Im Moment ist unglaublich viel los. Neben dem Lektorat fĂŒr Tango und Tod (Si apre in una nuova finestra) und dem beginnenden Marketing drumherum, der Geschichte mit dem Verlag (Si apre in una nuova finestra) und meinem Job (Si apre in una nuova finestra) hatten wir auch noch eine AustauschschĂŒlerin hier und ich habe gefĂŒhlt nur eine Woche im Auto gesessen, um irgendwelche Kinder irgendwohin zu fahren.
Aber das ist nun vorbei und hier in NRW beginnen die Osterferien, die sich wie Herbstferien anfĂŒhlen, wenn ich aus dem Fenster gucke.
Naja. Ich atme etwas durch. Und ich gebe ein kleines Update zu meinen ganzen Baustellen. Das ist nun leider alles etwas durcheinander, aber das Leben ist halt manchmal so. Es lĂ€sst sich nicht immer alles hĂŒbsch kategorisieren.
Tango und Tod
Dieses Buch bringt mir nichts als Freude und hĂ€lt mich aktuell bei Laune. Ich fiebere dem 27.9.2026 entgegen, wenn ich es endlich mit der Welt teilen kann!!! Das Lektorat ist abgeschlossen, die Lektorin Harlow schaut noch einmal drĂŒber. Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie dankbar ich ihr bin! Sie mĂŒsste das nĂ€mlich gar nicht machen.
Die erste Illustration ist inzwischen fertig, von der zweiten habe ich eine Skizze gesehen (wow!) - ich zeige sie hier demnĂ€chst. Das war so ein Projekt im Projekt, das auch mit lĂ€ngerer Wartezeit verbunden war. Drew (Si apre in una nuova finestra) kenne ich via Instagram schon ziemlich lange - wir sind damals mehr oder weniger zeitgleich auf Instagram angefangen und irgendwie von Beginn an in der gleichen Bubble gelandet. Wir standen immer mal in DM-Kontakt, haben einige Gemeinsamkeiten entdeckt, z.B. das Leben als Waise, bzw. Halbwaise in meinem Fall, aber auch Musikgeschmack usw. Die Zeichnungen habe ich schon vor einer gefĂŒhlten Ewigkeit in Auftrag gegeben und dann kam immer mal was dazwischen - aber nun geht es voran, und ich gebe dieser Tage den Druck in Auftrag: Die Charaktere TamĂĄs und Sophia wird es als Charakterpostkarten exklusiv in meinem Shop geben.
Verkauf planen: Autorenshop und Messeauftritt
Das mache ich also gerade, wĂ€hrend ich auf das Korrektorat warte: Ich bereite meinen Shop vor UND meinen Messeauftritt im Dezember. Ist noch hin, I know, aber ich bekomme ja hin und wieder die RĂŒckmeldung, mein Auftritt wirke so professionell und durchdacht. Nun: Thatâs why ;). Ich plane im Voraus.
Ich kann aber auch sagen: Trotz sorgfÀltiger Planung ist immer noch genug Chaos drin. Dazu komme ich jetzt! ;)
Job oder nicht Job?
Das MitarbeitergesprĂ€ch, das ich bei meinem letzten Text noch vor mir hatte, verlief gut. Mein Chef hatte mich schon am Tag davor mit Komplimenten ĂŒber meine Arbeit ĂŒberhĂ€uft. âLove Bombingâ nennt man das wohl. In jeder Mail und Teams-Nachricht kam irgendwas von wegen âdu machst das soooo gutâ.
Tja. Beim MitarbeitergesprĂ€ch gab es auch nur Lob. Beide Chefs waren voll des Lobes, mein Bonus also nicht gefĂ€hrdet. Gehaltserhöhung gab es auch. In meiner Lohnsteuerklasse 5 macht die dann netto ganze 10⏠aus. Kompensiert dann irgendwann die erhöhten KrankenkassenbeitrĂ€ge, dich ich seit ĂŒber einem Jahr habe.
Seitdem ist eine weitere Woche vergangen. Ich verhalte mich betont sachlich ihm gegenĂŒber, und er umgekehrt auch. Kommende Woche ist er auf Dienstreise und ich im Home Office, danach hat er Urlaub - ich gucke also schon immer, ob er da ist.
Ein Dauerzustand ist das nicht. StĂ€ndig frage ich mich, wann die nĂ€chste Entgleisung kommt. Und ich habe ein wachsendes AngstgefĂŒhl, mit ihm in einem Raum zu sein. Es ist einfach so ein Unwohl-GefĂŒhl, dass man gute Miene zu bösem Spiel machen muss. Ătzend.
Es ist auch schade irgendwo, denn ich hab da schon viel aufgebaut in drei Jahren und bin da quasi Head of Marketing (weil einziger Head im Marketing), aber in mir strĂ€ubt sich alles, dorthin zu fahren. Ich will einfach nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten. Ich habe in frĂŒheren ArbeitsverhĂ€ltnissen auf andere Weise solche Situationen erlebt, und am Ende bricht es sich auf dieses komische GefĂŒhl runter. FrĂŒher endete ich im Burnout, konnte gar nicht mehr arbeiten, Depression, Therapie ⊠Inzwischen merke ich, wann ich gehen muss. Leicht fĂ€llt mir das trotzdem nicht, denn sobald ich kĂŒndige, lastet die finanzielle Last wieder allein auf meinem Mann, und das ist aus mehreren GrĂŒnden nicht gut.
