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Tschüss, Kolonialismus!

Liebe:r Leser:innen

heute habe ich wieder Lesestoff aus unserer Bibliothek für euch. Ich erinnere mich noch gut, wie wir damals in der Redaktion überlegt haben: Trauen wir uns einen Schwerpunkt zum Thema Kolonialismus zu? Lange stand das Thema auf unserer Liste, bis wir es endlich umgesetzt haben.

Im Rückblick denke ich: Ja, wir sind dem Thema gerecht geworden. Beim erneuten Lesen ist mir klar geworden, wie viel Wichtiges drin steckt. Manches hatte ich im Strudel der Nachrichtenüberladung der letzten Jahre schon fast wieder vergessen.

Wir haben nach Veröffentlichung der Ausgabe viele berührende Rückmeldungen bekommen. Einer der porträtierten Menschen schrieb mir ein paar Wochen nach Veröffentlichung: „Danke für diese Ausgabe. Unser Team hat die Hefte verschlungen.“

Die Ausgaben sind damals noch unter unserem alten Namen „enorm“ erschienen. In gedruckter Form gibt es das Magazin zwar nicht mehr, aber alle Artikel aus der Ausgabe findet ihr hier in diesem Newsletter und in unserem Online-Magazin unter den neuen digitalen Schwerpunkten (Si apre in una nuova finestra).

Viel Spaß beim Lesen!

Simon

PS: Am 22.9. sprechen wir bei unserem Good Talk (Si apre in una nuova finestra) im Publix in Berlin mit Expert:innen und euch, dem Publikum, über das Schwerpunktthema unseres aktuellen Hefts – „Science First (Si apre in una nuova finestra)! Bist du dabei? Jetzt anmelden (Si apre in una nuova finestra)!

Einleitung

Kolonialismus ist längst nicht Geschichte – seine Spuren durchziehen unsere Sprache, Kunst, Wirtschaft und unser Denken bis heute. Doch weltweit entstehen Bewegungen, Projekte und Perspektiven, die koloniale Muster hinterfragen und überwinden wollen. Wir zeigen wie Erinnerung, Kunst, Handel und Widerstand uns helfen können, unser koloniales Erbe aufzuarbeiten.

Übersicht
  1. Essay: Wie wir unser koloniales Erbe überwinden

  2. Postkolonialismus-Glossar

  3. Debatte um die deutsche Erinnerungskultur

  4. Anti-Koloniales Bergwerk in Südafrika

  5. „Für mich heißt Fotografie, Blicke zu dekolonialisieren“

  6. Rapper Amewu dekolonialisiert Musik

  7. Selbstbestimmter Handel statt Entwicklungshilfe

  8. Wie können wir Kunst und Museen dekolonisieren?

  9. Puerto Rico: Aufstand der Boricuas

  10. Südafrika: „Ich hole mir meine Nahrungsfreiheit zurück“

Essay: Wie wir unser koloniales Erbe überwinden

Auch nach mehr als 500 Jahren prägt der Kolonialismus unsere Wirtschaft und wie wir heute leben. Um das zu ändern, müssen wir verstehen, welche Mechanismen ihn hervorgebracht haben und heute noch aufrechterhalten.

Lesezeit: 5 Minuten (Diese Woche ohne Paywall)

Postkolonialismus-Glossar

Wer die Debatte verstehen will, braucht die Sprache dafür. Unser Glossar erklärt die zentralen Begriffe.

Lesezeit: 3 Minuten (Ohne Paywall)

Debatte um die deutsche Erinnerungskultur

Wie gedenken wir des Holocaust, wie der deutschen Kolonialgeschichte? Der Historiker Gil Shohat plädiert für ein vielfältiges Erinnern, bei dem die Einzigartigkeit der Shoah* nicht aus dem Blick gerät.

Lesezeit: 3 Minuten (Diese Woche ohne Paywall)

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Anti-Koloniales Bergwerk in Südafrika

Die Arbeit in Edelsteinbergwerken ist seit der Kolonialzeit in Simbabwe schwer, dreckig und elend. Anders in einer Mine im Norden des Landes. Hier schürfen nur Frauen – nachhaltig, ordentlich bezahlt und mit der Aussicht auf bessere Bildung.

Lesezeit: 5 Minuten

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Naturata Pasta aus Baden-Württemberg

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Seit über 30 Jahren stammt der Dinkel für die Naturata Pasta von einer Demeter-Erzeugergemeinschaft. Die kurzen Wege vom Feld zur Verarbeitung in Baden-Württemberg tragen zu einem achtsamen Umgang mit Natur und Umwelt bei. Höchste Demeter-Qualität für unverfälschten Geschmack – jetzt im Naturata Online-Shop oder im Biohandel entdecken.

„Für mich heißt Fotografie, Blicke zu dekolonialisieren“

Nora Hase ist Fotografin. Sie zeigt, wie schwierig es für Schwarze Menschen und People of Colour in Europa immer noch ist, im Alltag sichtbar zu sein.

Lesezeit: 3 Minuten

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Rapper Amewu dekolonialisiert Musik

Rapper Amewu setzt sich in seinen Texten mit der Kolonialgeschichte auseinander. Für ihn ist Musik ein guter Ort, um die Thematik zu vermitteln und um eigene Diskriminierungserfahrungen zu verarbeiten.

Lesezeit: 3 Minuten

Selbstbestimmter Handel statt Entwicklungshilfe

Salem El-Mogaddedi ist Mitgründer des Sozialunternehmens Conflictfood. Er will Landwirt:innen in Krisenregionen durch selbstbestimmte, faire Handelspartnerschaften stärken. Zum Beispiel ein Frauenkollektiv, das Safran in Afghanistan anbaut. Ein persönlicher Bericht.

Lesezeit: 4 Minuten

Wie können wir Kunst und Museen dekolonisieren?

Die Berliner Aktivist:innengruppe Barazani.berlin kämpft mit virtuellen Ausstellungen und kulturellen Aktionen für die Dekolonialisierung des Humboldt Forums. Eine Stellungnahme zu Kunst, Kultur und Kolonialismus.

Lesezeit: 4 Minuten

Puerto Rico: Aufstand der Boricuas

Zwei politische Lager kämpfen für die Dekolonialisierung des US-amerikanischen Territoriums Puerto Rico: Die einen wollen einen unabhängigen Staat, die anderen möchten ein gleichberechtigter Teil der USA werden

Lesezeit: 5 Minuten

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Südafrika: „Ich hole mir meine Nahrungsfreiheit zurück“

Pommes, Toast und Würstchen haben die traditionelle Ernährung in Südafrika verdrängt. Menschen wie die Köchin Nonhlanhla Godole versuchen, die alte Esskultur wiederzubeleben.

Lesezeit: 4 Minuten

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