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BS026 - Bonus - Welayat-e Faqih - Die Herrschaft des Rechtsgelehrten: Theologie, Debatte und Transformation

In der Hauptfolge GS026 haben wir die religiösen Grundlagen der Islamischen Revolution von 1979 beleuchtet. Im Zentrum stand ein Begriff, der immer wieder auftauchte: Welayat-e Faqih – die Herrschaft des Rechtsgelehrten. Das Konzept, das Ajatollah Khomeini im irakischen Nadschaf ausarbeitete und das zur Verfassungsgrundlage der Islamischen Republik Iran wurde.

Diese Bonus-Folge geht tiefer.

Wir schauen uns Khomeinis Argumentation in Hokumat-e Eslami (1970) im Detail an: Welche theologischen und juristischen Grundlagen zieht er heran? Wo weicht er von der klassischen schiitischen Tradition ab? Und welche Gegenargumente brachten zeitgenössische Gelehrte wie Schariatmadari, Khoi und später Montazeri vor – aus religiösen, nicht aus politischen Gründen?

Wir beleuchten das weitreichende Dekret von 1988, mit dem Khomeini Staatsnotwendigkeit über islamisches Recht stellte – und was das für das Verhältnis von Religion und Staatsmacht bedeutet. Und wir verfolgen die Entwicklung des Konzepts nach Khomeinis Tod 1989: die problematische Nachfolge durch Ali Khamenei und die Verfassungsreform, die das System von seiner eigenen theologischen Voraussetzung entkoppelte.

Keine Wertung, keine Parteinahme. Eine historische Tiefenanalyse für alle, die den Kern der Sache verstehen wollen.

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