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Es heißt „Voll toll“, nicht Strafverfügung!

Post aus Wien flattert ins Haus. Wie kann man unserer Autorin nur so einen Schrecken einjagen?

Neulich klingelte mein Nachbar an der Tür und überreichte mir ein Kuvert. Nein, keinen Liebesbrief. Den bekam ich zuletzt gefühlt in den 80ern. Es war eine Strafverfügung der Stadt Wien, die an mich adressiert, aber versehentlich in seinem Briefkasten gelandet war. Und weil mein Nachbar im Übereifer den Umschlag geöffnet hatte, wird er nun bestimmt denken, er habe es mit einer Kleinkriminellen zu tun, die in seiner Straße untergetaucht ist. I mean, Strafverfügung…, wie das klingt. Haben die noch alle am Sträußchen? In Wahrheit handelte es sich um einen profanen Strafzettel wegen Falschparkens. Weswegen ich nun bete, dass mein Nachbar den Brief bis zum Ende gelesen hat und mich nicht für eine Steuerflüchtige hält oder so was. Manchmal frage ich mich wirklich, wofür diese Theatralik im amtlichen Vokabular gut sein soll?

Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber mich versetzen Worte wie Strafverfügung jedes Mal in eine Schockstarre. Wohl so ein Psychoding. Ich traute mich nicht weiterzulesen, sondern stopfte den Zettel erstmal hastig unter den Stapel mit den Werbeprospekten, während ich vor meinem inneren Auge nervös die vergangenen Monate rekapitulierte: Hatte ich

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