FILM-KRITIK (Opens in a new window)
Nein, keine Sorge – the little queer review versucht nun nicht, sich an „diese Jugend“ anzubiedern, indem wir exzessiv das Jugendwort des Jahres 2025 nutzen. Sehr wohl aber der neueste Sony-Animationsfilm (Opens in a new window)-Streich G.O.A.T. der Regisseure Tyree Dillihay (Bob's Burgers) und Adam Rosette sowie Autoren Aaron Buchsbaum und Teddy Riley um den Ziegenbock Will Harris, der einmal Topspieler seiner Heimat-Roarball-Teams, den Vineland Thorns, werden will. Leichter gewünscht, als getan, in einer Welt, in der Größe so wichtig zu sein scheint.

Mehr oder weniger wider Erwarten landet er eines Tages im Team. Vor allem weil die alternde Panther-Spielerin Jett Fillmore ihre besten Zeiten hinter sich hat und der Rest des Teams – ein Komodowaran, ein Panzernashorn, eine Giraffe und ein Strauß (Opens in a new window) – sowie der Trainer, ein Nasenaffe, in ihrem egomanischen Schatten stehen. (Auf ernst jetzt, ne: Sie erinnert in ihrer Selbstbezogenheit teils gar an Cathy... (Opens in a new window)) Dass die Warzenschwein-Teamchefin Florence Everson noch ganz eigene Pläne verfolgt, kann schnell erahnt werden.

Im optisch alles in allem ansprechenden, teils sehr witzigen, wenn auch uneinheitlichen G.O.A.T. geschieht im Grunde nichts, das mensch nicht schon einmal gesehen hätte. Will muss sich gegen Widerstände innerhalb und außerhalb des Teams durchsetzen, beweisen, dass auch kleine Zicklein groß auf Zack sein können, etc. pp. Seine besten Freund*innen Hannah, eine Erdwölfin, und Daryl, ein Capybara, stehen ihm genau wie seine Ex-Chefin und Ziehmutter Carol, ein Lama, dabei bestmöglich zur Seite (wenn er sie fortan auch eher links liegen lässt). Nun ist bereits Bekanntes nichts per se Schlechtes und der weitgehend überraschungarme Film eine sichere Gute-Laune-Nummer.

Allerdings eine, die zum Ende hin ein solches nicht so recht finden mag (woran mich kürzlich Sinners erinnerte, den ich nun endlich gesehen habe und der trotz aller Stärken viel zu lang ist). Charme und ein wenig Chuzpe tragen auch manch zauberhaftes Tier-Element nur so weit. Gesagt sei allerdings, dass das anthropomorphe Worldbuilding ganz toll gelungen ist und nicht nur die bewegliche (Stadien-)Welt des Roarball fasziniert. Allerdings wirken manche Bildübergänge hart gezerrt und vor allem Animationen von Gruppen sind sehr gleichmäßig und wiederholen sich.
https://www.youtube.com/watch?v=rLAimFqyNp4 (Opens in a new window)Das Product Placement, nicht nur für Sony, ist zudem so arg, dass es schon wirklich schmerzt. Da erzählen wir euch nichts vom Pferd, wenn wir sagen, dass dagegen jenes im zweiten Jurassic Park-Film (gleiches Unternehmen) schon beinahe zurückhaltend wirkte. Immerhin ist klar, dass der Film sich mit dieser und anderen Marken vor allem an ein gut situiertes (oder kreditwilliges wie -würdiges) Klientel richtet.

Jedenfalls was die Eltern angeht. Apropos: Die zur Pressevorführung anwesenden Kinder (wie auch das über Umwege indirekt selbst mitgebrachte) feierten den Film und am Ende gab es, was mich doch überraschte, gar einigen Applaus. So sehr wurde nicht einmal bei Spongebob frohlockt (Opens in a new window) und bei der Schlumpf-Schlotze eh nicht (Opens in a new window).
AS/NS
PS: Nächste Tierfilme: Dust Bunny (Opens in a new window) (ab Donnerstag im Kino), Der Garmisch Krimi – Wolfsmord (demnächst in und auf ZDF) (Opens in a new window), Hoppers (ab 5. März 2026 im Kino) (Opens in a new window), Zoomania 2 (demnächst fürs Home Entertainment verfügbar) und Coyotes (jetzt im HE) (Opens in a new window). Unsere Kritiken folgen und werden hier verlinkt. 🐐 Das crazy…
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G.O.A.T. - Bock auf große Sprünge startet am 19. Februar 2026 im Kino.
Regie: Tyree Dillihay; Co-Regie: Adam Rosette; Drehbuch: Aaron Buchsbaum, Teddy Riley; Musik: Kris Bowers; Laufzeit ca.: 100 Minuten; FSK: 6
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