Du überlegst, aus Deutschland auszuwandern, um deine Steuerlast deutlich zu senken? Als Unternehmer oder Investor mit bedeutenden Firmenanteilen stehst du jedoch vor einer großen Hürde: der deutschen Wegzugsbesteuerung. Diese greift, wenn du deinen Wohnsitz ins Ausland verlegst und dabei substanzielle Anteile (mindestens 1 % Beteiligung) an einer Kapitalgesellschaft in deinem Privatvermögen hältst . Der Staat unterstellt in diesem Fall einen fiktiven Verkauf deiner Unternehmensanteile zum Wegzugszeitpunkt und besteuert sämtliche stillen Reserven – obwohl du gar nicht wirklich verkauft hast . Die Steuerlast liegt dabei grob bei circa 28 % des Wertzuwachses deiner Anteile. Ein Beispiel: Hältst du 100 % der Anteile einer GmbH im Wert von 1,5 Millionen €, würde eine Wegzugsteuer von rund 420.000 € anfallen – und das allein für den Umzug ins Ausland .
Seit einer Gesetzesänderung 2021 (ATAD-Umsetzungsgesetz) sind die Regeln noch strenger geworden. Bis Ende 2021 konntest du die Wegzugsteuer unbegrenzt und zinslos stunden; nun muss die Steuerschuld in jährlichen Raten binnen 7 Jahren beglichen werden . Gerade wenn du dein Vermögen im Unternehmen gebunden hast, kann diese Steuer sofortige Liquidität erfordern und dein Auswanderungsprojekt ernsthaft gefährden . Es stellt sich also die Frage: Gibt es legale Strategien, um die Wegzugsbesteuerung zu vermeiden? Eine besonders effektive Lösung – gerade für vermögende Unternehmerfamilien – ist die Gründung einer Familienstiftung in Deutschland. In diesem Premium-Beitrag erkläre ich dir sachlich und Schritt für Schritt, wie eine Familienstiftung funktioniert, für wen sie sich lohnt, wie der Ablauf aussieht und worauf du nach dem Wegzug achten musst.