(Si apre in una nuova finestra)Liebe Flauschis!
Ich bin immer noch ziemlich erschöpft, diese Woche hatte es in sich. Dabei steht ab Mittwoch eigentlich "Auszeit" in meinem Kalender. Aber ich bin in ein ziemlich tiefes Loch gefallen - nicht nur, weil in ganz Deutschland, vor allem aber in direkter Nachbarschaft, klimakatastrophale Wetterzustände herrschten, sondern auch, weil ich (no surprise, ich weiß) mal wieder "ent-täuscht" wurde: von Kräften in diesem Land, die sich für progressiv halten, aber nur punktuell agieren, statt systemisch auf die Dinge zu schauen, die schon seit Jahren in unserem Land geschehen.
Ihr ahnt es: Ihr müsst durch ein paar Gedanken “durch”, die nicht unmittelbar mit Mobilität zu tun haben, die aber analysieren und meine Gedanken zu einem politischen und gesellschaftlichen Zustand teilen, in der sozial gerechter Mobilität immer weniger Raum gegeben wird. Weil es grad vielen einfach wieder “genug” ist, den Status Quo zu erhalten. Und dieser eben sehr viele Menschen in meinem Umfeld sehr belastet. Überscrollt diesen Bereich gern, nicht wenige von euch haben mir aber gespiegelt in der letzten Umfrage, dass sie gerade meinen “breiten Blick” auf Zusammenhänge schätzen <3
Während ich euch das schreibe, haben übrigens die fünf Tage echte Auszeit begonnen. Eine Bekannte hat mich als Dank für einen Vortrag in ihrem Unternehmen “for free” auf ihr Hausboot im Saarland eingeladen. Ich habe nur ein Interview mit Carlos Moreno im Kalender, das euch zugute kommen wird ;) Und was soll ich sagen: Ich sitze auf der Terrasse, vor mir springen Fische aus dem Wasser und hinter mir spielt in einem Spiegelzelt eine Top-40-Band. Ein hiesiger Autohändler hat vor diesem Zelt seine hochwertigen Produkte aufgestellt, die augenscheinlich sehr dürftig besuchte “Vorstellung” heute (wohl wegen “Finale”?!) enthält Kochen und Trinken und es ist einfach alles daran absurd.
Ich freue mich auf dieses erste OFF seit Jahren, habe Bücher dabei, mein Rad und um mich herum viel Natur, die ich erkunden kann. Frankreich ist nicht weit und an der Saar entlang gibt es tolle Radwege. Wird gut!
(Si apre in una nuova finestra)
(Si apre in una nuova finestra)Dennoch erstmal die wichtigsten News - die auch rund um Mobilität befindlich sind! Ich freue mich so sehr, das Programm endlich mit euch teilen zu können! Gebt es gern an alle weiter, die das interessieren könnte. Denn der Newsletter ist die erste Quelle zu diesem Angebot - natürlich!
(Si apre in una nuova finestra)Nach dem großen Erfolg der ersten Delegation in den Kanton Luzern gibt es jetzt die zweite Ausgabe - diesmal in Graubünden. Im Schwerpunkt geht es nach Thusis, Chur und Lenzerheide - nicht über Mobilitätswende zu reden und beeindruckt auf das zu schauen, was andere bereits erschaffen haben, sondern um in der Praxis zu zeigen, wie diese Erfolge erlangt wurden. Ehrlicher Austausch mit hochkarätigen Expert*innen für alle Bereiche von Bahn - ländlicher und städtischer Verkehr - Mikromobilität - Entsiegelung Hand in Hand mit Langsamverkehr…
(Si apre in una nuova finestra)Während in Deutschland noch um jeden Kilometer Bahn oder Fahrradweg diskutiert wird, während systemisches Denken immer noch nicht in die Verkehrspolitik Einzug gehalten hat, hat Graubünden längst eine Antwort: Ein facettenreiches Angebot von Postauto, das jedes Dorf im Takt erreicht, der Rhätischen Bahn, die Tal und Höhe verbindet und Fahrräder mit in ihrer DNA trägt, sowie Gemeinden, die Last-Mile-Lösungen nicht planen, sondern betreiben.

