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Streamline Sunday ✍🏼 #2

Heute bin ich über etwas gestolpert als ich in die Suchleiste “Ich mache alles…” eintippte. Die erste Autovervollständigung lautete “falsch”. Das bedeutet, dass die meisten Suchanfragen in diese Richtung gehen. Das Gefühl, alles falsch zu machen. Du weißt wahrscheinlich wie ich, wie vernichtend dieser Gedanke sein kann und wie sehr es uns runterziehen kann. Deswegen möchte ich diesen Streamline Sunday dazu nutzen, einigen Dinge mit dir zu teilen, die mir in solchen Momenten helfen.

Absolutismen

Natürlich wissen wir irgendwo tief in uns, dass wir nicht “alles” falsch machen, aber trotzdem fühlt es sich in dem Moment so an. Mir hilft es, diese Absolutismen zu erkennen und zu hinterfragen. Gelingt mir wirklich “nie” etwas oder sah mein Sauerteigbrot Pinterest-worthy aus? Geht “immer” etwas schief oder liegt es in der Natur der Sache, dass wir nicht jedes Detail vorhersehen, beeinflussen oder planen können? Achte mal darauf, wann du in solchen Situationen in Absoluten Wahrheiten denkst.

Gegenbeweise

Wie oben angedeutet, wirst du schnell zu dem Ergebnis kommen, dass es sich nicht um absolute Wahrheiten handelt, sondern sehen, dass du dich schlicht auf die Dinge konzentrierst (und unbewusst nach Beweisen suchst), die nicht funktionieren. Wie gut, dass wir Mitspracherecht haben und uns aktiv auf die Suche nach Gegenbeweisen machen können. Diese Gegenbeweise relativieren das Gefühl von “ich mache alles falsch”.

Definiere falsch

In einem Buch, das ich sehr mag, sagt ein Taxifahrer “Was ist, wenn sich der Falsche am Ende doch als der Richtige herausstellt?”. Das gilt nicht nur für Typen 😉, sondern auch für alles andere. Denn dieses Gefühl von "falsch” ist am Ende die Abweichung des Ergebnisses von der Erwartung.

Aber vielleicht ist das Ergebnis genau richtig für UNS, auch wenn andere es gern anders hätten. Was, wenn wir bestimmte Ergebnisse nur wollen, nur weil sie von uns erwartet werden und sie nicht zu bekommen, das größte Geschenk ist, weil es nicht das richtige für uns gewesen wäre.

Eine Frage

Wenn die Enttäuschung oder der Frust da sind, ist es schwer darüber hinaus zu sehen. Und es spricht nichts dagegen, diese Gefühle zuzulassen. Doch nachdem sie gefühlt sind und ein gewisser Abstand dazu da ist, stelle ich mir immer die Frage: “Wie kann das FÜR MICH gewesen sein?” Damit lenken wir unseren Verstand nicht auf das, was nicht funktioniert hat, sondern auf das, was wir daraus gelernt haben.

Hast du Lust, dieses Thema in unserem Community Call am 28. Oktober zu vertiefen? Dann werde jetzt Teil des Circles.

Argomento Streamline Sunday ✍🏼

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