Liebste Lesende,
ich würde gerne anders mit diesem Newsletter beginnen, nachdem ich jetzt das letzte Mal bereits über die Auswirkungen des Frühlings berichtet (Si apre in una nuova finestra) habe, ABER ich kann nicht anders: ICH LIEBE SONNE. Eigentlich wild, dass ein brennender Gasball im Universum so viel Auswirkungen auf mich hat. But I take it. Es ist zudem viel Schönes passiert und ich habe das Gefühl, dass es zumindest bei mir persönlich etwas bergauf geht, auch wenn die ganze Welt gefühlt weiter zugrunde geht. Yay. 🙃 Zum Beispiel hatten wir eine sehr schöne Premiere unserer Lesebühne Randale und Liebe Wien, ich habe neue Code-Experimente unternommen und ein großartiges Pilzhorrorbuch gelesen.

Foto: Petra Weixelbraun
Randale und Liebe Premiere und Locationssuche
Das Schlimmste bei neuen Veranstaltungen ist das Nichtwissen. Man weiß nicht, ob die Texte beim Publikum ankommen, man weiß nicht ob die Technik funktioniert, ob überhaupt Leute kommen und ständig steht die Frage im Raum, ob man sich mit all dem nicht komplett lächerlich macht. Aber wenn dann wider Erwarten alles klappt, gibt es wenig, was mit diesem Gefühl mithalten kann. Und genau so war es bei der Premiere von Randale und Liebe im Café Caspar. Zusammen mit David Friedrich, Francesca Herr und Basquel hatte ich einen extrem schönen Abend bei vollem Haus. Einen der Texte, den ich extra für den Abend geschrieben habe, können sich Unterstützer*innen dieses Newsletters durchlesen (Si apre in una nuova finestra).
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So großartig der Abend auch war, müssen wir uns für eine regelmäßige Spielstätte aus diversen Gründen dennoch anderweitig umsehen. Falls ihr also in Wien eine Bühne kennt, die Platz bietet für 80-100 Zuschauende, einen Beamer hat und idealerweise nicht mehrere tausend Euro kostet, meldet euch gern bei mir!
Code Experimente
Ich bastele ja immer wieder kleine Programme und experimentiere mit Code und Programmiersprachen herum. Um diese kleinen Seitenprojekte mal anständig zu dokumentieren, habe ich mir eine simple GitHub Page (Si apre in una nuova finestra) erstellt, auf der ihr künftig kleine Tools, Code Snippets und Games anschauen könnt.
(Si apre in una nuova finestra)Aktuell finden sich Projekte, die ich bereits hier im Newsletter erwähnt habe, sowie ein recht frisches Tool. Es trägt den Namen Transit Typing (Si apre in una nuova finestra) und basiert - wie viele der Projekte - auf einer Zusammenarbeit mit Elias Hirschl. In seinem neuen Roman Schleifen (Si apre in una nuova finestra) kommt ein Romanauszug vor, in dem jedes Wort nur einmal vorkommen darf. Ein konzeptioneller Ansatz, der so auch aus der Oulipo Bewegung (Si apre in una nuova finestra) stammen könnte. Transit Typing ist ein Tool das eine Warnung ausspuckt, wenn ein Wort in dem bereits getippten Text vorkommt. Probiert es gerne einmal aus. Ich kann mir gut vorstellen, künftig mehr solcher Tools für kreatives Schreiben zu entwickeln.
Digitales Unabhängigkeitstagebuch
Noch immer bin ich damit beschäftigt, mir genau zu überlegen, welche Daten ich wo teilen möchte, welche Apps ich künftig noch nutzen will und wie meine Haltung zu generativen Tools wie ChatGPT, Claude etc. ist (tendenziell eine hasserfüllte). Dennoch bin ich über ein Projekt gestolpert, das mich sehr amüsiert hat: Your AI Slop Bores Me (Si apre in una nuova finestra) von Mihir Maroju. Auf dieser Seite könnt ihr die Rolle einer AI übernehmen und Fragen von Menschen beantworten. Es ist wie ChatGPT ohne den GPT (General Pre-trained Transformer). Also...Chat?! Jedenfalls macht es unfassbar viel Spaß und lässt in mir den Wunsch nach Foren, wie sie in Vienna Falling vorkommen, hochkommen.
Buch: The Marigold
Da ich in der Uni aktuell mit einem Semesterprojekt viel zu tun habe, komme ich leider weniger zum Lesen, als ich mir wünschen würde. Aber ein Buch, dass mich wirklich begeistert hat, ist The Marigold von Andrew F. Sullivan (Si apre in una nuova finestra). Ich suche ja immer wieder gezielt nach zeitgenössischen Horrorromanen, die mich so abholen wie kosmische Horrorstories á la H.P. Lovecraft und The Marigold tauchte immer wieder neben Titeln wie Annihilation von Jeff Vandermeer (Si apre in una nuova finestra) auf. Endlich habe ich geschafft, mal einen Blick hineinzuwerfen und ich wurde nicht enttäuscht.
(Si apre in una nuova finestra)Die Handlung spielt in einem leicht in der Zukunft angesiedeltem Toronto, das in der Hand von wenigen Unternehmen ist (ja, crazy, kann man sich nicht vorstellen). Im Zentrum steht das halb leerstehende Luxushochaus The Marigold. Eine absolute Vollkatastrophe von einem Prestige-Bauprojekt, in dessen Wänden der tödliche Schimmel ("the wet") ausbreitet, der bereits auch andere Teile der Stadt erobert hat und Menschen verschwinden lässt. Eine Komission der Stadt versucht dieses Phänomen zu untersuchen, während ein mysteriöser "Gärtner" blutige Rituale auf der Baustelle des Marigolds II durchführt und zwischendurch gibt es kurze Kapitel, in denen die Bewohner*innen des Marigolds gezeigt werden. Also allein stilistisch hat es mir obviously SEHR GUT gefallen. Eine ganz dringende Empfehlung!
Termine
Falls ihr zu einem Auftritt von mir kommen wollt, bei dem man Tickets braucht, konsultiert gerne den Vorverkauf. Obwohl Kultur allen Menschen zugänglich sein sollte, ist sie es oft nicht. Falls ihr also zu einem Termin kommen wollt, es euch aber gerade nicht leisten könnt, schreibt mir bitte und ich gebe mein Bestes, euch einen Gästelistenplatz zu organisieren.
16.04.2026 PowerPoint-Karaoke (Moderation)
23.04.2026 Poetry Slam St. Pölten
24.04.2026 Lesung Vienna Falling Schwanenstadt
22.05.2026 Poetry Slam Salzburg
30.05.2026 Abschlusspräsentation Jugendschreibwerkstatt Innsbruck
Aktuelle Termine und weitere Infos findet ihr auf www.fabiannavarro.com (Si apre in una nuova finestra)