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+++ EIL: viele Drogen ungesund +++

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Liebe Leser*innen,

Drogen – sie sind praktische Begleiter im Alltag und zugleich für viele ein Hobby, bei dem sie abschalten können. Wer genehmigt sich nicht gern mal ein Betthupferl nach einem anstrengenden Tag oder freut sich über ein kleines Päckchen unterm Weihnachtsbaum? Doch damit könnte bald Schluss sein! Neueste Studien haben ergeben, dass Drogenkonsum häufig auch Nachteile hat, viele Substanzen erzielen nicht einmal ein »C« auf dem Nutriscore.

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Wegen dieser neuen Erkenntnisse hat sich Donald Trump entschieden, den Drogen etwas entgegenzusetzen. Und weil der TITANIC-Wochenrückblick-Redaktion Ihre Gesundheit am Herzen liegt, liebe Leser*innen, unterstützt sie den US-Präsidenten mit konkreten Ratschlägen:

Markus Söder sitzt an der Reling eines Flussschiffes, über ihm weht die bayerische Flagge. Ein Pfeil zeigt auf das Boot, dazu der Text: "(Haltloser) Verdacht auf Drogenschmuggel: Bombadieren Sie dieses Boot, Mr. Trump!"

Auch die Bundesrepublik braucht jetzt mehr Ressourcen, um den Krieg gegen Drogen erfolgreich zu führen. Verteidigungsminister Pistorius erwägt bereits den Einsatz der Bundeswehr an jeder Raucherecke. Da kommt das neue Wehrdienstgesetz sehr gelegen:

(Si apre in una nuova finestra)

Fragen und Antworten zum neuen Wehrdienstgesetz:


Wann soll der neue Wehrdienst starten?

Im besten Fall ab gestern. Kennen Sie wen, der sofort anfangen würde? Raus mit dem Namen!

Wann beginnt die Musterung?

Hier und jetzt! Hose runter und einmal vornüberbeugen. Spaß! Aber es kann jederzeit losgehen, die Hose brauchen Sie also gar nicht erst wieder anzuziehen. Wieder Spaß! Hoch mit Ihrer Hose, das will doch keiner sehen.

Was bedeutet Musterung?

Hier wird geprüft, welche Verwendungen im Dienst möglich sind. Das wird mit einer Reihe von Tests festgestellt. Hauptsächlich Urintests. Aber auch psychologische Untersuchungen und Fragen: »Sind Sie schon so am Ende, dass Sie jeden Job annehmen würden? Haben Sie nicht auch irgendwie Angst vorm Russen?« So ein Zeug halt, was soll die dumme Frage, sind wir hier bei einem Verhör?

Ist der Wehrdienst wirklich freiwillig?

Ja! Außer jemand will nicht.

Wie ist der Wehrdienst bezahlt?

2600 Ocken brutto im Monat. Außerdem legen wir noch einen Führerschein obendrauf! Den kann man ja anders gar nicht mehr bezahlen. Und eine dieser Wohnungen, die ihr jungen Leute so liebt. Und wenn man es clever anstellt, bekommt man auch noch kostenlose Munition.

Warum die Jahre ab Geburtsjahr 2008?

Ich meine, schauen Sie sich die Buben doch mal an. Den ganzen Tag nur am Handy. Porno, Monster Energy und Clash of Clans. Bei den Älteren besteht ja immerhin noch die Chance auf ein »würdevolles« Leben als Regaleinräumer im Einzelhandel. Jemanden, der in so einem Luxus lebt, bekommen wir nicht mehr an die Front.

Wie geht es weiter?

Das wüssten wir alle gerne. Moment, haben Sie eine Idee? Raus damit!

Falls sich nicht genug junge Männer finden, die bereit sind, zu dienen, möchte das Verteidigungsministerium einen sogenannten obligatorischen Freiwilligendienst einführen. Dieses Konzept überzeugt allerdings nur Pistorius, alle anderen Mitglieder des Bundeskabinetts haben sich für ihre Bereiche eine andere Strategie überlegt, die freiwillige Selbstverpflichtung:

Lyrik-Minister Wolfram Weimer verkündet, dass Streamingriesen bald 1,83 Milliarden Euro in den Filmstandort Deutschland investieren werden. Nicht per Gesetz, sondern per freiwilliger Selbstverpflichtung. Das sagen die anderen Minister*innen:

  • Katharina Reiche ist sich sicher, dass die Autoindustrie am besten einschätzen kann, wann es Zeit für ein Verbrenner-Aus ist

  • Stefanie Hubig will in Zukunft darauf vertrauen, dass Milka schon weiß, wie viel Gramm Schokolade gut für die Kunden ist

