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So viele Bücher!

Am Freitag nehmen wir wieder eine neue Episode auf. Gast haben wir noch keinen, darum müssen wir uns noch kümmern. Ich habe währenddessen mal Ordnung gemacht und nachgesehen, welche Bücher ich noch vorstellen will/kann/muss und für welche eigentlich kein Platz ist. Denn momentan lese ich zum Glück mehr Bücher als ich für den Podcast eigentlich muss. Daher dachte ich mir: Gut, dann erzähle ich Euch halt hier im Newsletter davon! Hier also drei Buchtipps außer der Reihe:

Von hier aus weiter - Susann Pásztor

Die lieben Steadys hatten abgestimmt, dass ich dieses Buch als nächstes lesen sollte. Es war damals im engsten Finale gewesen um das Buch, das wir im Buchclub lesen wollten. Und was soll ich sagen: Es landet bei mir unter den fünf besten Büchern des Jahres.

Marlenes Mann ist schwer krank geworden und gestorben. Nun ist sie Witwe, lebt allein in dem großen Haus und findet nur schwer ins Leben zurück. Es ist ein Buch über das Sterben und Trauern, aber auch über die neue Zuversicht und den neuen Lebenswillen. Sehr gefühlvoll geschrieben und mit Figuren, die man sofort ins Herz schließt. Das müsst Ihr lesen!

Monstergott - Caroline Schmitt

Ben und Esther sind Geschwister. Sie sind religiös aufgewachsen, ihre Heimat ist eine freikirchliche Gemeinde. Aber die jungen Erwachsenen merken bald, dass sie in dieser Gemeinde an Grenzen stoßen. Esther merkt, dass sie als Frau hier nicht viel zu sagen hat, und Ben hadert mit seiner Sexualität. 

Es ist ein Buch, das sehr eindrücklich zeigt wie es ist, in so einer christlichen Gemeinde aufzuwachsen. Einerseits gibt sie Halt und Sicherheit, die Regeln sind klar definiert. Andererseits engt sie ein und führt zur Verzweiflung, wenn ein Mitglied diesen Regeln nicht mehr entsprechen kann oder will. Sich aus so einer Gemeinschaft allerdings zu befreien, ist unheimlich schwer, denn die Familie, die Freunde, alles hängt daran. 

Ben sucht also Hilfe bei einem Psychotherapeuten, der sich auf christliche Menschen spezialisiert zu haben scheint. Letzten Endes landet er sogar bei einer etwas rabiaten Selbsthilfegruppe von Männern in einer Hütte im Wald. Nichts hilft. Er ist, wie er ist. Und damit muss er versuchen, zu leben.

Katzentage - Ewald Arenz

Paula ist Ärztin, Peter Jurist im gleichen Krankenhaus. Gemeinsam mit anderen Kolleginnen und Kollegen nehmen sie an einem Seminar teil - und verbringen die letzte Nacht vor Abreise miteinander. Als sie die Rückfahrt mit der Bahn antreten wollen, stranden sie in Würzburg, denn das Bahnpersonal streikt. Also verlängern sie die gemeinsame Zeit und erkunden die Gegend. 

Es ist ein vorsichtiges Herantasten an eine mögliche gemeinsame Zukunft, gepaart mit der Angst vor einem Scheitern dieser Vision. Peter und Paula nähern sich aneinander an, zucken aber immer wieder zurück, wenn es zu persönlich wird. Sie schlendern durch die Würzburger Altstadt, trinken fränkischen Wein, schieben Fahrräder über Wurzeln und erkunden die Würzburger Burg. Dort läuft ihnen dann auch eine Katze über den Weg - das Bild der Katze taucht im Buch immer wieder auf, auch als Sinnbild für wilde Nächte und zahme Tage.

Werden die beiden Protagonisten zusammenfinden? Oder merken sie, dass es doch nur eine kurze Affäre war? 

Ewald Arenz schafft es, ein sympathisches Liebespaar zu beschreiben, mit all der Zerrissenheit, die in den ersten Tagen einer neuen Liebe dazugehört. Eine kurze, warmherzige Herbst-Geschichte, sehr stimmungsvoll illustriert von Florian Bayer.

Habt allzeit gute Bücher,

Eure Larissa

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