
ich weiß gar nicht mehr so genau, wann ich zum ersten Mal gemerkt habe, dass ich NICHT alles haben kann. Es gab jedenfalls keinen großen “Aha”-Moment, glaube ich - sondern eher ein langsames Realisieren. Und meine erste Reaktion darauf war Trotz, wenn ich ganz ehrlich bin - ich war mir sicher, ich kann DOCH alles haben, wenn ich mich nur genug anstrenge, es so richtig doll will und meinen Alltag perfekt plane.
Tja, schade Schokolade - das stimmte leider nicht. Und irgendwann habe ich es auch eingesehen, dass die Geschichte von der allzeit ausgeglichenen, immer fröhlichen erfolgreichen Businessfrau mit vier Kindern, einem perfekten, bis in den letzten Winkel blitzsauberen Zuhause, mindestens vier kreativen Hobbys, einem aktiven Sozialleben und selbstverständlich sportlich bis in die Haarspitzen nicht anderes ist als das: eine Geschichte.
Ein Narrativ, das uns vor allem in den 80er und 90er Jahren erzählt worden ist um deutlich zu machen, dass Berufstätigkeit für Frauen niemals STATT der Care-Arbeit stattfinden kann, sondern gefälligst als “sowohl als auch”. Als ich das einmal gesehen hatte, konnte ich es nicht mehr übersehen. Und es macht mich wütend - auch heute noch.
Aber: Ich wollte nicht in dieser Wut stehen bleiben und mit dem Gefühl von Verzicht durch meinen Alltag gehen - hinnehmen, dass es eben nicht anders geht. Also habe ich auf vielen Waldrunden diesen Satz in meinem Kopf hin- und hergewälzt und schließlich eine Haltung dazu und einen Alltag damit gefunden, der positiv ist - und damit viel besser zu meinem grundoptimistischen Wesen passt.
Diese Gedanken möchte ich heute mit dir teilen - und hoffe, dass einige davon vielleicht auch dein Denken und deinen Blick auf dich selbst etwas verändern.
Inhalt
Die große Lüge vom „Alles haben können“
Umdenken: Mein persönlicher Perspektivwechsel
Pragmatische Strategien, um bewusst weniger zu wollen
Warum der “Alles haben”-Mythos uns ausbremst statt anspornt
Ausblick: …und nun?
Drei kleine Aufgaben für deine nächste Woche

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