
Liebe Leser*innen,
wer etwas auf sich hält, kennt sich aus mit den Olympischen Winterspielen in Italien. Erstmals fungieren dieses Jahr sogar gleich zwei Städte als Gastgeber. In Madrid und Katalonien treten sie gegeneinander an, die Besten der Besten im Schlitten- und Skifahren.
Während die »Rodel-Tobis« Bronze einlochten, hieß es Strike für die deutschen »Ski-Ladies«. Doch sie sind nicht die Einzigen, die Schwierigkeiten hatten, an alte Erfolge anzuknüpfen:

(Opens in a new window)Für US-Fans heißt es jetzt – falls möglich – Daumendrücken, dass das Ruder bis zum Ende der Spiele noch herumgerissen werden kann.
Doch in den USA sind, wie im Rest der Welt, zurzeit viele Daumen wund. Das Blättern durch die Epstein-Files hat zwar seine Spuren hinterlassen, aber es hat sich gelohnt. Hier sind die neuesten Erkenntnisse:

In den 3 Millionen Dokumenten kommt 400.000.000 Mal das Wort »and« vor, wahrscheinlich ein Codewort
In den Dokumenten kommt kein einziges Mal der Name »Horst-Ludger Rudelgast-Spöhr« vor – wer ist der geheimnisvolle Fremde, der sich jeder Nennung entzieht? – Angeblich wurden Kinder gegessen, doch es werden keine Rezepte genannt – die Täter waren also schludrige, improvisierende Chaoten, somit Demokraten und keine Republikaner
Die Tatsache, dass jemand mit Epstein befreundet und auf dessen Partys war, beweist noch nicht, dass diese Person von den Verbrechen wusste. Es gibt auch Menschen, die taub und blind sind und aufgrund schwerwiegender gesundheitlicher Probleme keine Außenreize wahrnehmen, beatmet und künstlich ernährt werden – wollen Sie wirklich so einer bemitleidenswerten Person noch Mittäterschaft unterstellen, Sie herzloses … WAS IST, SABINE? JA OKAY, ICH BERUHIGE MICH.
Horst-Ludger Rudelgast-Spöhr taucht möglicherweise auch deshalb nicht auf, weil die geniale Spürnase mit ihrer geballten Intelligenz den Tätern … NICHT JETZT, SABINE!
Die vielen Schwärzungen können stutzig machen. Wer wartet die Drucker beim FBI? Hat man mal die Selbstreinigungsfunktion, äh … SABINE, WIE GING DAS NOCHMAL MIT DEM DRUCKERREINIGEN?
SABINE, HABE ICH DAS JETZT SCHON ABGESCHICKT ODER WAS?
Die vielen Schwärzungen in den Dokumenten stören den Lesefluss zwar erheblich, allerdings regen sie gleichzeitig die Fantasie an:

(Opens in a new window)Schon kurz nach dem Sturz der Kanzlergattin gab eine Regierungssprecherin Entwarnung: Friedrich Merz sei wohlauf. Er habe sich von Frauen, die nicht Fahrrad fahren können, noch nie aufhalten lassen und werde jetzt auch nicht damit anfangen.
Nach weiteren Erfolgsgeheimnissen gefragt, nannte der Regierungschef die tägliche Lektüre von Spiegel+-Artikeln zum Thema »HEALTH«.
Damit auch Sie von den versteckten Informationen profitieren können, hat TITANIC einen Blick hinter die Paywall geworfen:

