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Newsletter 28. Dezember 2025

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Adam Siao Him Fa Portraitphoto
Adam Siao Him Fa verzichtet auf die EM, um sich optimal auf die Olympischen Spiele vorzubereiten

Adam Siao Him Fa verzichtet auf EM

Der zweimalige Europameister und aktuelle EM-Dritte Adam Siao Him Fa aus Frankreich verzichtet auf einen Start bei der EM in Sheffield. Der Sportdirektor des französischen Verbandes, Djamel Cheikh, sagte der Sportzeitung L’Equipe, dass Siao Him Fa nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte so mehr Zeit habe, um sich mental und physisch besser auf die Olympischen Spiele vorzubereiten. Dieses Vorgehen sei mit dem Läufer und seinem Trainer Cédric Tour abgesprochen. Anstelle von Siao Him Fa nominierte der Verband Francois Pitot neben dem neuen Meister Kévin Aymoz.

Quelle: L’Equipe (Opens in a new window)

ISU führt neues SYS-Format ein

Die ISU hat mit „Synchro Neun“ ein neues Format eingeführt, das dem Synchronlauf unter anderem olympische Perspektiven eröffnen soll. Die Teams bestehen nur noch aus neun Läuferinnen, nicht wie bisher aus 16 bzw. 12 (Synchro Elite). Das Wertungssystem für dieses Format wurde vereinfacht und die Teams sollen in Runden gegeneinander antreten, bei denen jeweils welche ausscheiden. Die Wettbewerbe sollen mehr an den Bedürfnissen des Publikums und des Fernsehens ausgerichtet sein. Wie genau gewertet wird, ob es noch Level-Elemente gibt o.ä. ging aus der Mitteilung der ISU nicht hervor. Synchro Neun wurde in das Programm der Olympischen Jugendspiele 2028 aufgenommen und ist somit erstmals olympisch. Dafür wurde allerdings der Paarlauf gestrichen.

Der ISU Vorstand beschloss eine weitere Regeländerung, der zufolge bei ISU-Meisterschaften ab sofort Formationen mit 12 bis 16 Läuferinnen teilnehmen dürfen (vorher mussten es 16 sein). Das Team des jeweiligen Gastlands muss keine technische Mindestpunktzahl erfüllen.

In einer neuen Video-Serie stellt die ISU aktuell den Synchronlauf vor, um dieser Disziplin mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Quellen: ISU Pressemitteilung SYS 9 (Opens in a new window); ISU Communication 2757 (Opens in a new window); ISU Pressemitteilung Video-Serie (Opens in a new window)

EM 2028 in Schweden

Der ISU Vorstand hat die EM 2028 nach Schweden, die Vier-Kontinente-Meisterschaft nach Korea und die Junioren-WM nach Litauen vergeben. Die Städte wurden nicht genannt. Für die WM 2028 plant die ISU ein neuartiges Format, das die vier ISU-Sportarten Eiskunstlauf, Synchronlauf, Eisschnelllauf und Short Track vereint und alle vier Jahre in einer nicht-olympischen Saison stattfinden soll. Ein potenzieller Ausrichter sei identifiziert, hieß es. Dabei wird es sich wahrscheinlich um China handeln. Die Auswahl an Gastgebern für dieses Format ist limitiert, da eben auch ein Eisschnelllauf-Oval und genügend Organisationskapazitäten bis hin zu Hotels vorhanden sein müssen. Die Deutsche Eislauf-Union, die sich ursprünglich für die WM 2027 und ersatzweise für 2028 mit Dortmund beworben hat, stand z.B. für diese neuartige WM nicht zur Verfügung.

Quelle: ISU Pressemitteilung zu Vorstandsentscheidungen (Opens in a new window)

Sui/Han siegen bei Chinesischer Meisterschaft

Bei der Chinesischen Meisterschaft an den Weihnachtstagen haben erwartungsgemäß mit Wenjing Sui/Cong Han, Boyang Jin und den Eistänzern Shiyue Wang/Xinyu Liu die Favoriten gewonnen. Sui/Han wirkten dynamischer als beim Grand Prix, aber  erlaubten sich kleinere Fehler. Bei den Damen setzte sich Shuxian Jin durch. Bei der Meisterschaft gingen auch Junioren und noch jüngere Läuferinnen und Läufer an den Start, so belegten die Paarlaufsieger des Juniorenfinales Rui Guo/Yiwen Zhang den zweiten Platz.

