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Letzte Chance auf signierte BĂĽcher!

Du siehst Mario, wie er skeptisch schaut, das Cover unseres Buches und den Hinweis, dass es nur noch heute signiert vorbestellt werden kann. (Opens in a new window)

Hallo meine lieben Flauschis, ich hoffe, ihr hattet eine wundervolle Woche!

🚨📚„Nur noch bis morgen – versandkostenfrei & signiert!“ 🚨📚 (Opens in a new window)

Nur noch HEUTE könnt ihr „Picknick auf der Autobahn“ bei autorenwelt bestellen – versandkostenfrei und von Mario Sixtus & mir signiert.

https://shop.autorenwelt.de/products/picknick-auf-der-autobahn-von-katja-diehl-und-mario-sixtus (Opens in a new window)

Worum geht’s?
🚲🚆 Mobilitätsideen, die Lust auf morgen machen.
Mario entwirft optimistische Zukunftsgeschichten – ich mache den Realitätscheck: Was davon können wir bald schon umsetzen?

Unser Buch ist Doping für die Vorstellungskraft – gegen Stillstand, für eine gerechte und klimafreundliche Mobilität. 🌍

🎥 Im Video erzähle ich mehr – schaut rein & bestellt euch euer Exemplar, solange es noch geht:

https://youtube.com/shorts/O2khCZK7ln8?si=BD_dd50u_llPTNe4 (Opens in a new window)

Einige werden es vielleicht bereits bemerkt haben: Ich musste fast alle Termine im August und September absagen. Seit knapp drei Wochen bin ich im Emsland und unterstĂĽtze meinen Bruder bei der Pflege meiner Eltern. Ihr werdet also die IAA ohne mich rocken mĂĽssen.

Für alle von euch, die in München sein werden, empfehle ich auf jeden Fall einen Besuch des Mobilitätswendecamps (Opens in a new window). Dort gibt es ab dem 9. September jede Menge Vorträge, Vernetzung, Weiterbildung und - na klar - auch Protest gegen unseren autozentrierten Lebensstil. Es präsentieren sich Initiativen und NGOs, ihr könnt also ganz geballt an einem Ort mal reinschnuppern, welche Dinge ihr vielleicht gern auch in Zukunft unterstützen wollt.

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Danke an Euch, ihr zahlt mir die Unterstützung, die ich in diesen Tagen administrativ benötige. Richtig schön finde ich zudem, dass einige von euch größere Pakete gebucht haben und damit Dritten den Zugang zu meinen Recherchen und Ideen ermöglichen.

Illustration von Cem Ă–zdemir in Superman-Art sich Sakoo und Hemd aufreiĂźend ein Super-Trikot enthĂĽllend, auf dessem Brust ein Auto als Suoerman-Logo prangt. Textzeile: Ă–zdemirs Vorstellung der GrĂĽnen Seele Baden WĂĽrttembergs

Leider musste ich mich sehr wundern, als ich Mittwoch auf dem Instagram-Profil von Cem Ă–zdemir war.

Er läuft durch ein menschenleeres Autohaus, steigt aus einem Audi im Wert von über 100.000 Euro und macht sich darüber lustig, dass elektrische TukTuks nur etwas für Indien seien.

https://youtu.be/iGV1xbZ6_RU?si=--ld4HP2Qq0wv6RG (Opens in a new window)

Cem Özdemir, der 2026 Landesvater von Baden-Württemberg werden will, inszeniert sich im Audi-Autohaus als Autolobbyist – statt als jemand, der die Dekarbonisierung des Verkehrs endlich ernst nimmt.

👉 Statt die Industrie kritisch zu hinterfragen – die seit Jahren beim Klimaschutz versagt und sich bis heute mit dem Abgasbetrug durchmogelt – werden Luxuskarossen gefeiert.
👉 Ein innovatives elektrisches (er sagt: elektronisches) TukTuk wird dabei fast lächerlich gemacht und als nicht für unseren deutschen Markt geeignet eingeordnet – wieso eigentlich?
👉 Von den dringend nötigen Emissionsreduktionen im Verkehrssektor? Keine Rede.
👉 Im gesamten Beitrag KEIN Mensch, nur seelenlose Luxuskarossen. Was ist mit den Ängsten der Menschen am Band? Was ist mit den Bossen, die die Transformation seit Jahren verhindern?