  • Alexander Dobrindt glaubt fest daran, dass seine Polizistinnen und Polizisten auf dem Schirm haben, welche Leute sie anzünden dürfen

  • Verena Hubertz zählt darauf, dass Vonovia und die Deutsche Wohnen bald auch ohne Mietendeckel zur Besinnung kommen werden

  • Carsten Schneider weiß im Grunde seines Herzens, dass die Ölmultis uns beim Klimawandel nicht hängen lassen werden

  • Karsten Wildberger ist gerade damit beschäftigt, Milliarden in KI-Start-ups zu stecken, und hat von der ganzen Diskussion noch nichts mitbekommen, ist aber fest davon überzeugt, dass bei Frank Thelen unsere Steuergelder in guten Händen sind

Während die Bundesregierung bereit ist, auch mal an das Gute im Unternehmen zu glauben, boxt die UN mal wieder mit der geballten Härte des Gesetzes alles durch, was ihr so passt:

Gezeichneter Cartoon: Zu sehen sind zwei Hälften eines Dominosteins, die obere schwebt über der unteren. Die einzelnen Teile sind beschriftet, die obere Hälfte mit "Marzipanschicht", die Leerstelle zwischen den Hälften mit "Magnetfeld", die untere Hälfte mit "Kuchenschicht". Dazu der Text: "Durch eine bindende UN-Resolution tritt ab sofort ein weltweites Verbot von Dominostein-Glibber in Kraft. Die fehlende Schicht wird bis auf Weiteres durch ein Magnetfeld ersetzt."

Dieses Jahr bringen die Süßwarenhersteller zudem Matcha-Lebkuchen und Schokonikoläuse mit Ketaminfüllung auf den Markt, um junge Leute für ihre Produkte zu begeistern (und weil sie noch nicht von der neuen Drogenstudie erfahren haben). Kulinarikkolumnist Torsten Gaitzsch kann von weiteren Ernährungstrends berichten:

Torsten Gaitzsch trinkt eine Tasse Kaffee und schaut in die Kamera

Heute: Smasherling und Burgerglocke

»So zerpflückt der geständige Kindesentführer die Verteidigungsstrategie von Christina Block«, titelt die Online-Welt, und ich denke: »Er macht sozusagen Pulled Beef aus ihr, haha.«

Kaum ein Foodtrend hält sich so beharrlich wie das Zerrupfen von Fleisch, Fisch und nicht zuletzt vegetarischen Ersatzprodukten (Pulled Tofu). Sogar »Pulled Oxtail« las ich neulich irgendwo, wobei es sich da um ein Kinderpartyspiel gehandelt haben mag – nach »Steck dem Esel den Schwanz an« jetzt eben »Zieh dem Ochsen am Schwanz«. Beliebt bei Zahnärzten: Pulled Teeth.

Neben dem Pullen erfreut sich seit einiger Zeit auch das Smashen großer Beliebtheit. So richtig habe ich noch nicht verstanden, was, abgesehen von der Fertigungsweise, das Besondere an einem Smashed Burger sein soll. Einen klassischen Patty bzw. die gute alte Bulette knetet man mit der Hand, während die Smash-Variante gepresst wird und somit ein wenig dünner gerät. Geschmacklich, wette ich, ergibt sich nicht der geringste Unterschied. Aber der geneigte Barbecue-Bro kann sich halt gleich noch eine Stufe geiler fühlen. Je zubehörintensiver ein Hobby, desto professioneller und beeindruckender wirkt es. Denn selbstverständlich zermatscht man die Hackfleischfladen nicht mit der geballten Faust, sondern mit einer Burgerpresse. Edelstahl-Burgerpressen sind – auf die Regeln des Marktes ist eben Verlass – inzwischen sehr günstig zu haben. Doch auf den Kapitalismus ist gleich doppelt Verlass, und so braucht der Grillmeister von heute neben der Presse zusätzlich eine Grillspachtel, einen Pfannenwender und eine Burgerglocke (?), alles zusammen in einem »Smasher Set« zu haben für 40 Euro, in ein paar Jahren dann für einen Zehner auf dem Flohmarkt.

Abschließende Fragen:

1. Wie gut eignen sich diese japanischen Holzstößel, mit denen traditionell Reis zu Mochi gehämmert wird, zum Burgersmashen?

2. Wurde eine Burgerpresse schon einmal als Mordwaffe verwendet?

3. Gibt es ein Burgerrestaurant, das »Hulk Smash!« heißt?

4. Versteht sich die Welt eigentlich als Bürgerpresse?

Verabschiedet sich und wünscht ein gut informiertes Wochenende:

Ihre TITANIC-Redaktion

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