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“Mein Sohn brüllt, wenn er etwas (nicht) will”

Bild: Chiara Doveri

Hier auf Steady teile ich anonymisiert einige eurer langen E-Mails und meine ausführlichen, empathischen und recherchierten Antworten. Ich bin kein Coach und keine Psychotherapeutin und würde euch bei entsprechenden Fragen bitten, Fachpersonal zu konsultieren. Wenn es bei euch im Alltag an kleinen Dingen hakt und ihr gern meine Einschätzung hättet, schreibt mir gern an anna [punkt] brachetti [at] posteo [punkt| de.

Hallo Anna,

Unser Sohn ist 2,5 Jahre alt und fährt inzwischen super Auto, das war lange Zeit anders. Dafür will er jetzt nichtmehr aussteigen und ich soll immer weiter fahren. Ganz schlimm ist es, wenn wir von besuchen oder feiern heim wollen. Da will er schon garnicht freiwillig ins Auto und brüllt dann auch mal 15 min durch.

Ich habs schon mit reden, erzählen, musikhören, Bagger suchen (haben auf dem üblichen Strecken grad viele Baustellen) probiert, aber er brüllt sich dann so in rage, dass ich garnicht zu ihm durch komme. Auch anhalten und Pause machen ändert nix. Sobald wir weiter fahren und nicht umdrehen brüllt er wieder. Er beruhigt sich dann nach einiger Zeit etwas, dann kann ich ihn mit Geschichten und baggersuche etc. gut ablenken.

Er hat jetzt auch zu Hause mit den brüllen angefangen, wenn etwas nicht nach seinem Kopf geht...zb. darf ich manchmal nicht aufs Klo (er darf immer mit und spülen, wenn er möchte...trotzdem) oder ich soll unbedingt...auch will er grad viel getragen werden. Das kommt aber denke ich durch meine zweite Schwangerschaft. Im Oktober kommt unser zweites Kind und je größer der Bauch wird, desto näher will er zu mir. Das kann ich aber gut mit ihm besprechen und huckepack findet er auch gut und fühle ich mich auch immernoch wohl damit. Wir teilen und die Strecken dann immer auf in tragen und selber laufen. Das ist auch nur im Haus so viel...wenn wir draußen unterwegs sind läuft er echt sehr gut.

Was mich tatsächlich grad sehr belastet ist das Geschrei nach feiern, weil ich nicht weiß, wie ich ihm helfen kann. Und es ist egal wie lange wir ihn vorbereiten und mit welchen Hilfsmitteln (Wecker, nach dem Kuchen essen, wenn die Kirchenglocken läuten).

Es wäre sehr schön, ein paar Tipps zu bekommen. Ich begene meinem Kind gern auf Augenhöhe und mag es garnicht, etwas gegen seinen Willen durchzusetzen. Bisher hatten wir da auch immer einen guten Weg gefunden, leider die letzten Male nichtmehr.

Liebe Grüße und vielen Dank für deine Zeit und deine tollen Beiträge auf instagram.

Rowana*

Argomento Elternschaft

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