Drei Tage Graubünden: Mobilität, die “einfach” funktioniert
Vom 27. bis 29. September nehme ich dich mit nach Thusis, Chur und Lenzerheide - drei Tage mit Stadtverwaltung, Bergbahn, Fahrrad, Ladestationen und Vorträgen u. a. dazu, wie Mobilität für Frauen als eigene Zielgruppe gedacht werden muss.
Was dich erwartet, wer dich begleitet und warum sich das lohnt, liest du im Blogbeitrag (Si apre in una nuova finestra). Zeitnahe Buchung macht Sinn, da ich auch diesmal die Plätze auf maximal 2o limitiert habe, um einen guten Austausch in der Gruppe zu gewährleisten.
(Si apre in una nuova finestra)Und hier beginnt nun der “Meta-Bereich” der aktuellen Themen dieser Woche, die ich für dich einordne, um die Perspektive, die sich leider im öffentlichen Diskurs zu oft sehr verengt auf “schwarz weiß” etwas zu weiten und dir das Angebot zu geben, systemischer auf manche Schlagzeile zu schauen.
Dass Jan-Josef Liefers und Simone Thomalla sich mal wieder vor die Mikrofone stellen, um zu bekunden, "man könne ja nichts mehr sagen", dass Dieter Nuhr Witze über Femizide macht und dafür vom ZDF verteidigt wird, dass es viele nicht interessiert, dass Menschen der Letzten Generation in Gefängnissen sitzen für friedlichen Protest, während gewaltvolle Taten rechts der Mitte immer mehr zunehmen – daran habe ich mich fast schon gewöhnt. Dass aber linksliberale Herren wie Danger Dan und Igor Levit erst jetzt empört sind, dass ihr “linker Content” es nicht ins Programm vom ZDF schaffte, stößt mir auf. Warum, dazu kommen wir gleich. Urteilt selbst, das hier ist der Auszug aus dem Text des Liedes, das vom Justiziariat des ZDF beanstandet wurde - dieses las die Zeilen als Aufruf zur Selbstjustiz.
Keine Angst, nehmt es selber in die Hand
Die seh'n gefährlich aus, aber wir legen sie langKoordiniert euch, fangt an zu trainier'n
Wenn ihr zusammen kämpft, dann kann es funktionier'nSchon am ersten Tag, wenn ihr die Party macht
Besteht die Möglichkeit, dass es vor der Türe kracht
Also plant immer mit der Konfrontation
Habt Überraschungen dabei, wenn sie komm´Juristisch ist mal wieder die Grauzone geschrappt
Ich lasse ihn jetzt einfach mal im Raum den Elefant
Ist eh klar was zu tun ist, ich sag nichts mehr dazu
Das ZDF hat von seinem Recht Gebrauch gemacht, einen von ihm als "Aufruf zur Gewalt" eingestuften Song nicht ins Programm zu lassen. Man muss das diskutieren. Aber dass die beiden erst jetzt, wo sie selbst betroffen sind, "Zensur", "Eingriff in die Kunstfreiheit" und "Auftrittsverbot" sehen, sorgt bei mir für Irritation. Denn das geschieht Menschen, die das menschenfeindliche Handeln der Regierung in Israel thematisieren, die mit den Menschen in Gaza Solidarität zeigen, die friedlich gegen die Anti-Klimapolitik agieren seit Jahren. Für eine ernsthafte Diskussion über den ÖRR und die Grundlage seiner Arbeit sorgt es: null. Weil es anekdotisch bleibt, wenn es nicht systemisch wird.
Eine journalistische Einschätzung (Si apre in una nuova finestra) gibt es bei Übermedien, die auch hier bei steady ihren Newsletter hosten. Ich zitiere aus dem Artikel von Übermedien die Details, die mir sehr wichtig erscheinen für eine breitere Einordnung in Zusammenhänge:
Schon schwieriger wird es im Mittelteil des siebenminütigen Lieds, als es darum geht, „Faschos“ und „Nazischweine“ ausfindig zu machen, Infos über sie zu sammeln, sie zu denunzieren.