Ich habe das Instagram-Video von Mittwoch genommen, die Szenen im Verlauf kommentiert – und die Reaktionen bei Bluesky sprechen für sich:
⚡„Neokolonial gegenüber einer Weltmacht wie Indien.“
⚡„Die Industrie wird gefeiert, obwohl sie beim Klimaschutz seit Jahren versagt.“
⚡„Özdemir wirkt wie der Werbebotschafter der Premiumklasse – nicht wie ein Politiker mit Verantwortung.“
⚡"Wie Stromberg, nur leider real."
⚡"Wenn die Wirtschaft und Politik noch enger zusammen arbeiten, darf das nicht mehr vor 22 Uhr laufen."

Die Zukunft einer lebenswerten Welt entsteht nicht im Autohaus. Sie entsteht in einer klima- und sozial gerechten Verkehrswende, die öffentliche Räume neu verteilt – zugunsten von Menschen, Gesundheit und echter Teilhabe.

Und als kleines Bonmot:

Einer der größten Automobilhersteller Indiens, Mahindra (Opens in a new window), modernisiert über seine Tochtergesellschaft Mahindra Last Mile Mobility die indische Dreiradszene mit der Einführung des neuen e-Alfa Super, einem elektrischen Nutzfahrzeug (Opens in a new window), das als Super-Rikscha bezeichnet wird.

https://insideevs.de/news/681475/mahindra-ealfa-super-elektro-rikscha/ (Opens in a new window)

Ganz passend zur herablassenden Art gegenĂĽber Indien gibt es die neue Podcastepisode:

„Grüner Kolonialismus – Wie der globale Norden den Süden unter grünem Deckmantel weiter ausbeutet“
Zu Gast: Dr. Miriam Lang, Mit-Herausgeberin des Buches GrĂĽner Kolonialismus

Lithiumabbau in Südamerika, Windparks in Namibia – lokale Gemeinschaften werden durch Enteignung, Wassermangel und Missachtung indigener Rechte ausgebeutet.
“Grüne Lösungen sind oft nur alter Kolonialismus im neuen Gewand.“
Sharepic mit Foto von Miriam. (Opens in a new window)

Diese Episode ist ein Weckruf für alle, die Mobilität, Klimapolitik und technologische Transformation ernsthaft global und gerecht denken wollen.

Ich spreche mit der Soziologin Dr. Miriam Lang, die in Quito (Ecuador) lehrt und zu den profiliertesten Stimmen gehört, wenn es darum geht, die strukturellen Ungleichheiten zwischen Nord und Süd unter dem Deckmantel grüner Politik aufzudecken. Wir thematisieren, warum „grüne Lösungen“ wie E-Mobilität, Wasserstoffprojekte oder der Abbau von Lithium oft nichts anderes sind als eine Fortsetzung kolonialer Ausbeutung mit neuen Mitteln.

 

Konzerne und politische Institutionen werten sich mit dem Begriff „grün“ moralisch auf, während die Auslagerung ökologischer Kosten unserer Lebensweise in andere Weltregionen weiterläuft.
Ă–kologischer Imperialismus heiĂźt: Der Norden rechtfertigt alles, solange es im Namen der Energiewende geschieht. (Opens in a new window)

Themen dieser Episode:

Fallstudien und toxische Strukturen

  • Wie „grĂĽne“ Projekte im Globalen SĂĽden – etwa der Lithiumabbau in SĂĽdamerika, Windparks in Namibia oder Solarprojekte im Maghreb – lokale Gemeinschaften massiv beeinträchtigen und durch Enteignung, Wassermangel und Missachtung indigener Rechte Ausbeutung fortsetzen.

  • Welche Rolle der sogenannte „ökologische Imperialismus“ spielt: Das Rechtfertigungsnarrativ, das „grĂĽner Energie“ alles erlaubt – ohne zu hinterfragen, wie sie gewonnen wird und ihren Verbrauch einzuhegen.

Machtverhältnisse und koloniale Kontinuitäten

  • Inwiefern die heutige Klimapolitik und Technologieförderung koloniale Strukturen reproduzieren.

  • Wie multilaterale Handelsabkommen, Rohstoff-Abhängigkeiten und makroökonomische Regeln aus der Sicht des Globalen SĂĽdens gestaltet sind – und wie Alternativen aussehen könnten.

  • Warum sich Konzerne und politische Institutionen mit dem Begriff „grĂĽn“ moralisch aufwerten, während die Auslagerung ökologischer Kosten unserer Lebensweise in andere Weltregionen weiterläuft.

