Auf einem friedlichen aber ziemlich öden Bürokratieplaneten der Alten Republik lebt eine Gruppe Kinder und träumt von Abenteuern. Als sie durch Zufall zusammenfinden und in der abgelegenen Wildnis ein altes abgestürztes Piratenschiff entdecken, wird natürlich aus Neugier ein Knopf gedrückt. Sofort hebt das Raumschiff mit den Kids an Bord ab und bringt sie Lichtjahre von der Heimat entfernt endlich in das ersehnte Abenteuer voller Monster und Piraten. Die Kinder, das sind: Wim, ein Träumer, der sich mehr Aufmerksamkeit von seinem alleinerziehenden Vater wünscht, Fern, eine mutige Draufgängerin, die wie die junge Doctor Aphra wirkt, KB, eine sensible Cyborg und Neel, ein kleiner blauer Elefant und Wims bester Freund.
In den Hauptrollen sind Jude Law als Piratenjedi Jod Na Nawood, sowie die Kinderdarsteller Ravi Cabot-Conyers als Wim, Ryan Kiera Armstrong als Fern, Robert Timothy Smith als Neel und Kyriana Kratter als KB zu sehen.
Star Wars war für mich nie nur Imperium gegen Rebellen bzw. Jedis gegen Sith. Es gibt nämlich noch eine dritte Welt in Star Wars: die der Schurken. Diese Welt wird von den Aliens regiert. Und ich liebe die Star Wars-Aliens. In der Star Wars-Serie von Jon Watts und Christopher Ford aus dem Jahr 2024 geht es um Weltraumpiraten. Das, was mir an Star Wars also immer am besten gefiel - die "kleinen" Leute, die Gesellschaft der unterschiedlichen Spezies, die Schurken und die Aliens - rückt nun noch mehr in den Fokus.
Star Wars: Skeleton Crew ist keine konventionelle Heldengeschichte, hier wird am laufenden Band versagt und gescheitert. Dafür gibt es etwas Gesellschaftskritik, so leben die Kinder auf einem Planeten mit einem ähnlich ungesunden Gesellschaftssystem, wie dem unseren. Die Eltern müssen ständig arbeiten und haben keine Zeit für ihre Kinder, die selbst bereits in der Schule mit Verwertungsideologien indoktriniert werden.
Trotzdem kommt die Action in dieser gut gemachten Serie nicht zu kurz. Obwohl Kinder die Hauptrollen spielen und so manche Parallelen existieren mögen, ist die Serie kein Stranger Things (2016) im Weltall, sondern viel besser als das. Star Wars: Skeleton Crew wurde mit Die Goonies (1985) verglichen und das ist ein schönes Kompliment.
Als Star Wars-Fan war ich von Anfang an begeistert, vor allem den süßen Neel mochte ich sehr. Als das friedfertige Elefantenalien einer Kriegerin auf einem Kriegsplaneten erklärt, dass es auch eine Welt ohne Krieg geben kann, war das wahrscheinlich die gesellschaftskritischste Szene in einem Star Wars-Erzeugnis überhaupt.
https://www.imdb.com/title/tt20600980/ (Si apre in una nuova finestra)