Danger Dan singt:
„Holt den Papiermüll ab, lauft ihnen nach. Zu ihren Häusern, ihren Wohnungen, den Treffpunkten und Bars.“
Tatsächlich problematisch wird der neue Song gegen Ende. „Keine Angst, nehmt es selber in die Hand. Die sehn gefährlich aus, aber wir legen sie lang“, heißt es dort. Und:
„Koordiniert euch, fangt an zu trainieren. Wenn ihr zusammen kämpft, dann kann es funktionieren. Schon am ersten Tag, wenn ihr die Party macht, besteht die Möglichkeit, dass es vor der Türe kracht. Also plant immer mit der Konfrontation. Habt Überraschungen dabei, wenn sie kommen.“
Das muss man nicht zwingend als Aufruf zur proaktiven Gewalt lesen, es ist eher eine Warnung, bereit zur Selbstverteidigung zu sein, wenn Faschos linke Versammlungen angreifen. Zum Schluss aber folgt dieser Part mit Verweis auf den „Kunstfreiheit“-Song:
„Juristisch ist mal wieder die Grauzone geschrammt. Ich lasse ihn jetzt einfach mal im Raum, den Elefant. Ist eh klar, was zu tun ist, ich sag nix mehr dazu. Liebe Grüße an Lina, Gucci, Maja und Nanuk.“
Eine erste rechtliche Einordnung des Falls um den Feuilleton-Rapper und den Pianisten lieferte Rechtsanwalt Simon Gonzalez (Si apre in una nuova finestra).
Blätter wie die taz merken an, dass der Antifaschismus der beiden Herren einseitig und damit Teil dieses Hufeisens innerhalb der Linken ist. Nachzulesen hier. (Si apre in una nuova finestra)
Seien wir ehrlich: Menschen, die - vor allem seit dem menschenfeindlichen Terror der Hamas vom 7. Oktober - in ihrer kritischen Haltung zur israelischen Regierung und dem Aufzeigen der unmenschlichen Zustände in Gaza als antisemitisch UND als pro Hamas markiert wurden, kennen diese Art von Absagen schon seit Jahren. Dass es nun diese beiden liberalen Herren trifft und die Empörung entsprechend umfassend durchs Netz und die Gazetten rollt, zeigt nur, wie stark die Solidarität davon abhängt, auf welcher Seite man steht. Und es zeigt: Vielleicht "droht" jetzt der nächste Schritt - dass auch linksliberale, mainstreamige Menschen und ihre Arbeit auf "nicht erwünscht" rutschen. Den beiden Herren wird dieser "Skandal" gute Umsätze und Buchungen verschaffen - die Promo ist, wenn auch ungeplant, die beste, die es geben kann. Ich mache mir hingegen Sorgen um unsere bedingungslose Mitmenschlichkeit, die auf systemisches Versagen schaut und nicht, wem dieses zuteil wird. Aber natürlich ist genau diese Spaltung gewünscht, sie schwächt die antifaschistische Gegenwehr.

Und dann - Spahn, der in seiner “Karriere” sich so ziemlich alles ohne Blessuren leisten konnte.
Da wäre die Maskenaffäre, bei der laut Bundesrechnungshof ein Schaden von 517 Millionen Euro entstand und ein Risiko von 2,3 Milliarden Euro hinzukam, weil er als Gesundheitsminister Schutzmasken ohne Preisdeckel einkaufen ließ.
Oder den Villenkauf mitten in der Pandemie, finanziert über die Sparkasse, in deren Verwaltungsrat er saß.
Das Spendendinner mit Unternehmer*innen während des Lockdowns, gefolgt von Spenden, die exakt einen Euro unter der Offenlegungspflicht lagen.
Der Wohnungskauf von einem Pharma-Manager, während er gesundheitspolitisch Einfluss hatte.
