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Mein Hörbuch-Experiment macht Fortschritte

“Welche Stimme für mein Hörbuch?”, habe ich im vorigen Post (Si apre in una nuova finestra) gefragt.

Die Antwort lautet: “Mila.”

Sie hat bei denjenigen, die sich bei mir gemeldet haben, die meisten Fürsprecher gefunden. Mir gefällt sie übrigens auch am besten.

Niemand mochte die Stimme von Carmen. 1,5 Personen stimmten für Laura. Warum 1,5? Eine Person wählte zwar Mila, würde aber Laura mit einem schnelleren Sprechtempo favorisieren.

Die Stimme von Mila wird bei ElevenLabs so beschrieben: confident and opinionated. Also als selbstbewusst und eigenwillig.

Was zu meinem Thriller “Kein Grab so tief” und zu seiner Hauptfigur Lita Vargas ganz gut passt, finde ich.

Was wäre noch erwähnenswert?

Ich habe meine Prioritäten und Zeiteinteilung etwas geändert, nachdem ich eine Masterclass von Cal Newport (Si apre in una nuova finestra) über das angeschaut hatte, was er „deep work“ nennt. Er betont, wie wichtig es ist, konzentriert an einigen wenigen Projekten zu arbeiten. Das leuchtet mir ein.

Meine neue Zeiteinteilung sieht deshalb so aus:

Zwei Tage der Woche sind ganz dem Hörbuch gewidmet und allem was dazugehört, zum Beispiel meinen Posts bei Steady. Diese Woche waren diese Tage gestern und heute.

Vier Tage gehören meinem nächsten Thriller, also Sunset sehen und sterben (Si apre in una nuova finestra).

Stimmt, das sind sechs Tage in der Woche. Sonntags gebe/nehme ich mir frei 😊

Gestern und heute standen weitere Vorbereitungen für die eigentliche Hörbuch-Produktion im Mittelpunkt. Was es alles zu lernen und zu klären gibt, wenn man das wie ich noch nie gemacht hat 😉

Zum Beispiel habe ich damit herumexperimentiert, wie man die Betonung des gesprochenen Textes verbessern kann. Das war ein Kritikpunkt, den einige mir zu den Stimmen rückgemeldet haben. Wobei ich bei diesen Hörproben ja bewusst an der Betonung nicht viel geändert hatte, um mir unnötige Arbeit zu sparen. Es ging mir ja erst einmal darum, eine prinzipiell geeignete Stimme zu finden.

Jedenfalls weiß ich jetzt, dass man die Betonung oder sogar Aussprache verändern kann, indem man Großbuchstaben verwendet. Dann wird aus

Einmal-Handschuhe -> EINMALhandschuhe

und aus

Ashley -> ASHlee.

Ausrufezeichen können die Vehemenz des Gesagten bei direkter Rede erhöhen. Zu Beispiel:

„Holt mich sofort hier raus! Oder ihr werdet es BEREUEN!“, rief er.

Schließlich habe ich auch einige Zeit damit zugebracht, herauszufinden, welche Arten von Ansagen es am Anfang und am Ende von Hörbüchern gibt und ob es üblich ist, Anmerkungen der Autorin an das Hörbuch anzuhängen.

Ansagen habe ich inzwischen bereits im Manuskript eingebaut. Ob ich auch Anmerkungen an das Hörbuch anfügen werde, was einige Kolleg:innen anscheinend tatsächlich tun, muss ich noch entscheiden.

Bei meinen E-Books und gedruckten Büchern gibt es das. Mal sehen, wie aufwändig die Produktion eines Hörbuchs ohnehin schon ist.

Außerdem habe ich zwei wichtige Fragen geklärt:

1. Welches KI-Modell bei ElevenLabs soll ich für die Vertonung des Hörbuchs verwenden? V2 oder v3?

Ich habe mich für das KI-Modell v3 entschieden, weil man dort die Emotionen des Gesprochenen beeinflussen kann, indem man sogenannte Tags voranstellt wie fröhlich oder traurig, etwa bei direkter Rede.

Bei dem Beispiel von oben sieht das so aus:

„[wütend]Holt mich sofort hier raus! Oder ihr werdet es BEREUEN!“, rief er.

Man kann aber auch eine Anweisung wie [spanisch] verwenden. Das hat zum Glück gut funktioniert. Denn dummerweise hielt ich es für eine gute Idee, in meinen Büchern immer einige Wörter oder Sätze der Sprache des Landes unterzubringen, in dem die jeweilige Geschichte spielt.

Aber wie gesagt, es ist durchaus möglich, der KI vorzugeben, dass sie etwas spanisch ausspricht, und das Ergebnis war zumindest in meinen Ohren ziemlich gut.

So sieht das dann z. B. im Manuskript aus, wenn eine Mexikanerin etwas sagt: „[spanisch]NINGUNA tumba es tan profunda como la que cava la venganza.“

2. Soll ich das Hörbuch im Ganzen aus dem Manuskript generieren lassen oder Kapitel für Kapitel?

Ich werde wohl einzelne Kapitel produzieren und am Ende dann zusammenfügen. Das hat einige Vorteile, die z. B. in diesem langen Beitrag erklärt werden, den ich bei meinen Vorbereitungen gefunden habe: ElevenLabs AI Audiobooks: An Honest Review (Si apre in una nuova finestra).

Dabei handelt es sich um eine so ausführliche Bewertung von ElevenLabs, dass sie teilweise als Anleitung fungieren kann. Schaut es euch mal an, wenn ihr wissen möchtet, wie ich in etwa vorgehen werde. Oder wenn ihr mit dem Gedanken spielt, selbst etwas zu "vertonen".

Morgen wende ich mich erst mal wieder Sunset sehen und sterben (Si apre in una nuova finestra), dem zweiten Band der Lita-Vargas-Reihe, zu. Die Produktion des Audiobooks von Kein Grab so tief (Si apre in una nuova finestra), also Band 1, habe ich für Ende nächster Woche/Anfang übernächster Woche geplant. Mal sehen, ob das reicht. Ich werde berichten 😊

Argomento Hörbuch

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