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Joe Rogan gegen woke: Die Kulturkampf Comedy

Diese Woche habe ich vor meiner Arbeit kapituliert. Nachdem ein unschönes Magenvirus mir die komplette Februar-Planung zerschossen hat, war ich naiv genug zu denken, ich könnte zwei Deadlines gleichzeitig schaffen. Ich war nicht beim Sport, ich habe niemanden gesehen, ich habe nichts erlebt. Ich habe meinen kompletten Kaffee aufgebraucht, und es erst gemerkt, als er eines Morgens alle war (Panik!). Das passiert einer ernsthaften Suchti unter normalen Umständen nicht. Die weiß immer, wie viel Kaffee gerade im Haus ist.

Weil ich so viel rumgejammert habe, hat mein Boyfriend gesagt, er schreibt mir diese Woche einen Newsletter Gastbeitrag. Wie unfassbar nett von ihm, oder? Hier ist er also, Toms Rant ĂĽber Bro-Comedians in Zeiten des Kulturkampfes.

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Joe Rogan gegen woke: Die Kulturkampf Comedy

von Thomas Ewald

Yeah, wir sind mitten im Kulturkampf. Frauen müssen wieder rechtfertigen, wieso sie nicht am Herd und Kinderbett stehen. Männer müssen wieder Männer sein, mit Brummbrumm-Vehikeln und not-all-men-Tränen im Gesicht. Arbeiter haben wieder zu arbeiten, ohne solch Gedönserei wie Fünf-Tage-Woche und Löhne, die für eine 2026er Miete reichen. Und das schlimmste daran ist: Comedy trägt Mitschuld. Gleichzeitig ist Humor ist die einzige wirkliche Waffe gegen die Antiwoken. Ein Dilemma. 

Doch wie konnte aus Comedy ein treuer Kulturkampftreibstoff werden? Spoiler: Dieter Nuhr hat damit weniger zu tun, als er es gerne hätte. Wie jeder popkulturelle Trend kommt auch der des Anti-Cancel-Kulturkampf-Comedians aus den USA. Wie sowieso das gesamte anti-woke vs. woke Game, das wir seit zehn Jahren auf Social Media spielen und damit Tech-Milliardäre glücklich machen, aber als Gesellschaft nur verlieren.

Der Held dieser Browegung: Joe Rogan. Er sagt—sehr, sehr, sehr gut bezahlt, dank Spotify-Exklsusiv-Deal—Millionen Hörern (Gendern ist hier gar nicht nötig, vertraut mir) solche Dinge:

»Es geht immer weiter und weiter … bis sie an den Punkt kommen, wo sie kapitulieren. Wo sie all diesen Forderungen zustimmen, und das führt dazu, dass es weißen Männer nicht mehr erlaubt ist, zu sprechen.“ —Joe Rogan

Dabei fing ja alles mal harmlos an. Joe Rogan ist ein Urgestein des US-Standup. Er war der Ziehsohn der Königin der Comedy in Los Angeles, Mitzi Shore. Ihr gehörte der Comedy Store. Wer mit Standup Geld verdienen wollte, musste an ihr vorbei. 

Argomento Essay

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