Die Weitergabe vertraulicher Regierungsdokumente an einen Immobilienmogul, der heute in Untersuchungshaft sitzt.
Die geheimen Treffen mit Demokratiefeind Peter Thiel.
Nichts davon konnte ihn beschädigen, alles davon war aus Sicht seiner Union “moralisch nicht zu beanstanden”.
Was ihn jetzt seinen Fraktionsvorsitz gekostet hat, ist die Gründung seiner Familie mit seinem Ehemann. Nicht so, wie Frauen es kennen, die wegen umfangreicher Carearbeit immer noch mehr an Karrierechancen einbüßen als Männer.
Sondern: Sein Sohn Georg wurde gegen Zahlung einer immens hohen Summe von einer Leihmutter mit Mietgebärmutter in den USA ausgetragen - ein Verfahren, das in Deutschland verboten ist und an dessen Verbot die CDU erst im Februar 2026 auf ihrem eigenen Parteitag ausdrücklich festgehalten hat. Die Ironie dabei ist, dass derselbe Mann 2015 schrieb, es falle ihm „als schwuler Mann und Christ persönlich sehr schwer, mit der Vorstellung einer gemieteten Gebärmutter klarzukommen”. Doppelmoral, klar. Aber genau an diesem Wort bleibt die gesamte Debatte hängen – und das ist das eigentliche Problem.
Denn während alle über Spahns persönliche Widersprüchlichkeit reden, redet niemand über das System, das seine Entscheidung überhaupt erst möglich gemacht hat: dass sich Menschen mit genug Geld den Körper einer fremden Frau für neun Monate kaufen können, obwohl in ihrem Land ein Verbot davor steht. Das ist ein Markt, der genau dort floriert, wo Frauen wirtschaftlich verletzlich genug sind, um ihn zu bedienen - nicht in Berlin, sondern in US-Bundesstaaten mit laxer Regulierung.
Die USA haben die höchste Müttersterblichkeitsrate (Si apre in una nuova finestra) unter allen entwickelten Industrienationen. Expert*innen schätzen, dass mehr als 80 % dieser Todesfälle vermeidbar wären. Das operative Sterberisiko von Nierenspender*innen (~0,01–0,02 %) liegt in der gleichen Größenordnung wie das mütterliche Sterberisiko in den USA (~0,018 %). Beides beinhaltet somit die Lebensgefährdung. Beim Organ nennen wir das Handel und verbieten es, weil wir zu Recht sagen: Über ein Sterberisiko dieser Höhe soll nicht der Meistbietende entscheiden. Bei der Schwangerschaft einer Leihmutter gilt diese Logik plötzlich nicht mehr. Warum nicht?
Spahns Rücktritt ist am Ende die kleinere Geschichte. Die größere Geschichte ist die, die niemand erzählen will: dass wir ein Grundrecht auf einen bezahlbaren Verzicht auf Unversehrtheit des eigenen Körpers offenbar nur dann verteidigen, wenn es um Organe geht - aber nicht, wenn es um die Gebärmutter einer Frau geht, die sich das Risiko nicht leisten kann, eine Schwangerschaft abzulehnen.

Und damit zum dritten Punkt, wo ich mit meiner Haltung ähnlich “Resonanz” erzeugt hat, wie meine Gedanken zum “Männerbild” der Grünen.
Ich schrieb zu diesem Sharepic von Monitor:
“Es ist so bitter, wie die Hundepfeife des Kapitalismus lockt - und Bundestagsmänner (in diesem Fall, ja, gibt auch Frauen) direkt vom Mandat in die "Wirtschaft" rennen, um sie dort mit ihren Kontakten zu bevorteilen. Unethisch, unehrenhaft, unwürdig. Aber normal, ich weiß.”
Daraufhin wurde ich gebeten, doch zu beachten, dass das, was RH mache, sehr viel weniger problematisch sei als die anderen beiden Wechsel. Ich sehe das nicht so. Denn wo fängt da das Ethische an - und wo hört es auf? Es braucht längere Karenzzeiten, wenn hochrangige Politiker*innen mit ihren Kontakten und Telefonbüchern von der Politik in die Wirtschaft wechseln, die ihren Ämtern nahesteht.
