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Die besten Momente meiner Therapie

Hallo,

vergangene Woche (Si apre in una nuova finestra) haben mich einige so verstanden, als würde ich Psychotherapie sehr kritisch sehen und hätte vor allem negative Erlebnisse gehabt.

Das ist nicht der Fall. Ich mache nur schon lange Therapie, und dabei erlebt man mal was Komisches, Nerviges oder wenig Hilfreiches. PsychotherapeutInnen sind auch nur Menschen, und deswegen fehlbar. Der Allmachtsanspruch, mit dem Therapie manchmal in der Debatte auftaucht, stößt mir daher auf. Missbrauch, Mobbing, ADHS, Depressionen, Migräne - gegen all das und noch viel mehr wird einem Psychotherapie empfohlen. Das ist zwar im Prinzip richtig. Doch selbst die beste Therapeutin macht erlebte Gewalt nicht ungeschehen, verhindert keine Schmerzen und beschissene Lebensumstände werden vom Ganz-viel-darüber-Reden nicht besser. In diesem Interview (Si apre in una nuova finestra)erklärt Expertin Silvia Schneider…

“… dass Psychotherapeuten in sozioökonomisch schwachen Vierteln regelmäßig weniger Erfolge erzielen.”

Auf Deutsch: Therapie hilft nicht gegen Armut.

Ich bin nicht arm und war es nie. Mein Therapieziel vor zwanzig Jahren war es, meine Migräne wegzukriegen und nie wieder depressiv zu werden. Leider hat das nicht mal ansatzweise geklappt. Daraus zu schließen, es wäre alles umsonst gewesen, wäre trotzdem falsch. Ich habe viel gelernt.

Unter anderem:

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