Ergebnisse Chinesische Meisterschaft 2026 auf Golden Skate (Opens in a new window) (inkl. Videolinks); Chinesische Verbandswebseite (Opens in a new window)

Paarläuferin Golubeva ist Australierin

Das Bangen um die Olympiateilnahme hat ein Ende: Paarläuferin Anastasia Golubeva hat die australische Staatsbürgerschaft erhalten. „An den heutigen Tag werde ich mich immer erinnern, denn heute wurde ich offiziell australische Staatsbürgerin“, schrieb die gebürtige Russin am 27. Dezember auf Instagram. “Dieses Jahr war eines der härtesten meines Lebens, mit vielen Herausforderungen auf und neben dem Eis”, fuhr sie fort.

Golubeva und ihr Partner Hektor Giotopoulos Moore haben bei der WM in Boston einen Olympia-Startplatz geholt, aber in dieser Saison konnten sie bis auf die Golden Spin im Dezember nicht international starten und dort mussten sie wegen einer Erkrankung von Giotopoulos Moore nach dem KP aufgeben. Wegen des Einbürgerungsprozesses musste Golubeva monatelang in Australien bleiben und das Duo konnte nicht wie in der Vergangenheit in Montreal trainieren und nicht zu Wettbewerben reisen. Dazu kamen Verletzungen wie eine Gehirnerschütterung, die Golubeva erlitten hatte.

Quelle: Anastasia Golubeva auf Instagram (Opens in a new window)

Kamila Valievas Dopingsperre ist vorbei

Kamila Valievas vierjährige Dopingsperre ist am 25. Dezember offiziell zu Ende gegangen. Die Läuferin soll planen, ihre Karriere fortzusetzen und ist in das Trainerteam von Svetlana Sokolovskaia in die neue Schule von Eistanz-Olympiasiegerin Tatjana Navka gewechselt. Die 19-Jährige postete am 25.12. ein Photo von sich mit Blumen und einem Ballon mit der Aufschrift „Glückwunsch zur Rückkehr, Kamila. Alles fängt erst an“.

Valieva war nach einem positiven Dopingtest bei der Russischen Meisterschaft im Dezember 2021, der erst während der Olympischen Spiele 2022 bekannt wurde, und dem darauffolgendem zwei Jahre währendem juristischen Tauziehen im Februar 2024 für vier Jahre gesperrt worden. Die Sperre begann mit dem Datum des positiven Tests und ihre seitdem erreichten Resultate wie der EM Titel 2022 und nationale Medaillen wurden aberkannt. Weil es zwei Jahre dauerte, bis das endgültige Urteil des Sportgerichtshofs CAS vorlag, war Valieva de facto nur zwei Jahre von Wettbewerben ausgeschlossen.

Quelle: Kamila Valieva auf Instagram (Opens in a new window)

Artikel auf Pirouette bei Steady       

Die Ausgabe 1/26 der Pirouette ist in Arbeit. Unsere Mitglieder auf Steady lesen online Berichte und Interviews vorab bzw. die längeren Originalfassungen, z.T. auf Englisch. Aktuell sind u.a. die Berichte zur Japanischen und zur Russischen Meisterschaft online, es folgen in Kürze weitere Interviews mit Kai Jagoda, Ilia Malinin, Lisa Tuktamysheva, Junhwan Cha u.a.. Hier geht es zur Pirouette-Steady Seite (Opens in a new window).

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Und nächste Woche:

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein frohes Neues Jahr 2026 mit vielen tollen Eislauf-Erlebnissen!

Foto: Tatjana Flade (Adam Siao Him Fa beim Grand Prix in Finnland)

 

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