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Kill List (2011)

Jay ist ein jähzorniger Typ, der zu dumm zum Einkaufen ist und die ganze Zeit mit seiner Ehefrau Shel streitet, so dass sein Kind darunter leidet. Soweit so normal für diesen Lebensentwurf, doch Jay hat keinen gewöhnlichen Beruf. Er arbeitet als Auftragskiller und bekommt von seinem Freund Gal eine besondere Mission vermittelt, der die finanzielle Situation der Familie entscheidend verbessern könnte. Jay soll zusammen mit Gal eine Todesliste abarbeiten, auf der drei zwielichtige Personen stehen: ein Priester, ein Sammler von Kindesmissbrauchsdarstellungen und ein Politiker. Doch etwas ist seltsam an dem Auftrag, alle Opfer begrüßen ihren Tod oder sind dankbar. Bald schon wird Jay von einem irren, heidnischen Kult verfolgt.

Ben Wheatleys Kill List aus dem Jahr 2011 ist einer der außergewöhnlichen Filme, dem der Genre-Mix gelingt. Mit Neil Maskell, MyAnna Buring und Michael Smiley in den Hauptrollen, beginnt der britische Horror-Thriller als konservatives Familiendrama, wandelt sich zum brutalen Krimi, der nicht vor expliziten Folterdarstellungen und Body-Horror-Szenen zurückschreckt, und endet als blutiger Folk-Horrorfilm. Der Folk-Horror sollte Ben Wheatley noch in einer ganzen Reihe von Filmen danach begleiten, auch Sightseers (2012), A Field in England (2913) und In the Earth (2021) können diesem Subgenre zugeordnet werden.

Mit unvorhersehbaren Twists, fiesen Splatterszenen, einer soliden Story, die mit typisch englisch-schwarzem Humor von Männerfreundschaft, Selbstfindung, Gewalt und Familienproblemen erzählt, und einem subtil-offenen Ende weiß das Werk auf ganzer Linie zu überzeugen. Ich mag Filme, von denen ich noch überrascht werden kann, dem spannenden und originellen Kill List gelingt das.

https://www.imdb.com/title/tt1788391/ (Si apre in una nuova finestra)
Argomento Film