
Liebe CarlL-Community,
viel geboten war und ist über das verlängerte Wochenende. Die Kirche feierte am Donnerstag das Hochfest der Himmelfahrt Christi, ganz weltlicher Natur ist derweil der Vatertag (als Gegenstück zum Muttertag), der in der Regel mit Männerausflügen und zünftigen Zeltfesten bei Bier und Blasmusik seinen Ausdruck findet. In und um Laupheim gab’s aber auch zwei sportliche Großereignisse, denen sich CarlL heute widmet: Am Mittwochabend starteten weit mehr als 1000 Laufbegeisterte beim 5. Firmenlauf Oberschwaben in Burgrieden, tags darauf kämpften die Laupheimer Handballer bei der “Relegation daheim” um den Aufstieg in die Oberliga. Vergeblich zwar, aber es war trotzdem ein starker Abschluss einer starken Saison.
Außerdem gibt’s heute die versprochenen Infos aus dem Bauausschuss des Gemeinderats, deren Kernbotschaft lautet: Laupheim wächst.
Herzliche Grüße,
euer Reiner Schick
+++ Themen des Tages
HRW-Träume platzen trotz Heimvorteil
Am Ende hat es nicht gereicht. Bei weitem nicht. Mit drei mehr oder weniger klaren Niederlagen mussten die Handballer von Rot-Weiß Laupheim bei der “Relegation daheim” ihre Hoffnungen auf den Durchmarsch in die Oberliga begraben. Dennoch hatte das Vatertags-Event in und vor der Rottumhalle auch viele gute Seiten.
Laupheim im Handball-Fieber: Anders ließ es sich kaum erklären, dass zur ungewohnt frühen Zeit um 11 Uhr schon so viele Fans den Weg in die Rottumhalle fanden. Vielleicht lag’s auch am eher bescheidenen Wetter, dass mancher seine geplante Vatertagstour absagte und lieber den HRW unterstützte. Auf jeden Fall lag’s auch an den schon am Vortag und gleich mit zwei Bussen angereisten Gästen aus Fellbach-Oeffingen, dass prächtige Stimmung auf den fast voll besetzten Rängen herrschte. Der komplette “Südblock” der Tribüne wurde zur Festung der TVÖ-Fans, während die HRW-Anhänger wie immer den “Nordblock” einnahmen. Nicht nur optisch - beide Vereine haben die Farben Rot und Weiß -, auch akustisch war das Duell auf den Rängen ausgeglichen - was man vom sportlichen Kräftemessen auf dem Feld nicht sagen konnte.
Ein klassischer Fehlstart
Kaum war das Relegationsturnier eröffnet, da lagen die Gastgeber schon mit 0:4 zurück. Während jeder Oeffinger Wurf saß, scheiterten die Laupheimer mehrfach am starken TVÖ-Torhüter. Ein Vier-Tore-Rückstand bei einer verkürzten Spielzeit von 2 × 20 Minuten ist eine herbe Hypothek. So sah es hinterher auch HRW-Trainer Tobias Meiners: “Wenn du so in ein Turnier startest, drückt das erstmal auf den Glauben an die eigene Stärke.” Die Hausherren schienen sich zwar nochmals aufzurappeln und kamen auf drei Tore heran (3:6), doch spätestens nach einer roten Karte für Tarik Nokic beim Stand von 5:11 schwammen den Laupheimern gegen das allerdings starke Fellbacher Vorort-Team alle Felle den Bach hinunter. Auch die Halbzeitpause (6:14) brachte keine neue Energie. Im Gegenteil. Am Ende wurde es - so hart der Begriff klingen mag - ein 11:27-Debakel.
