
TEIL 44: WELTTAG DER POESIE
Seit 1999 wird am 21. März von der UNESCO der Welttag der Poesie - World Poetry Day (Si apre in una nuova finestra) - ausgerufen. Pablo Neruda nannte die Poesie einen Akt des Friedens. Für Lawrence Ferlinghetti ist die Poesie das ewige Graffiti, das auf die Herzen aller geschrieben ist. T.S. Eliot merkte an, dass wahrhafte Dichtung zu Menschen reden kann, schon bevor sie völlig verstanden wird. Nikki Giovanni erinnert Schreibende daran von einem Ort der Emapathie aus zu schreiben. Und Sonia Sanchez wusste, dass alle Poet*innen und alle Schreibenden politisch sind und entweder den Status Quo beibehalten oder dagegen anschreiben und feststellen, dass Dinge falsch laufen, die zum Besseren verändert gehören. Und für Audre Lorde war Poesie kein Luxusgut sondern eine Lebensnotwenidkeit, die das Licht formt, in dem wir unsere Hoffnungen und Träume auf Überleben und Veränderung ergründen. Zuerst in Sprache, dann in Idee, schließlich in konkretem Handeln, weil Poesie uns hilft, dem Namenlosen einen Namen zu geben, damit wir es denken können. Die fernsten Horizonte unserer Hoffnungen und Ängste formen unsere Gedichte, gemeißelt aus den Erfahrungen unseres Alltags.
Für den diesjährigen Welttag der Poesie habe ich mein Gedicht “nichts”, das ich ursprünglich für die UNTO US-Serie von Central Arts (Si apre in una nuova finestra) geschrieben habe, umgearbeitet und in eine ganz neue vierteilige Version und Form überführt. Unter jedem Teil findest du auch die Audio-Version, wo ich das Gedicht für dich vorlese:

EINS

ZWEI

DREI

VIER

Und zum Abschluß habe ich noch ein paar deutschsprachige Lyrik-Empfehlungen für dich zusammengestellt, die ich alle ganz toll finde und dir sehr ans Herz legen möchte:

Herzliche Grüße aus Marburg und bleib barmherzig

Diese Texte, Gedichte und Audioformate werden durch die Unterstützung von Menschen aus der Community möglich gemacht. Ich freue mich, wenn Du dabei bist.