Du interessierst Dich für Dich selbst und Deine Beziehungen. Deshalb liest Du diesen Artikel bei »Aufklärung tut Not«. Dein Partner ist hoffentlich kein Isolator.
In diesem Artikel möchte ich auf einen Umstand eingehen, der Dir als Frau eventuell Kopfzerbrechen bereit und Deine Partnerschaft oder Ehe auf eine wirklich ernstzunehmende Probe stellt.
Dein Partner und der Computer. Genauer gesagt, dass Dein Partner viel Zeit, und Deines Erachtens zu viel Zeit, damit verbringt, am PC Spiele zu spielen.

Eigene Erfahrungen
Ich darf Dir vorwegsagen, dass ich selbst nicht abgeneigt bin, am PC Spiele zu spielen. Vor etlichen Jahren habe ich beispielsweise viel Zeit damit verbracht, Age of Empire zu spielen.
https://www.gamestar.de/artikel/das-beste-age-of-empires-community-ranking,3411676.html (Si apre in una nuova finestra)Heute spiele ich immer noch, allerdings deutlich seltener als noch vor Jahren. Und das hat seinen Grund.
Entsprechend kannst Du Dir sicher sein, dass ich auch durch meine Erfahrungen mit dem PC und Computerspielen weiß, worüber ich schreibe.
Gleichzeitig hat mir meine Weiterbildung Erkenntnisse beschert, die sehr wahrscheinlich auch Deinen Partner betreffen.
Warum der PC und Computerspiele?
Es ist eine naheliegende Frage, die wir nur zu gern damit beantworten möchten, dass sich Männer eben für Technik und Informatik, also für einen PC und Computerspiele, begeistern.
Die Frage: »Warum neigen Männer dazu, im PC zu versinken, indem sie Computerspiele oder PC-Spiele spielen?«
Männer sind nicht nur Männer
Die Begeisterung für etwas, und sei es der PC, ist wohl so ohne weiteres eher nicht problematisch.
Natürlich solltest Du Dich deshalb fragen, warum Du mit der Begeisterung Deines Partners für PC und Spiele unzufrieden bist.
Im Zweifelsfall kann dies im Wesentlichen zwei Gründe haben:
Dein Partner spielt Spiele, die für Dich problematisch sind (Gewalt, Krieg etc.)
Mehr oder weniger ständig spielt Dein Partner am PC ein Spiel
Doch um die Rolle von Gewalt in Computerspielen soll es in diesem Artikel nicht gehen.
In diesem Artikel beschäftige ich mich mit dem Phänomen, dass Dein Partner sehr viel oder aus Deiner Sicht zu viel Zeit am PC verbringt, um Spiele zu spielen.
Spiele und Inhalte
Zu Spielen und deren Inhalten sei Folgendes gesagt.
Es gibt ein wirklich sehr breit gefächertes Angebot an PC-Spielen. In vielen Spielen spielt Gewalt überhaupt keine Rolle. In vielen anderen Spielen ist Gewalt auf eine gewisse Weise Teil des Spiels oder der Geschichte des Spiels; abhängig vom Genre.
Ein Genre (Si apre in una nuova finestra) ist zum Beispiel »Open World Spiele«, wie Gothic, Arcania, Manor Lords oder Dark Souls. Die benannten Spiele kommen ohne Gewalt nicht aus.
Dabei bettet sich dieser problematische Aspekt in ein Spiel-Konzept ein, ist allerdings nicht der Hauptbestandteil oder Hauptzweck (Gothic, Age of Empire, Desperados und andere).
Dann gibt es allerdings Spiele, in denen es um nichts anderes geht, als andere »Personen« umzubringen, zu erschießen oder …
Beides ist problematisch. Keine Frage.
Spiele und Spieldauer
Da ich selbst auch hin und wieder am PC ein Spiel spiele, weiß ich auf der einen Seite, wie schnell beispielsweise vier Stunden beim Spielen um sind.
Auf der anderen Seite ist es für mich seit meiner Weiterbildung nicht mehr verwunderlich, dass PC-Spiele ein erhebliches Sucht-Potential haben.
Denn es gibt Mitmenschen, die sind von ihrer Ausrichtung her Isolatoren. Dies hat zur Folge, dass sie sich in ihrer Komfortzone bewegen, wenn sie allein am PC sitzen, ein Spiel spielen und sich ungestört (in sich) zurückziehen können.
Isolation und Konfluenz
Wenn Du nun wissen möchtest, was es mit der Isolation auf sich hat, oder auch mit der Konfluenz, dann findest Du einen Überblick zum Thema auf der folgenden Seite.
https://steadyhq.com/de/aufklarung-tut-not/posts/ecb03e0f-ad38-4a7b-9b03-bde3dcf738e8 (Si apre in una nuova finestra)Wenn Dein Partner Isolator ist, dann begibt er sich am PC, oder auch an der Spielkonsole, also in eine ihm vertraute Umgebung. Er kann seiner Neigung, sich zurückzuziehen, nachkommen. Entsprechend fühlt er sich vor dem Rechner mit seinem Spiel sehr wohl.
Krisenverschärfendes Verhalten
Für Deinen Partner mag es so erscheinen, als würde ihm die Zeit vor dem PC helfen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Als Isolator, und das kann ich, selbst Isolator, mit Fug und Recht sagen, ist es keine gute Idee, zu viel Zeit vor dem PC zu verbringen.
Denn am PC verengt sich der »Tunnel«. Der Kontakt zu einem selbst, der für einen Isolator schnell sehr begrenzt ist, nimmt weiter ab.
Die Folge ist, weniger Zugang zu sich selbst und den eigenen Gefühlen. Das ist bei einem Mann eh schon problematisch, denn Männer neigen bereits dazu, eigene Gefühle aktiv zu beseitigen.
Bis zum nächsten Mal
Freundliche Grüße
Michael Ueberschaer