Indigene und ländliche Gemeinschaften sind keine Relikte der Vergangenheit – sie sind zentrale Akteure der Zukunft.
Bioregionale Kreisläufe, Energiekooperativen, commonsbasierte Ansätze, Klimareparationen. Alles gute Ansätze zur Verbesserung. (Opens in a new window)

Gerechtigkeit und Widerstand

  • Welche globalen, dezentralen und demokratischen Ansätze das Buch als Alternativen vorstellt: bioregionale Kreisläufe, Energiekooperativen, Commons-basierte Ansätze, Klimareparationen.

  • Warum indigene und ländliche Gemeinschaften nicht als „rĂĽckständig“, sondern als zentrale Akteure einer gerechten Zukunft verstanden werden.

  • Warum der Begriff „Klimaneutralität“ oft eine rhetorische Fassade bleibt – und was echter Wandel bedeuten wĂĽrde.

  • Ob es bereits Positivbeispiele fĂĽr gerechtere Klimapolitik gibt – und wo die größten Hebel liegen.

Handlungsspielräume und Visionen

  • Welche politischen Hebel demokratische Gesellschaften – und speziell die EU – jetzt in Bewegung setzen mĂĽssten, um grĂĽnen Kolonialismus zu stoppen.

  • Was wir als BĂĽrger*innen tun können: von Konsumkritik ĂĽber kommunale Partnerschaften und BĂĽrger*inneninitiativen fĂĽr Klimagerechtigkeit von unten bis hin zu solidarischer Wissensarbeit.

  • Warum Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eine neue Rolle einnehmen mĂĽssen – jenseits von Tech-Euphorie oder Schuldzuweisungen.

  • Und schlieĂźlich: was Miriam selbst Hoffnung gibt – und welche ĂĽberraschenden Reaktionen sie auf das Buch bisher erlebt hat.

Stimmen zum Buch GrĂĽner Kolonialismus (Opens in a new window):

„Eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich für eine Welt einsetzen, in der das Leben im Mittelpunkt steht.“
— Silvia Federici, feministische Autorin von Caliban und die Hexe

„Eine postkarbonische Welt muss eine postkapitalistische Welt sein – dieses Buch sagt es klar.“
— Walden Bello, Globalisierungskritiker

„Brillant und international – ein Kompass für gerechte Transformation.“
— Peter Newell, Professor für Internationale Beziehungen, Universität Sussex

Aus meinem Blog:

Für 3,2 km Autobahn wurden 720 Mio. € verbaut – das sind 225 Mio. € pro Kilometer.
Dafür mussten 314 Kleingärten, 450 Bäume und 89 Wohnungen weichen.

Das „Geschenk“?
👉 Jeden Tag 100.000 zusätzliche Autos mitten in Berlin.
👉 Mehr Lärm, mehr Abgase, mehr Beton.

Und das alles in einer Stadt, in der nur 1/3 der Bevölkerung überhaupt Auto fährt.

https://katja-diehl.de/1-woche-a100-grund-zum-feiern/?utm_source=steady&utm_medium=newsletter&utm_campaign=flauschis&utm_content=article (Opens in a new window)

SPD entwickelt sich zur NIMBY-Partei – nach Berlin folgt nun Hannover.

Die ICE-Neubaustrecke ist nicht nur ein Projekt für Hamburg oder Hannover – sie ist ein Projekt für hunderttausende Menschen hier in der Region, für Norddeutschland und für das ganze Land.
 Sie ist ein Symbol dafür, ob wir die Verkehrswende ernst meinen.

https://katja-diehl.de/spd-entwickelt-sich-zur-nimby-partei-nach-berlin-folgt-nun-hannover/?utm_source=steady&utm_medium=newsletter&utm_campaign=flauschis&utm_content=article (Opens in a new window)

Und damit zu den Links der Woche!

Was in der Bahnstrategie des Bundes nicht fehlen darf.

