An diesem Donnerstag beginnt die 76. Berlinale. Die Reizwörter vorab: Eisplatten, Stars, Filmbooster, Spielstätten, Kino-Leerstand, failed city. Wir berichten in der kommenden Woche täglich über Filme und Ereignisse und beginnen mit einem Blick in die Retro: Lost in the 90s. Das Festival in Rotterdam Ende Januar ist für viele Berlinale-Fahrer nicht in den Kalender zu schieben;dabei zeigt es überzeugend, wie Festivalmachen jenseits der medialen Aufregung funktionieren kann. Wir berichten außerdem über aktuelle Filmen und rücken die Jubelbotschaften aus der deutschen Filmbranche zurecht.
76. Berlinale:
Nach dem Ende der Geschichte (Si apre in una nuova finestra)
Ins Offene: Was erzählen die Filme aus den 90ern in der Retrospektive? – Zum Auftakt der 76. Berlinale ein Blick zurück – von Rüdiger SuchslandIm Berlinale-Fieber (Si apre in una nuova finestra)
Spots auf die Filme aus allen Berlinale-Sektionen (in alphabetischer Reihenfolge)
Neue Kritiken:
Crime 101 (Si apre in una nuova finestra) (GB/USA 2025)
Heist ohne These: Bart Layton vertraut dem Genre, seinen Schauspielern und dem Vergnügen – und findet darin eine Freiheit, die dem zeitgenössischen Kino fast abhandengekommen ist – Kritik von Axel Timo PurrOnce Upon a Time in Gaza (Si apre in una nuova finestra) (Palästina/F/P/D/GB/Q 2025)
Komik im Ausnahmezustand: Mit bitterem Humor und selbstreflexiven Brüchen analysieren die Nasser-Brüder Macht, Korruption und filmische Verführung in Gaza – Kritik von Axel Timo PurrWuthering Heights – Sturmhöhe (Si apre in una nuova finestra) (GB/USA 2025)
Sturm im Instagram-Glas: Emerald Fennell übersetzt Emily Brontës Klassiker in die Bildsprache zeitgenössischer Dark Romance. Was Modernisierung sein will, entpuppt sich als ästhetische und inhaltliche Verharmlosung sozialer und emotionaler Gewalt – von Axel Timo Purr
Die neue Lust am Schund: Emerald Fennell hat schon jetzt einen der wohl umstrittensten Mainstream-Filme des Jahres gedreht. Der Kitsch ist dabei weniger Makel, sondern die eigentliche Sensation – von Janick Nolting
55. IFF Rotterdam:
Das wiedergefundene Kino (Si apre in una nuova finestra)
In der Reihe »Cinema Regained« tritt das 55. International Film Festival Rotterdam in den Dialog mit der Filmgeschichte — von Dunja BialasKolonialität, Macht und Träume (Si apre in una nuova finestra)
Lucrecia Martel untersucht in ihrem ersten Dokumentarfilm die Tötung eines Indigenen; Filme aus Kongo und Thailand erzählen vom Andauern kolonialer Strukturen – das 55. Filmfestival Rotterdam — von Dunja Bialas
Woche der Kritik:
Podcast »Widersprechen / Wieder sprechen« (Si apre in una nuova finestra)
Mit Dennis Vetter, Geschäftsführer und Mitglied des Leitungskollektivs der Berliner »Woche der Kritik«, spricht Rüdiger Suchsland über das diesjährige Programm – Teil 1 & 2
Cinema Moralia:
Glaubt nicht dem Jubel! (Si apre in una nuova finestra)
Pumuckel auf Amrum, Biederkeit und Barbarei: Ökonomie, Ästhetik, Politik im deutschen Film und was das Olympiaoutfit verrät – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 377. Folge — von Rüdiger Suchsland
Videokritik:
Die Ältern – Vater, Mutter, Schwester, Bruder (Si apre in una nuova finestra)
Nach drei Komödiendesastern in Folge läuft Sönke Wortmann in seiner Jan-Weiler-Verfilmung wieder zu der Form auf, die ihn seit den frühen 1990ern zu einem der erfolgreichsten deutschen Komödienregisseure hat werden lassen, finden Margret Köhler und Axel Timo Purr