
Wer an einem grauen Adventssonntag der Hektik der Großstadt und dem Trubel der Glühweinmärkte entfliehen möchte, dem sei ein Ausflug nach Blankenese empfohlen. Hier lassen sich in nahezu beschaulicher Atmosphäre ein Elbspaziergang, eine Abenteuertour durch das Treppenviertel und der Besuch gemütlicher Cafés perfekt verbinden.

Für das Runterkommen an die und an der Elbe empfiehlt sich die Fahrt vom Bahnhof Blankenese mit der “Bergziege (Opens in a new window)”: Auf der Linie 488 werden wegen der engen Wege besonders kleine Busse eingesetzt, die Fahrt gerät oft turbulent. Unten am Fluss dann Ruhe, nur wenige Menschen sind hier im Dezember unterwegs, die Strandbars haben trotzdem geöffnet, dort sammeln sich die Daydrinkingfans.

Nun hat man die Wahl, die 70 Meter Höhenunterschied mit der nächsten “Bergziege” auf die bequeme Tour zu überwinden oder sich auf das Wagnis Treppenviertel einzulassen. Ungefähr 5000 Stufen laden dazu ein, sich zu verlaufen und dabei wundersame Häuser und grandiose Ausblicke zu entdecken.
Oben angekommen warten wunderbare Einkehrorte wie das auf belgische Waffeln spezialisierte “Strandkind”, der versteckte “Kaffeegarten Schuldt” und die verwunschene Teestube “Lühmanns”. Dazu passend und besonders schön hängen im ganzen Stadtteil verteilt die “Pfahlewer (Opens in a new window)”, eine maritime Winterbeleuchtung, die es nur in Blankenese gibt.
Plötzlich findet sich doch noch ein Weihnachtsmarkt, schöner ist es aber, die Dämmerung nebenan im Goßlerpark mit seiner herrlichen Säulenvilla (Opens in a new window) zu genießen. Man glaubt mittlerweile nicht mehr, sich in einer Großstadt zu befinden, sondern in einer eigenen, tiefenentspannten Welt, die eine ganz besondere adventliche Stimmung verbreitet. Alle Klischees, die es über diesen Stadtteil gibt, werden an diesem Sonntag schnell vergessen.

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