale Literatur, von einer richtig krassen Frau, der ich wirklich wünsche, dass sie ihre Töchter wieder bald bei sich in Cali hat.
"You're going to die alone." (Opens in a new window) sagen sie
Puh, Jameela Jamil hat diesen Monat auch den geballten Hass der …. – wie soll ich das anders sagen –, hateful mommy community abbekommen. Ja Leude, wer hätte das gedacht, Mütter sind keine perfekten Menschen und können andere Frauen im Internet (und IRL) richtig fucking fertig machen. Ihre Antwort war der Text "You're going to die alone."
Liebste Stelle:
„The most common, foolproof, way to guarantee you will not die alone, is to be murdered. Then someone is absolutely by your side.“
Hilarious.
Auf was ich mich richtig freue: “Half His Age” von Jennette McCurdy
https://www.youtube.com/watch?v=DxOA8LF6dSs (Opens in a new window)Im Call Her Daddy Studio spricht der ehemalige Child-Star turned ernstzunehmende Schriftstellerin über eine Beziehung mit ordentlich age gap und Machtgefälle – und wie diese persönliche Geschichte ihren neuen Roman beeinflusst hat. Ich hol mir das Buch diese Woche bei Dussmann und kann es nicht erwarten, mich damit am Wochenende ins Bett zu legen.
Die Fuckgirl Playlist
Wisst ihr eigentlich schon, dass ich eine eigene Fuckgirl Spotify Playlist (Opens in a new window) für das Buch angelegt habe? Passend zum nächsten Heartbreak! Macht aber auch ohne richtig Bock, kann ich versprechen. Bin ja jetzt bald zwei Jahre „on the other side“ – und schäm mich da gar nicht für. Life is so much better if you’re not dating (a dick).
Ich werd übrigens auch weiterhin Couple-Pics of Insta posten, because … brauchen wir eigentlich nicht MEHR Repräsentation gesunder Beziehungen mit non-gender-conforming Männern?
Also der Sorte, die das halt nicht nur performen, sondern echt durchziehen, die ihre Frauen bis zum Ende ihrer eigenen Kräfte supporten, für sie nach oder vor einem Meltdown einkaufen gehen und sie abends von nem Konzert abholen?
Wen ich diesen Monat auch krass gefeiert habe, ist Lance Butters. Hat mir mein Berliner empfohlen, der war schon cool, als er in der Schule war und was soll ich sagen, LONER (Opens in a new window) spricht mir einfach so aus der Seele grad. Sicker Beat und Flow. Das Video dazu ist auch so contemporary art. Ja, sieht auf den ersten Blick wie Cro aus, aber schaut mal rein. Echt.
https://www.youtube.com/watch?si=x8uomR73uAzUc8vo&v=dUy4JD_eTko&feature=youtu.be (Opens in a new window)Bin alleine, doch nicht einsam
Bin n' scheiss Loner
Bin im reinen mit mir, wenn ich allein bin, yeah
Bin n' scheiss Loner
In dem Sinne, wir lesen und sehen uns hoffentlich bald,
Eure
Bixe Jankovska