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Drei Dinge, die du für deinen Schreibstart unbedingt brauchst

 

Schön, dass du wieder hier bist. Du hast also weiterhin Lust, kreativ zu werden - großartig! Ich hatte dir ja versprochen, dir diesmal drei Zutaten zu nennen, die du brauchst, um endlich deinen fantastischen Text zu schreiben. Diese einfachen Dinge helfen dir übrigens auch, erst einmal einen Text zu produzieren, der einfach nur okay ist. Gut genug reicht. Fantastisch oder perfekt kommt später! Wir gehen in kleinen Schritten vor, einverstanden?

✏️ Fangen wir mit deiner Umgebung an. Ideal wäre ein Raum, der dein Rückzugsort fürs Schreiben ist - ob Café, Parkbank, Arbeitszimmer... you name it! Es kann auch ein Eckchen sein, sofern du dort deine Ruhe hast. Ich habe einen Teil meiner Bücher auf dem Bett sitzend geschrieben, mit Schallschutz-Kopfhörern auf den Ohren, während meine Kinder im Hintergrund lärmten. Wie oft habe ich an das berühmte Zitat von Virginia Woolf gedacht: “Eine Frau braucht Geld und ein Zimmer für sich allein, wenn sie schreiben will.” Ich hatte weder das erste noch das zweite und habe trotzdem geschrieben - aber das muss man wirklich wollen!

✏️ Zutat Nummer zwei klingt vielleicht banal – ist sie aber nicht.

Du brauchst Zeit. Und klar, die ist bei uns allen knapp. Was aber auch nicht von der Hand zu weisen ist: Die Anzahl der Minuten und Stunden, die du in dein Projekt investierst, wird immer einen Unterschied gegenüber allen machen, die keine Zeit investieren. Und Übung macht den Meister, das sowieso! Sofern es eine Binsenweisheit gibt, über die du einmal nachdenken könntest, wäre es diese.

Überleg dir, wann genau du dir Zeit fürs Schreiben nehmen könntest und blocke sie dir, wie ein Date mit dir selbst. Nimm dein Anliegen ernst und behandele es auch so.

Bestseller-Autorin Julia Cameron (Opens in a new window) empfiehlt in ihrem Klassiker “Der Weg des Künstlers”, jeden Tag sofort nach dem Aufstehen mehrere Morgenseiten zu schreiben. Die Idee dahinter: Wenn wir halbwach sind, ist unser Kopf noch nicht so vollgestopft mit Input und unser Unterbewusstsein zugänglicher. Ich will ehrlich sein: In der Theorie klang das für mich immer super, aber ich will morgens lieber in Ruhe meinen Kaffee trinken und bin noch nicht bereit zu schreiben. Und das ist auch kein Drama: Jeder hat seinen eigenen Rhythmus, lass dir da nichts einreden! Finde deine beste Schreibzeit im Verlauf des Tages.

✏️ Drittens brauchst du etwas, von dem ich selbst nicht besonders viel habe, das gebe ich rundweg zu: Geduld! Wir leben in Social Media Zeiten und sind es inzwischen gewohnt, dass wir viele Dinge schnell und sofort bekommen. Man spricht auch von „Instant Gratification“. Unseren Wünschen wird umgehend entsprochen. Deshalb haben wir auch bei der kreativen Arbeit oft die Erwartung, dass alles schnell gelingen muss. Nur, dass wir es hier mit einer Vielzahl an unberechenbaren Komponenten zu tun haben, die alles verlangsamen können: Agenten, die nicht sofort antworten, Trends auf dem Buchmarkt, kranke Familienmitglieder oder auch persönliche Entwicklungen wie „einfach gerade keine Lust“.  Gut Ding will Weile haben. Der alte Spruch hat einen wahren Kern. Es wird einige Schlaglöcher geben auf deiner Schreibreise. It’s a bumpy road! Aber wenn du es wirklich willst, kommst du in deinem Tempo zum Ziel. Go for it! Und wirf nicht gleich die Brocken hin, wenn es nicht sofort klappt. Ich sage mir das jeden Tag, und manchmal glaube ich es mir sogar.

Raum, Zeit und Geduld. Welche der drei Zutaten macht für dich am meisten Sinn? Und wie immer gilt: Es muss nicht alles auf einmal passen. Und wenn es eine ganz andere Zutat gibt, die dir besser für deinen Schreibstart weiterhilft, halt sie fest und lass sie nie mehr gehen!

 

 

 

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