Verkehrsminister Schnieder plant neue Bahnstrategie – Allianz pro Schiene Geschäftsführer Dirk Flege skizziert im Interview, welche Punkte wichtig sind.

https://www.allianz-pro-schiene.de/themen/aktuell/bahnstrategie-des-bundes/ (Opens in a new window)

Der Schulweg ist für viele Kinder in Deutschland weiterhin gefährlich. Das zeigt der bundesweite Schulwege-Check des ökologischen Verkehrsclubs VCD und der Initiative für sichere Straßen. Bei der Aktion konnten Interessierte zwischen dem 3. Juni und 15. August 2025 Gefahren melden und online in eine Karte eintragen. Anschließend wurden 21.083 Gefahrenstellen ausgewertet – fast drei Viertel davon, rund 15.000, betreffen den Rad- und Fußverkehr.

https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/schulwege-check-wertet-ueber-21000-gefahrenstellen-aus-vcd-fordert-tempo-30-und-sichere-infrastruktur-fuer-kinder (Opens in a new window)

Nach Deloitte-Berechnungen stammten 2024 lediglich 13 Prozent der weltweit hergestellten Batterien aus europäischen Fabriken, doch dabei handelte es sich zum allergrößten Teil (97 Prozent) um Zweigwerke chinesischer und südkoreanischer Hersteller. Lediglich ein einziger Hersteller in der EU produzierte laut Studie eigene Batterien – und auch nur für den Eigengebrauch. 70 Prozent der weltweit hergestellten E-Auto-Batterien kommen laut Deloitte derzeit aus China.

https://taz.de/Autoindustrie-bedroht-aus-China/!6108148/ (Opens in a new window)

Ich sage es ja: Die Menschen gieren nach Regeln, die allen exzessiven Autokonsum auf ein gesundes Maß zurückführen. Sogar Tobias Treyer, Präsident des Autogewerbeverbands beider Basel.

https://www.bazonline.ch/auto-mobil-basel-diskussion-zur-verkehrsinfrastruktur-347601630865 (Opens in a new window)

"Es gebe keine Hinweise auf eine Amok- oder Terrortat, sagte ein Polizeisprecher. Es handele sich um "einen von vielen Verkehrsunfällen, wie sie in der Großstadt passieren"." Carbrain from hell. Der Täter ist ggf. berauscht über eine rote Ampel gefahren und die Polizei bagatellisiert!

https://www.zdfheute.de/panorama/berlin-auto-menschenmenge-100.html (Opens in a new window)

Ich empfehle zum Hintergrund auch diese Podcastfolge.

https://katja-diehl.de/toedlich-verharmlost-wie-sprache-verkehrsgewalt-unsichtbar-macht/?utm_source=steady&utm_medium=newsletter&utm_campaign=flauschis&utm_content=podcast (Opens in a new window)

In Südafrika sind viele Menschen auf Sammeltaxis, Uber oder Bolt angewiesen, um im Alltag von A nach B zu kommen. Doch die Konkurrenz hat sich extrem hochgeschaukelt. Einige Fahrer wurden bereits ermordet und auch Fahrgäste fürchten um ihr Leben.

https://www.deutschlandfunk.de/uber-bolt-und-taxis-brutale-fahrdienst-konkurrenz-in-suedafrika-100.html (Opens in a new window)

FundstĂĽck bei Mastodon:

“Definiere Autokultur: Umziehen: Für ein Kinderzimmer? Scheißegal. Für ein Arbeitszimmer? Wumpe. Für Ersparnis beim Fußweg? Haahaha lolnope. Um einen Angehörigen zu Hause zu versorgen? Alter! NEIN! Wegen einer Flutkatastrophe? Pech!

Oh, bei Zeitersparnis bei der AUTOSTRECKE, dann kannst Du Umzugkosten über die Werbungskosten bei der Steuer absetzen.”

https://www.test.de/Umzug-Mit-dem-Umzug-Steuern-sparen-5388039-0/ (Opens in a new window)Screenshot vom oben verlinkten Stiftung Warentest-Artikel. Hier der Text: Umzug für häusliches Arbeits­zimmer reicht nicht

Zuletzt war strittig, ob Umzugs­kosten auch dann beruflich veranlasst sind, wenn durch den Umzug ein häusliches Arbeits­zimmer einge­richtet werden kann und es so zu einer wesentlichen Verbesserung der Arbeits­bedingungen im Home­office kommt. Nein, entschied nun der Bundes­finanzhof im Fall eines Ehepaars (BFH, Az. VI R 3/23). Das Paar war in Corona-Zeiten von einer Drei- in eine Fünf­zimmer-Wohnung gezogen und richtete sich dort zwei Arbeits­zimmer ein. Durch den Umzug ergab sich allerdings keine wesentliche Fahr­zeit­verkürzung.

Bleibt gesund und zuversichtlich!

Eure

Katja

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