Auch wenn ich menschlich nachvollziehen kann, dass manche immer noch RH hintertrauern, einfach nicht drüber weg kommen, dass dieser die Politik verlassen hat, obwohl er gewählt wurde, irritiert mich das fast Kulthafte um seine Person. Ich finde es "erstaunlich", wie gut viele in der Lage sind, sich alles schön zu reden, was auch dieser Mensch nicht richtig macht, weil er Mensch und eben nicht perfekt ist. Daher ein paar Infos.
https://baukunst.art/habeck-bei-urban-partners-wenn-die-wohnungsfrage-zur-kapitalfrage-wird/ (Si apre in una nuova finestra)"Dass ausgerechnet ein prominenter Grüner den Weg des institutionellen Kapitals ebnet, ist deshalb kein Widerspruch, sondern ein Symptom: Die Wohnungsfrage wird zur Kapitalfrage."
Ein Berlin-Projekt läuft über NSF V, "largest value-add real estate fund in Europe," 3,65 Mrd. "Value-add" ist Kapital, das auf Wertsteigerung und überdurchschnittliche risikoadjustierte Rendite ausgelegt ist. Mag ja grün sein, für viele aber eben nicht bezahlbar.
https://urban.partners/de/news/urban-partners-to-develop-140-unit-sustainable-btr-scheme-in-berlin (Si apre in una nuova finestra)Konkrete Quadratmeterpreise für München oder Berlin habe ich nicht gefunden. Wer wirklich bezahlbaren Wohnraum baut, kommuniziert Mietobergrenzen und Sozialquoten als Argument, oder? Auch hier: nirgends Sozialbindung, Mietpreisdeckel. Haltung ist für mich eine gewisse Basis. Und Orientierung. Muss nicht Jede*r haben. Aber dann blicke ich auch nicht zu dem Menschen auf - wie das halt viele bis heute bei RH machen ;)
https://www.immobilienmanager.de/urban-partners-und-instone-bauen-wohnungen-in-muenchen-06032026 (Si apre in una nuova finestra)Da passt es vielleicht auch ganz gut, dass ich euch zwei Interview in die She Drives Mobility Academy (Si apre in una nuova finestra) hochgeladen habe, und eines davon mit Christina Deckwirth von Lobbycontrol (Si apre in una nuova finestra) führte. Sie ist Politikwissenschaftlerin und Campaignerin bei LobbyControl, wo sie sich insbesondere mit Klima- und Lobbyismusfragen beschäftigt und den Einfluss mächtiger Wirtschaftsakteur*innen offenlegt. Ihr Fokus liegt darauf, die Strategien der fossilen Lobby sichtbar zu machen und politische Gegenmacht zu stärken, um Klimaschutz gegen wirtschaftliche Interessen durchzusetzen.
»Lobbyismus ist sozusagen die legale Form der Einflussnahme, die aber häufig nicht weniger problematisch ist.«
Das zweite Interview für euch habe ich bewusst detaillierter geführt, mit Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene (Si apre in una nuova finestra). Er zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden und fachlich fundierten Stimmen für eine moderne Verkehrspolitik in Deutschland. Mit faktenbasierten Analysen und beharrlicher Lobbyarbeit setzt er sich für einen konsequenten Ausbau der Schiene, langfristige Investitionen und eine Verkehrswende ein, die Mobilität klimafreundlicher, verlässlicher und für alle Menschen zugänglich macht.
»Die Menschen und auch die Wirtschaft eigentlich weiter sind in Sachen Verkehrswende, als es die Politik ist.«
Das Gespräch ist deshalb so wichtig, weil Dirk euch erklärt, wo und wie Deutschland falsch abgebogen ist und in Sachen Mobilität irgendwann nur noch das Auto förderte und eine einst gute Bahn politisch gewollt marodieren ließ. Der Zustand von heute ist nicht “natürlich”, sondern bewusst herbeigeführt. Das zeigt auch der Vergleich mit unseren Nachbar*innen in der Schweiz und Österreich. Auch Spanien holt aktuell enorm auf. Aber hört rein und lasst euch von Dirk diese Zusammenhänge erläutern.
