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#wirerinnern

Hallo Welt, liebe Unterstützer:in und liebe Freund:in von EIN STÜCK DEUTSCHLAND, liebe Community


Eine neue Folge ist da, Podcastfolge 63 (Si apre in una nuova finestra), die zweite ausführliche Folge über die Exil- und Überlebensgeschichte von Ilse Grünewald.

Sie erzählt darin von ihrer Ankunft im Exil und davon, wie sie und ihr Mann sich mit einem Freund eine kleine Wohnung teilen und improvisieren müssen, denn es gibt keine Küche und sie besitzen kaum etwas. Ilse ist hochschwanger, spricht kein Spanisch, und das junge Paar hat kein Geld. Im städtischen Krankenhaus Rivadavia findet sie einen wohlwollenden Arzt, der sie unterstützt. Hier bringt Ilse ihr erstes Kind zur Welt. Die ersten Jahre sind hart für die junge Familie. Helmut verdient zunächst nur wenig. Mit ihrer Tochter im Kinderwagen läuft sie von Haus zu Haus, um ihre Dienste als Wäscherin anzubieten. Mühsam und Schritt für Schritt bauen sie sich ein Leben im Exil auf.

Nach dem Krieg erfährt Ilse, dass ihre Brüder von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Gemeinsam mit Martina Krickel, der Stadtarchivarin von Seelze, besuchte ich die Gedenkstätte Ahlem. Auf der „Wand der Namen“ finden wir den Namen von Ilses jüngerem Bruder Berthold.


Viel Freude und reichlich Erkenntnisse beim Hören. Carsten und ich haben wieder viel gelernt.

Wie immer danke ich dir für dein Interesse und deine Treue und – falls du bereits Mitglied bist – für deine Unterstützung. Wenn du noch kein Mitglied bist, überlege dir gern, ob du die Arbeit, die hinter diesem Projekt steckt, nicht doch mit einer kleinen monatlichen Summe unterstützen möchtest.

Und wie immer bitte ich dich, anderen von unserer Erinnerungsarbeit zu erzählen, den Newsletter weiterzuleiten oder den EIN STÜCK DEUTSCHLAND-Podcast mit Menschen zu teilen, die sich ebenfalls für die Themen Oral History, Nationalsozialismus und Exil interessieren.

Bleib gesund, zuversichtlich und unserem Projekt gewogen.

Herzliche Grüße
Corinna

P.S.:
Du kannst EIN STÜCK DEUTSCHLAND mit einer kleinen oder etwas größeren Summe im Monat finanziell unterstützen. Wie ich nicht müde werde, zu betonen: Carsten Janz und ich stecken nicht nur viel Zeit in dieses Projekt. Glücklicherweise müssen wir nichts für die Postproduktion bezahlen. Den Ton bearbeitet Philipp Teichert von Fluid Sound Recording (Si apre in una nuova finestra) umsonst. Das ist eine große Hilfe! Kosten haben wir trotzdem immer wieder. Wir zahlen für den Provider, für die Internetseite, für Archiv-Dokumente und Foto-Rechte. Deswegen brauchen wir Unterstützung. Du kannst dir überlegen, ob dir unser Inhalt 4, 7, oder 11 Euro pro Monat wert ist und so Teil der EIN STÜCK DEUTSCHLAND Community werden. Das ist dann, wie Kaffee trinken oder ins Kino gehen, nur mit Dankbarkeit.

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