Skip to main content

Fußball im Nationalsozialismus

Bürogebäude "Johann Kontor", rechts der Eingang zum "Kultur Kontor", davor eine Straße, Fahrradständer und ein einzelner Baum.

Es ist eine raue Ecke in Hamburg. Einst standen am Klosterwall schräg gegenüber vom Hauptbahnhof die markanten City-Höfe (Opens in a new window). Sie waren denkmalgeschützt, wurden aber trotzdem abgerissen. Mit dem “Johann Kontor” folgte an gleicher Stelle ein typischer Neubau, schick und ein wenig seelenlos zugleich. Doch das soll sich nun ändern mit dem “Kultur Kontor Hamburg”.

Im Erdgeschoss ist ein neuer “Ort für Kunst, Geschichte und kulturelle Begegnungen” entstanden. Hauptnutzerin ist die Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH), die in der Stadt unter anderem bereits das Altonaer Museum, das Museum der Arbeit und das Museum für Hamburgische Geschichte betreibt.

Als erste Ausstellung gibt es jetzt “Sport. Masse. Macht. Fußball im Nationalsozialismus (Opens in a new window)" zu sehen. Fast zeitgleich und damit passend zur umstrittenen Fußball-Weltmeisterschaft erfolgte die Eröffnung in dieser Woche. Zu entdecken ist die bereits aus Berlin bekannte Ausstellung in Hamburg bis zum 5. August 2026, der Eintritt ist frei. Im Herbst folgt dann mit “Faszination Hafen” ein erster Einblick in die Themen des schon lange geplanten Deutschen Hafenmuseums.

Verschiedene Fußballtrikots, dazu Informationstafeln zu den dazugehörigen Vereinen

In der aktuellen Ausstellung wird gezeigt, welche Bedeutung der Sport und speziell der Fußball für die Nationalsozialisten als ein Instrument des Machterhalts hatte. Im Mittelpunkt des “Kultur Kontors” stehen elf Trikots von Fußballvereinen, die einst von den Nazis verboten wurden. Diese Trikots sind zwar keine Originale, doch erzählen auch die Reproduktionen bewegende Geschichten der Menschen, die sie einst getragen haben.

Auch das Thema “Fußball in Konzentrationslagern” spielt hier eine Rolle, darüber war bislang nur wenig bekannt. Spiele fanden dort oft in einer Atmosphäre irgendwo zwischen Demütigung und Selbstbehauptung statt. Eindrücklich wird das in der Ausstellung vermittelt – diese ist Erinnerung und Mahnung zugleich.

“Unter der Wolkendecke” gibt es auch auf der Social-Media-Plattform Bluesky (Opens in a new window):

https://bsky.app/profile/wolkendecke.bsky.social (Opens in a new window)

0 comments

Would you like to be the first to write a comment?
Become a member of Unter der Wolkendecke and start the conversation.
Become a member