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Zukunftsmutig.

Auf dem Weg zur lebenswerten Zukunft.

Eine Rezension zum Buch von Christoph Thun-Hohenstein

Von Manuel Benjamin Lehmann

Christoph Thun-Hohenstein ist ein österreichischer Kulturmanager, Kurator und Autor, der unter anderem das MAK – Museum für angewandte Kunst in Wien leitete und die Vienna Biennale for Change initiierte. Zuvor war er Direktor des Austrian Cultural Forum in New York und prägte mit seiner Arbeit die Verbindung von Kunst, Design, gesellschaftlichem Wandel und Zukunftsfragen.

Mit Zukunftsmutig hat er ein Buch geschrieben, das utopische und dystopische Elemente auf sehr raffinierte Art und Weise miteinander mischt. Zudem spielt das Buch in verschiedenen Zeiten: In der Gegenwart sowie möglichen, nicht weit entfernten Zukünften, die geprägt sind von Demokratieverlust, Klimakatastrophen und Schreckensszenarien aufgrund der künstlichen Intelligenz. Aber auch in einer etwas ferneren Zukunft, in der einen Umgang gefunden wurde mit diesen Bedrohungen. Dabei kommt regenerativen Ansätzen und Prinzipien eine wichtige Rolle zu.

Das Buch ist zwar aus der Ich-Perspektive des Autors geschrieben. Dabei kippt es aber immer wieder ins Unwirkliche und Überzeichnete. Vor allem mit dem, was der Autor erlebt. Thun-Hohenstein trägt das Genre des magischen Realismus in die Klimaliteratur. Es verbinden sich reale wissenschaftsbasierte Szenarien mit traumähnlich-philosophischen Episoden einer regenerativen Zukunft im Zeitalter von Klimakatastrophen.

Mit Christoph Thun-Hohenstein schaffen wir den Wandel hin zu einer besseren Welt, ohne dass gleich alles Unglück aus der Welt ist. Und damit bleibt damit das Buch trotz seines visionären Charakters und den fantastischen Elementen angenehm realistisch.

Einziger Wermutstropfen: Die „Stabsübergabe“ zwischen dem "älteren Herrn" (ein Lehrer, vermutlich auch ein «Alter Ego» des Autoren) und der jungen Frau, bei der ersten Begegnung noch ein Mädchen, liest sich teilweise wie eine Liebesgeschichte oder wie eine Schwärmerei des "älteren Herren". Ich finde den Generationenwechsel und auch, dass es eine junge Frau ist, der eine wichtige Rolle für das Geschick der Welt zukommt, voll gut. Aber es könnte viel klarer beschrieben sein als dies. Sonst liest sich dies für mich leider nicht unbeschwert in Anbetracht der jüngsten Auswüchse des Patriarchats.

Das ist etwas bedauernswert für das ansonsten sehr lebenswerte Buch, das ich Euch trotzdem empfehlen möchte. Wir brauchen raffiniertere Geschichten zum Wandel. Dies ist eine!

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Topic Zukunft

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