Interessanterweise kam zum ersten Mal in meinem Leben eine Headhunterin auf mich zu, die fĂŒr ein Onlineportal SEO-Texter:innen sucht. (Mein Mann wird ja dauernd von Headhuntern angeschrieben, ich noch nie! Das ist echt so ein Unterschied, ob man Ingenieur oder Literaturwissenschaftlerin ist ⊠) Wie auch immer: Wir hatten einen Call, der ganz nett war - ich erfahre bald, ob sie bereit sind, mich angemessen zu bezahlen. Das ist kein Job, der KreativitĂ€t verspricht (SEO-Texten erfordert wenig KreativitĂ€t), aber es könnte eine EinkommenssĂ€ule sein, die mir den Exit aus dem Job ermöglicht. Ich strebe Freelancing an. Ich bin einfach nicht fĂŒr das Angestelltendasein geboren.
Vor einiger Zeit habe ich ĂŒber Mastodon auĂerdem einen sehr sympathischen Freelancer kennengelernt, der Webseiten baut und wartet und auch eine Texterin suchte - wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Neulich haben wir schon fast einen Auftrag ergattert. FrĂŒher oder spĂ€ter wird da sicher was kommen.
Insofern bin ich gerade vorsichtig-optimistisch fĂŒr eine berufliche VerĂ€nderung. Den April werde ich aber wohl noch bei meinem Arbeitgeber bleiben, Mai voraussichtlich auch. Aber ich zĂ€hle die Tage!
Verlag
Das andere Sorgenkind ist die Sache mit dem Verlagsvertrag. Mir ist latent die Hutschnur gerissen, als eine befreundete Autorin zur Leipziger Buchmesse ein Reel postete, in dem die auf der LBM ihren Vertrag ĂŒberreicht bekommt und verkĂŒndete, dass ihr Buch dann im FrĂŒhjahr 2027 kommen wird.
Das hat mich so kalt erwischt und so verunsichert, dass ich parallel ihr und dem Verleger geschrieben habe. Ich habe ihn darin um Auflösung meines Vertrags gebeten. Ich schwebe ja nach wie vor komplett in der Luft, wann das Lektorat fĂŒr âDarkadian Godsâ losgeht. Von einem VĂ-Termin mal ganz zu schweigen. In diesem Moment (in dem ich psychisch zugegeben angeschlagen bin) reicht es mir vollstĂ€ndig.
Er schrieb mir dann, ihr Vertrag sei schon Ă€lter und das hĂ€tten die nur fĂŒr das Reel so dargestellt. Von ihr selbst habe ich das aber nicht gehört. Das hĂ€tte sie mir ja auch sagen können. Versteh ich nicht.
Tja, er wollte sich dann wieder melden.
Rate, was passiert ist?
Ăber eine Woche ist schon wieder ins Land gegangen und ich habe weiterhin keine Reaktion.
Es ist so zermĂŒrbend, andauernd nachfragen zu mĂŒssen. Ich komme mir so blöd dabei vor und ich weiĂ auch echt nicht mehr, was ich machen soll. Gleichzeitig beobachte ich, wie schon wieder ein Kleinverlag dichtmacht (Phantorion). Im Moment muss ich sagen, ist DAS die Challenge im Autorenleben: Die Nerven nicht zu verlieren.
Ich bin da inzwischen tougher als noch vor 20 oder 15 oder 10 Jahren, wo ich noch den Fehler bei mir gesucht habe und in Therapie gelandet bin, aber es Ă€rgert mich so sehr und ich merke, dass dieser Cocktail gerade im Ganzen sehr an meiner geistigen Gesundheit nagt! Ich weiĂ, dass es keine böse Absicht von Verlagsseite ist. Das möchte ich bei allem Frust auch betonen: Die meinen es nicht böse. Aber diese Kommunikation fĂŒhrt nur zu Frust bei mir und bindet meine Energie.
Und sonst?
Nichtsdestotrotz bin ich irgendwie guter Dinge hinsichtlich meines Weges als Autorin. Mit âTango und Todâ geht es genau nach Plan voran, und ich bin voller Ideen fĂŒrs Marketing und freue mich auf die heiĂe Phase.
AuĂerdem bin ich nochmal das Manuskript zu âDarkadian Nights - Der Kuss der Wolfsnachtâ durchgegangen, und auch dieses Buch macht sich im Hintergrund bereit. VĂ: 18.04.2027 đ€. (Wenn ich es selbst mache, lĂ€uft es mit der Planung đ.)
Als nĂ€chstes steht dann erstmal das Schreiben des zweiten Buches der âDarkadian Nightsâ an - das werde ich voraussichtlich im Herbst 2027 veröffentlichen, da ich nun nach wie vor nicht weiĂ, dann das Verlagsbuch kommt. Mehr zu âDarkadian Nightsâ demnĂ€chst.
Bis bald, deine Sonja