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Der weiße Hai in meinem Laptop: Wie fange ich endlich an zu schreiben?

Okay, du hast dir also vorgenommen, zu schreiben. Deshalb hast du hierher gefunden. Um endlich damit anzufangen. Oder den Faden nach einer langen Pause wieder aufzunehmen. Der erste Schritt ist also geschafft. Dafür erst einmal Applaus!

Du versuchst das nicht zum ersten Mal, stimmt’s? Aber es kam immer etwas dazwischen. Mal wusstest du nicht, worüber du eigentlich schreiben willst. Mal hattest du eine Idee, aber im Vergleich zu den Bestsellern, die du schon gelesen hast, kam sie dir flach und langweilig vor. Und dann war da noch der verdammte erste Satz. Der sollte bedeutsam sein. Irgendwie...besonders. Du hast im Kopf ewig daran gefeilt. Hast Worte umgestellt, neue Formulierungen gesucht. Und als du ihn dann endlich hingeschrieben hattest, schien es dir, als sei auf einmal alle Luft aus ihm entwichen. Er hing da wie ein schlaffer Ballon. Du hast ihn direkt wieder gelöscht und erst recht niemandem gezeigt. Aber tief in deinem Herzen hast du trotzdem noch nicht aufgegeben, es wieder zu versuchen, stimmt’s? Dann lass’ mich dir dabei helfen.

Ich weiß genau, wie ungelenk sich Textanfänge anfühlen können. Irgendwie peinlich, und ein bisschen schockierend, oder? Vermutlich wollte es dir danach einfach nicht gelingen, weiterzuschreiben. Die erste Seite voll zu kriegen und deine Idee endlich zur Entfaltung zu bringen. Irgendwann warst du vielleicht so verzweifelt, dass du Chat GPT nach einem Textanfang gefragt hast. Die KI hat ihn dir natürlich prompt geliefert, aber es war leider auch nicht das Richtige. Es hörte sich so gar nicht nach dir an.

Sorry, dass ich jetzt ein wenig so klinge, als wäre ich höchstpersönlich dabei gewesen und hätte auf deiner Schulter gesessen. Natürlich weiß ich absolut nicht, wie deine bisherigen Schreibversuchen aussahen. Aber ich habe mit einigen Autorinnen und Autoren gesprochen, und viele berichten etwas Ähnliches über ihren Anfang. Und selbst unter den super Erfahrenen kommt der Schreibfluss immer mal wieder ins Stottern. Mit der ersten Seite ist es wie mit dem weißen Hai (hier das JAWS-Theme von John Williams vorstellen): Es sieht alles ruhig und friedlich aus. Man ahnt nicht, was dahinter lauert. Doch niemand ist davor sicher! Zeigt mir den Menschen, der von Beginn mit Leichtigkeit einen Bestseller aufs Papier gegossen hat. (Na gut, irgendwo auf der Welt wird so jemand vielleicht tatsächlich herumlaufen, aber dann wünschen wir ihr oder ihm hiermit einfach neidlos viel Glück!)


Schreib-Angst: so häufig wie ein Schnupfen

Was den meisten von uns wirklich im Nacken sitzt, ist ganz banale Angst: davor, hart beurteilt zu werden. Davor, den eigenen Erwartungen nicht zu entsprechen und nicht direkt beweisen zu können, dass man ein Talent zum Schreiben hat. Davor, dass einen alle auslachen werden, sobald man der Öffentlichkeit den ersten Text präsentiert. Wir sind alle heimliche Perfektionisten. Der innere Kritiker ist ein mieser Typ. Und äußere Nörgler kennt auch jeder von uns. Vielleicht hat deine Deutschlehrerin dir früher empfohlen, besser niemals mit Texten dein Geld zu verdienen?

Beim Schreiben stehen wir da wie früher auf dem Schulhof, wenn wir uns fragten, ob wohl jemand mit uns spielen will - oder ob uns alle für einen Idioten halten werden. Die anderen sind in diesem Fall die Menschen, denen wir unsere Texte zu Lesen geben wollen. Erst nur Freunden. Später einem Verlag, den Lektorinnen und Lektoren, und natürlich der Leserschaft. Die gute Nachricht lautet: Dieses Gefühl ist in etwa so normal wie ein Schnupfen. Und die noch bessere: Du kannst die Angst überwinden, oder zumindest gut damit leben. Spoiler-Alert: Ganz ausradieren solltest du sie vielleicht nicht. Denn warum sollte dir alles egal sein, wenn es um dein kreatives Schaffen geht? Und ist Angst an sich nicht auch schon etwas, worüber man schreiben könnte?

Warum ich dir gern mehr darüber erzähle:

Ich bin Antje, Autorin und Texterin mit 25 Jahren Erfahrung und stehe dir gern als Schreibcoach zur Seite. Ich habe für Verlage, Agenturen und fürs Fernsehen geschrieben. Dabei entstanden Bücher, Artikel, Skripte für Comedy-Shows, Hörspiele und vieles mehr. Lass uns zusammen herausfinden, wie du dein Schreib-Abenteuer entspannt und mit guten Gefühlen starten kannst. Es wird mir eine Freude sein, meine Erfahrungen, Tipps und Inspirationsquellen mit dir zu teilen. Wenn du mir dafür deine Aufmerksamkeit schenkst, danke ich dir!

In der nächsten Folge verrate ich dir, welche drei Zutaten du für deinen ersten fantastischen Text brauchst (Si apre in una nuova finestra) (Spoiler-Alert: ein teures Stifte-Set ist es nicht!)

 

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