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Crasht die Games-Industrie?

Hi! Dennis von Indie Fresse hier.

Zwischen unseren Podcast-Folgen gibt’s kluge Gedanken zu schönen Spielen in eurem Postfach.

Wenn ihr uns dabei unterstützen wollt:

Heute: Eine Sammlung apokalyptischer News und unsere neue Bonus-Folge!

Ein kluger (?) Gedanke: Der neue Crash

Ein paar Meldungen aus der Games-Industrie in den letzten Tagen:

Es “suckt in der Spieleindustrie zu arbeiten”, schreibt Jason Schreier für Bloomberg (Opens in a new window) und die Entwickler-Legenden Brenda und John Romero (DOOM) sagen (Opens in a new window): Was wir gerade erleben ist schlimmer als der Videospiel-Crash der 1980er

Verbuddeln wir also bald Server-Farmen für Fortnite in einer Wüste? Werden bald Guthabenkarten für Roblox, PSN und Gamepass geshreddert?

Weiß ich nicht. Aber was wir gerade sehen, zeichnet kein schönes Bild der Videospielwelt.

Einerseits scheinen Spiele gerade nämlich zu einem absoluten Luxusgut zu werden. Preise für AAA-Spiele werden erhöht. Neue Konsolen werden immer teurer (Opens in a new window). Kein Wunder, dass inzwischen über 52% aller Games-Käufer*innen ein mittleres Haushaltseinkommen von über 100.000 Dollar im Jahr haben sollen, so Analyst Mat Piscatella (Opens in a new window). Wer sonst soll sich das leisten?

Aber die prall gefüllten Kontostände dieser Zielgruppe scheinen einfach nicht auszureichen, um große Spiele mit Millionenbudgets zu finanzieren.

Bleibt also die Hoffnung auf Always-On-Service-Game-Cashcows. Aber auch hier zeigen sich Ermüdungserscheinungen. Niemand wollte Concord. Niemand wollte Highguard (Opens in a new window). Marathon, das neue Spiel von Bungie (Destiny, Halo) verkauft sich wohl nur mittelgut (Opens in a new window).

Meine These: Wir sehen gerade das langsame Ende einer alten Games-Industrie-Ära.

Aber möglicherweise auch: Den Beginn einer neuen Ära — einer Zeit der kleinen Indie-Games-Giganten.

Denn während die großen Spiele straucheln, feiern Games wie Slay the Spire 2 (Opens in a new window), Mewgenics (Opens in a new window), Among Us oder Peak (Opens in a new window) riesige Erfolge. Diese Spiele verkaufen sich massiv gut. Und sie erlauben es einigen ihrer Macher*innen, sich in die Finanzierung und das Publishing (Opens in a new window) von Games hineinzuwagen.

Ich weiß nicht, ob das genug ist. Natürlich hat es absolut schreckliche Konsequenzen, wenn Entwickler*innen in großen Studios gefeuert werden. Die Games-Industrie erlebt gerade jetzt vermutlich einen gigantischen brain drain, von klugen Leuten, die aussteigen und nie wieder an Spielen arbeiten werden.

Aber gleichzeitig glaube ich: Wenn die Bagger losrollen, um Fortnite-Server-Farmen zu verbuddeln, wird es weiterhin schöne Spiele geben — dank Indie-Entwickler*innen. An diese Zukunft möchte ich lieber glauben als an die andere Variante: Ein Ende der Spieleindustrie, Games nur für Besserverdienende und an abertausende Menschen, die in einer hypervolatilen Zeit auf einmal ohne Jobs dastehen.

Ein schöner (!) Podcast: Bonusfolge ist draußen

Wenn ihr heute morgen in eure Podcast-App schaut und überrascht feststellt: Huch, neue Indie Fresse Folge — seid nicht alarmiert. Das hat alles seine Richtigkeit.

Wir haben nämlich unsere Quartals-Bonus-Folge aufgenommen. Dieses Mal ging es um die Spiele, die wir nicht gespielt haben. Also quasi um unsere Lücken in der Spiele-Biografie.

Ich will nur so sagen: Wir waren beide überrascht!

Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr die Folge hört und uns auch wissen lasst, was eure Lücken sind. Mut zur Lücke usw usf.

Die Folge findet ihr im Podcast-Feed und im Blog (Opens in a new window).

Schamlose Selbstpromo und anderes Zeug

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