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Drei Gedanken zum Play-off-Tag (20.4.26)

von Christoph Fetzer und Bernd Schwickerath

Zu jedem Play-off-Tag in der DEL gibt es von uns drei kurze Gedanken.

Das Ergebnis von Montag, 20. April:
DEL-Viertelfinale:
Kölner Haie - Eisbären Berlin 1:4 (Serie: 2:4)

Gewohntes Bild: jubelnde Berliner in den Play-offs der DEL. Foto: City Press

1. Der Meister schon fast wieder meisterhaft

Bereits nach dem Finale der vergangenen Saison waren wir uns alle einig: Die Meisterschaft geht auch 2026 wieder nur über die Berliner. Natürlich hatten sich Mannheim, München und Köln gut verstärkt, zudem würde es ja bestimmt wieder ein Überraschungsteam geben. Aber an den Berlinern führt dennoch kein Weg vorbei. Da müssten schon diverse Leistungsträger über Wochen und Monate ausfallen. Der Torwart etwa, oder der Abwehrchef, der Topstürmer und diverse andere. Zudem bräuchte es mal eine richtige Niederlagenserie, die den Eisbären die Selbstverständlichkeit raubt, während andere Teams überraschend gut sind. Im „besten“ Fall bräuchte es auch noch schlechte Olympische Spiele der Berliner Topleute.

Und was passierte dann? Der Torwart verletzte sich, der Abwehrchef ebenfalls, der Topstürmer, diverse andere. Zudem gab es immer neue Niederlagen, das Selbstverständnis war weg, es schien nicht mal für Platz sechs zu reichen. Und über die Leistungen bei Olympia brauchen wir gar nicht reden. Also ist ihre Dominanz jetzt wirklich mal vorbei? Träumt weiter. Die Berliner stehen trotzdem wieder im Finale.

Ist das ein Mentalitätsding? Können sie unter Serge Aubin einfach keine Play-off-Serien verlieren? Es scheint so. Wie sich die Eisbären erst gegen den Tabellendritten aus Straubing und dann gegen die Rekord-Haie durchsetzten, hat nichts mehr mit einer verletzungsgeplagten Mannschaft zu tun, deren Selbstvertrauen zwischendurch weg war. Die Berliner sehen wieder aus wie zu besten Tagen der Vorsaison. Zwölf Play-off-Spiele, acht Siege – vor allem die letzten beiden gegen Köln bewiesen wieder, dass die Eisbären ein richtiges Play-off-Team sind. In denen kassierten sie nur drei Tore, ließen gerade mal 18 Schüsse aus dem Slot zu. Gestern waren es sogar nur acht, obwohl sie immer wieder in Unterzahl waren, im ersten Drittel auch mal mit zwei Mann weniger.

Wie die Eisbären den Umschwung geschafft haben? Auch da müssen wir kurz auf Olympia gucken. Nicht direkt auf die Spiele in Mailand, sondern auf die Pause in der DEL. Die kam für die Berliner zur genau richtigen Zeit. Sie konnten sich körperlich erholen und mental alles auf Null stellen. Ein richtiger Neustart war das – was die Ergebnisse zeigen. Bis zur Olympiapause standen sie auf Rang sieben, hatten nur 17 glatte Siege nach 44 Spielen eingefahren, genauso viele wie Nürnberg und sogar einen weniger als Wolfsburg. Doch danach waren die Eisbären ein anderes Team. Zwar verloren sie gleich das erste Spiel nach Olympia, aber danach starteten sie so richtig durch, haben seitdem in Hauptrunde und Play-offs 14 von 19 Spielen gewonnen – und das fast ausschließlich gegen Topteams. Natürlich ist es das nur Spekulation, aber hätte es die Olympiapause nicht gegeben, die Berliner würden nun vielleicht nicht im Finale stehen. Aber sie tun es. Also haben wir alle recht gehabt: Die Meisterschaft geht auch 2026 nur über die Eisbären.

2. Stettmer kann es auch als Nummer eins

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