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Wo Funk und der öffentlich-rechtliche Rundfunk falsch abgebogen sind

Neun Jahre Funk-Netzwerk: Happy Birthday an das Jugendprogramm der Öffentlich-Rechtlichen. Es war eine großartige Idee: Endlich sollten die von eher älteren Menschen rezipierten öffentlich-rechtlichen Programme auch jüngere Zielgruppen erreichen. Die jungen Millenials, die Gen Z. Mit Internetformaten, zugänglichen und personalisierten Dokus, die auf YouTube publiziert werden und mit Moderator:innen im Alter der Zielgruppe (shocking: eine jüngere Zielgruppe identifiziert sich eher mit jüngeren Journalist:innen). Auch ich habe viele der Programme sehr lang als absoluten Mediengewinn zitiert, weiterverbreitet und geteilt. Das habe ich schon länger nicht mehr getan. Und hier soll’s darum gehen, weshalb.

Eva Schulz, Moderatorin, Journalistin, Internet-Persönlichkeit hat bereits 2022 das Problem benannt. Auf der re:publica hat sie in einem Gespräch etwas gesagt, was sie vielleicht nicht zwingend auf Funk bezogen hat, aber dennoch darauf zutrifft: Sie beschreibt Follower als eine Art Währung. Wer viele hat, bekommt Aufträge.

Denn Follower machen es für Medienhäuser und Sendungen attraktiv, sich auf bestehende Formate draufzukaufen, anstatt eigene Inhalte aufzubauen. Es ist also ein ähnliches Thema wie das, was wir hier bereits angerissen haben – nur für eine andere „Branche“ (Opens in a new window). Der Rahmen, der Impact und die Folgen sind also auch andere. Das Prinzip „Draufkaufen“ möchten wir uns im Funk-Kontext also mal genauer anschauen.

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