Ziele setzen
Oft ist es hilfreich, den eigenen Alkoholkonsum zu überwachen. Wenn Sie aufmerksam mitzählen, können Sie es schaffen, wöchentlich zwei bis drei Aperol Spritz mehr zu trinken und so Ihre Trinkfestigkeit sukzessive zu steigern.
Gewohnheiten ändern
Auch wenn es alle machen: Lassen Sie den Dry January nächstes Jahr ausfallen. Und sollten Sie niemanden zum gemeinsamen Trinken finden, genehmigen Sie sich einfach ein Bier allein auf der Couch.
Soziale Kontakte stärken
Wenn ein Freund oder ein flüchtiger Bekannter Sie dazu einlädt, mit ihm einen zu heben, sollten Sie ihn nicht enttäuschen. Vergessen Sie nicht: Er meint es gut und würde sich wirklich freuen! Seien Sie kein Frosch!
Nicht aufgeben
Auch wenn Sie auf einer Party mal frühzeitig schlappmachen oder beim Dosenstechen den Kürzeren ziehen, ist das nicht das Ende der Fahnenstange. Auf lange Sicht können Sie Ihre Trinkleistung dennoch steigern und schon bald anerkennende Blicke ernten.
Sie wollen weniger Alkohol trinken?
Ach so, sagen Sie das doch gleich! Bestellen Sie beim nächsten Kneipenbesuch einfach eine Apfelschorle anstelle des Gin Tonics und freuen Sie sich, dass Sie am nächsten Morgen keinen Kater haben.
Wohl bekomm’s!
Nicht aus einem Spiegel+-Artikel, aber trotzdem aus dem Internet kommt das Thema der dieswöchigen Kolumne von Profi-Fragensteller Torsten Gaitzsch:

Heute: Drei, zwei, eins … tatütata
Wir müssen uns heute eine unangenehme Frage stellen, die sich jedem Menschen früher oder später aufdrängen muss. Holen Sie ruhig Ihre Kinder hinzu! (Spoiler: Die Antwort ist alles andere als unangenehm.)
Die Frage lautet: Was passiert mit Feuerwehrautos und anderen Sonderkraftfahrzeugen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden? Werden sie in einen Hinterhof geschleppt und erschossen? Im Moor versenkt? Aber nein! Sie werden gewissermaßen auf eine altersgerechte Farm gebracht, wo sie glücklich herumtollen dürfen. Nämlich ins Internet.
Der Bund, die Länder und die Kommunen verscherbeln regelmäßig Einsatzwagen aller Couleur auf Online-Plattformen. Das Auktionshaus »Zoll-Auktion« etwa bietet reihenweise Feuerwehrwagen für einen schmalen Taler an. In meiner unmittelbaren Umgebung steht beispielsweise, während ich dies schreibe, ein ausgemustertes Mercedes-Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Egelsbach zum Verkauf, Baujahr 1993, inklusive Martinshorn und 1 200-Liter-Löschwassertank mit Pumpe, aktuelles Gebot 10 000 Euro! Für die Hälfte gibt’s einen Neunsitzer 814 D – LF 8/6, ebenfalls ein Benz, TÜV bis August 2026, sogar mit »Geräteraumauszug Atemschutz & 1x Norm Auszug für Stromerzeuger«, Leiter, Blaulicht, Staukiste und allem Zipp und Zapp! Wer sich mit einer Nummer kleiner zufrieden gibt, bietet, Stand jetzt, 3 912 Euro für einen Passat-Kommandowagen, Erstzulassung 2012, leider »ohne feuerwehrtechnische Beladung« und ohne Funkgeräte. Der/die Käufer/-in verpflichtet sich zudem, »die Beklebung des Fahrzeuges […] nach der Übernahme umgehend zu entfernen«. Vielleicht fahren Sie auch einfach nur oft große Mengen Zeugs durch die Gegend und möchten dies in einem beeindruckenden Vehikel tun? Dann ist ein Gefahrengut-Gerätewagen von MAN, Erstzulassungsjahr 1997, das Richtige für Sie! Es ist »fahrbereit und in einem allgemeinen sehr guten Zustand«, zulässiges Gesamtgewicht 8 400 kg (aufgelastet), mit Rundumkennleuchten auf dem Dach und am Heck, Signalanlagen (»bei Privaterwerb zu entfernen«; ja ja, schon gut …), Funkantenne, Drucklufteinspeisung und jetzt kommt’s, halten Sie sich fest, ich muss verrückt sein, einem Satz Pirelli-Winterreifen, und einen Ersatzreifen leg’ ich noch obendrauf!
Au weia, jetzt stecke ich knietief drin im Behördenauktions-Treibsand. Ich fürchte, wir werden uns diesem Thema nächste Woche noch einmal widmen müssen.
Verabschiedet sich und wünscht ein gut informiertes Wochenende:
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