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Vogelupdate April

Hallihallo! Ich hänge mit meinen Vogelupdates etwas hinterher, weil eine Buchabgabe und zwei Unfälle mit meinem Knie dazwischen kamen (man gönnt sich ja sonst nichts), aber jetzt geht’s weiter. Ich habe erst überlegt, April und Mai zusammenzufassen, aber das würde dann wohl zu lang werden. Deshalb jetzt erst einmal der April. Los geht’s!

Ich dachte erst, dass ich im April gar nicht so viele Arten entdeckt habe, aber ich hatte einfach total vergessen, dass ich in der Heimat UND auf einer Exkursion war. Fangen wir mal mit meinem Heimatbesuch in Hessen an, da war ich bei meiner Mutter in der Wetterau; und wenn es eine Sache in der Wetterau gibt, dann sind das Störche. Und das in Massen:

Wir haben hier auf echt kleiner Fläche bei 30 Störchen und ihren Nestern aufgehört zu zählen. Das ist eine kleine Naturschutzfläche in der Nähe des Hauses meiner Mutter und meines Stiefvaters, und teilweise waren da drei bis vier Nester PRO BAUM. Absolutes Mayhem für alle Reptilien, Amphibien und Mäuse, lol.

Nebenan hatte es sich noch ein Kormoran gemütlich gemacht:

Und über der ganzen Szene kreisten ein Turmfalke …

… und ein Rotmilan:

Neben dem Gebiet gab es eine ziemlich lange Hecke, die auch an so einer Vogelbeobachtungsstation entlang führte. Die war komplett “gespickt” mit Bluthänflingen:

Feldlerchen gab es auch zahlreich, wobei mir da keine Fotos gelungen sind … im Mai dafür aber umso schönere 🥹.

Als wir wieder am Haus angekommen sind, wurden wir von dieser neugierigen Türkentaube abgecheckt:

Wie süß sind die bitte?! Ich finde Tauben ja so toll, habe auch hier schon einmal länger drüber geschrieben:

https://steady.page/de/jasminschreiber/posts/69303e3a-2068-4c93-86f2-bda3fac34342 (Opens in a new window)

Hab da noch ein paar einzelne Arten auf meiner Life-Liste abgehakt (die ganze April-Liste kommt zum Schluss), unter anderem die Mönchsgrasmücke, die ich aber erst hier in Hamburg in schön vor die Linse bekam:

Wir sind dann von meiner Familie weiter zu der von Lorenz, und dort am Stausee Dachwig gab es auch einiges zu sehen. Unter anderem konnte ich die Goldammer abhaken:

Außerdem habe ich einen Rotmilan bei der Jagd beobachtet:

Und ich habe noch ein paar andere Vögel abgehakt.

Wieder in Hamburg habe ich zwei sehr schöne Sachen festhalten können. Erstens haben die Gänse Nachwuchs:

Die Grauganseltern waren den Kanadagänsen gegenüber sehr misstrauisch und haben sie immer wieder laut zischend verscheucht:

Bei der Krähe jedoch, die es definitiv auf die Küken abgesehen und sehr lang versucht hatte, sich eins zu holen, waren die Eltern absolut tiefenentspannt … wieso auch immer.

Als ich da saß, sind die Gänse ganz nah an mir vorbeigelaufen, da ich anscheinend als “nicht gefährlich” eingestuft und geduldet wurde. Ein Küken ist sogar über meinen Schuh geklettert.

Dann bin ich ein paar Meter weiter gelaufen und habe dann fast eine Stunde lang einen Graureiher bei der Jagd begleitet. Dabei habe ich endlich mal coole Fotos machen können:

Ich finde, hier hat der Reiher schon irgendwie etwas Dinosaurierhaftes. Könnte auch ein Velociraptor sein ...

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Honorary mention auch an diese weibliche Mandarinente, die hier am Fluss hinter meinem Haus Anschluss an andere Enten gesucht hat, die sie aber nicht ganz so toll fanden:

Ich fand die so süß! Lorenz und ich saßen ewig da und haben sie beobachtet, Liebmauslevel auf jeden Fall > 5000.

Mitte April waren Lorenz und ich auf einer Vogelführung in der Fischbeker Heide, wo es eine Menge Schwalben, Pieper und andere typische “Heidevögel” gab.

Eine angeknabberte Rauchschwalbe
Kleiber
Baumpieper
Schwarzkehlchen

Dort fiel mir auch diese Kollegin auf, ein Weibchen des Schwarzblauen Ölkäfers (Meloe proscarabaeus). Viele reagieren auf diese Insekten ziemlich nervös, weil sie Cantharidin enthalten, ein starkes Reizgift. In den Medien wird deren Gefährlichkeit gern mal hochgepusht, dabei gibt es bei uns keine dokumentierten Fälle einer Vergiftung … aber wen interessieren schon Fakten, nech? Die stören ja nur beim Clickbait.

Berühmt geworden ist das Gift jedenfalls durch die Spanische Fliege (Lytta vesicatoria), einen metallisch grünen Ölkäferverwandten, der früher getrocknet und zermahlen als angebliches Potenzmittel verkauft wurde. Das war eine ziemlich bekloppte Idee, denn das Zeug reizt Haut, Schleimhäute, Magen, Darm, Nieren und Harnwege. Beim Schwarzblauen Ölkäfer sitzt der Stoff ebenfalls im Körper und tritt bei Gefahr als gelblicher Tropfen an den Beingelenken aus. Für uns heißt das vor allem: anschauen, fotografieren, in Ruhe lassen. Wirklich problematisch wird es, wenn jemand auf die absurde Idee käme, mehrere dieser Käfer zu essen. Und ehrlich: Warum sollte irgendwer das tun? Das Zeug ist so bitter, das kriegt man gar nicht runter.

Suchbild Waldbaumläufer. Entdeckt du ihn?

Ganz in der Ferne flog auch wieder ein Kolkrabe vorbei:

Ich muss endlich mal ein richtiges Bild schaffen … na ja, eines Tages!

So, hier auf jeden Fall mal meine vollständige Liste der Vögel, die im April neu dazugekommen waren:

  • Bergpieper

  • Baumpieper

  • Bachstelze

  • Schwarzkehlchen

  • Rauchschwalbe

  • Tannenmeise

  • Sperber

  • Dohle

  • Goldammer

  • Löffelente

  • Mönchsgrasmücke

  • Sumpfmeise

  • Nilgans

  • Türkentaube

  • Bluthänfling

  • Feldlerche

  • Turmfalke

  • Weißstorch

  • Mandarinente

  • Rotmilan

Im Mai waren wir in Dänemark, und da ging es richtig ab. Lorenz ist mittlerweile auch Feuer und Flamme, hat jetzt sogar auch eine entsprechende Kamera und ein gutes Tele-Objektiv.

Bis zum nächsten Mal

Jasmin

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Topic Heimische Natur

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