Und damit zu den Links der Woche!
Die KVG Kieler Verkehrsgesellschaft erreicht einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem klimafreundlichen öffentlichen Nahverkehr: Am 16. Juli ging der 100. vollelektrische Bus offiziell in den Linienbetrieb.
https://www.kvg-kiel.de/fuer-interessierte/presse/kvg-bringt-den-100-elektrobus-auf-die-strasse (Si apre in una nuova finestra)Podcast und Text: Die deutsche Industrie befindet sich im freien Fall. Energiekosten, Klimaschutz und Bürokratie erdrosseln die Wettbewerbsfähigkeit. So die Erzählung. Ein Industrieexperte widerspricht. Harro Heilmann, Professor für Produktion und Management, sagt: Die Daten werden fehlinterpretiert. Absichtlich. "Die missbräuchliche Verwendung ist politisch motiviert. Es geht auch darum, Ausreden oder einen Sündenbock für unternehmerische Fehlentscheidungen zu finden."
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Das-ist-kein-Niedergang-sondern-eine-Veraenderung-id31044676.html (Si apre in una nuova finestra)Volkswagen sucht die maximale Konfrontation
VW-Chef Blume will den Konzern schrumpfen, um den Gewinn zu erhöhen. Die Schließung von Werken steht im Raum. IG Metall rüstet sich zum Abwehrkampf.
https://taz.de/Kampfansage-an-die-Belegschaft/!6192546/ (Si apre in una nuova finestra)Fast jeder dritte Euro für Panzer und Drohnen
Der Haushaltsentwurf der Bundesregierung beinhaltet eine beispiellose Ausweitung der Militärausgaben. Das wird uns alle ärmer machen.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-07/bundeshaushalt-entwurf-ausgaben-ruestung (Si apre in una nuova finestra)Es braucht keinerlei Scham, Getuschel oder Hinterzimmergespräche mehr.
Wir dürfen "gespannt" sein, was Spahn, Döpfner und Thiel vorhaben. Und ob Politik wirklich noch im Bundestag gemacht wird.
"Springer-Konzern ehrt Peter Thiel mit Axel-Springer-Award 2026."
“Damit der Luftverkehrsstandort Deutschland wieder attraktiv wird, werden die Steuersätze der Luftverkehrsteuer auf das Niveau vor dem 1. Mai 2024 gesenkt. Ob diese Steuersenkung an Kundinnen und Kunden weitergegeben wird, entscheiden die Unternehmen.”
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/senkung-luftverkehrsteuer-2418542 (Si apre in una nuova finestra)Mit der StVG-Novelle vom 01.07.2026 wurde eine gesetzliche Grundlage für die Überwachung des Parkraums durch sogenannte Scancars geschaffen. Scancars sind mit Kameratechnik ausgerüstete Fahrzeuge, die im Auftrag der zuständigen Behörden Kennzeichen und Parkberechtigungen automatisiert erfassen können. Ziel ist eine effizientere Gestaltung der Parkraumüberwachung. Diese Form der Überwachung unterliegt den gleichen datenschutzrechtlichen Vorgaben wie die Videoüberwachung von privaten Parkplätzen. Unter anderem müssen erkennbare Personen und zusätzlich erfasste Kennzeichen unkenntlich gemacht werden.
Short reminder: Bis heute folgenlos ist die Kritik aus Mai 2026:
Bundesrechnungshof wirft Verkehrsminister Schnieder Planlosigkeit bei Mobilitätswende vor.
https://www.deutschlandfunk.de/bundesrechnungshof-wirft-verkehrsminister-schnieder-planlosigkeit-bei-mobilitaetswende-vor-102.html (Si apre in una nuova finestra)Und damit hast du es bis zum Schluss dieser Ausgabe geschafft :)
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DANKE dafür!
Bleib gesund und zuversichtlich!
Deine
Katja