Genauso deutlich unterlag danach die SG Ohlsbach/Elgersweier (Offenburg) dem TSV Rot-Malsch aus dem Raum Heidelberg (12:28), so dass die folgende Partie der Laupheimer gegen Rot-Malsch schon vorentscheidenden Charakter für die HRW-Aufstiegsträume hatte. Und aus diesen erwachten die Rot-Weißen mit einer 18:21-Niederlage, die durchaus vermeidbar war. Zwar erwischte man auch diesmal einen Fehlstart (1:5), kämpfte sich dann aber mit einer deutlichen Leistungssteigerung zurück und erspielte sich einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Vorsprung (9:7), der bis zur Halbzeit noch auf einen Treffer schmolz (11:10), wobei Tarik Nokic Sekunden vor der Pause seine zweite rote Karte des Tages sah.
Erneut “Rot”, erneuter Fehlstart
Der Nordblock bebte angesichts der Führung, doch nach dem Seitenwechsel verschliefen die Gastgeber zum vierten Mal an diesem Tag den Start in eine Halbzeit und gerieten mit vier Gegentreffern in Folge (11:14) auf die Verliererstraße. Immerhin blieb man bis zum 16:17 dran, doch den Schlussspurt dominierten die Gäste - 18:21 lautete der aus HRW-Sicht ernüchternde Endstand. Weil sich danach Oeffingen gegen Ohlsbach/Elgersweier durchsetzte, war die Frage nach den beiden Aufstiegsplätzen frühzeitig entschieden: Oeffingen und Rot-Malsch lagen mit jeweils 4:0 Punkten uneinholbar vor den beiden punktlosen Kontrahenten aus Laupheim und Ohlsbach/Elgersweier. In den sportlich bedeutungslosen restlichen Partien sicherte sich Rot-Malsch mit einem Sieg über Oeffingen Platz eins, und Laupheims Hoffnungen auf einen versöhnlichen Abschluss machte die SG Ohlsbach/Elgersweier mit einem klaren 30:21-Sieg zunichte.
“Ihr könnt stolz sein auf das, was ihr in dieser Saison geleistet habt.”
HRW-Trainer Tobias Meiners zu seiner Mannschaft
Aber was heißt schon “versöhnlich”? “Man darf nicht vergessen, woher wir kommen”, sagte Tobias Meiners nach Turnierschluss im Gespräch mit CarlL und meinte damit die Entwicklung der vergangenen Jahre: “In meinem ersten Jahr als Trainer haben wir am letzten Spieltag mit dem letzten Tor den Abstieg aus der Landesliga verhindert, im Jahr darauf haben wir am letzten Spieltag mit dem letzten Tor den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft. Und jetzt hatten wir die Chance auf den Aufstieg in die Oberliga - das ist Wahnsinn.” Diesen Wahnsinn im positiven Sinn perfekt zu machen, habe man genau genommen nicht in der Relegation verpasst, sondern elf Tage zuvor in Herbrechtingen, als man nach einer herausragenden Saison die Meisterschaft doch noch aus der Hand gegeben hat . “Da war die Aufstiegschance größer als heute. Diese Niederlage haben wir bis in die Relegation mit uns herumgetragen”, sagte Meiners. Dennoch habe er seiner Mannschaft nach dem zweiten Relegationsspiel gesagt: “Ihr könnt stolz sein auf das, was ihr in dieser Saison geleistet habt.”
Trainer freut sich auf schöpferische Pause
Der scheidende Coach verhehlte nicht, dass er sich gerne mit dem Durchmarsch in die Oberliga verabschiedet hätte, dennoch freut er sich nun auf eine schöpferische Pause: “Die Aufgabe des Cheftrainers hier ist so leistungsorientiert, dass man stets mit voller Energie dabeisein muss.” Das sei ihm aus familiären und beruflichen Gründen aber nicht mehr möglich. Zum Glück habe er von seinem Assistenten und künftigen Chefcoach Stefan Beljic “wahnsinnig viel Unterstützung” bekommen. “Aber jetzt brauche ich eine Pause.”
“Die Enttäuschung ist natürlich groß - aber vielleicht auch größer, als sie sein sollte.” HRW-Spieler Luca Geiß
Die Sommerpause haben jetzt sicher die Spieler bitter nötig, die auch lange nach Turnierschluss noch betröppelt durch die Halle schlichen. “Die Enttäuschung ist natürlich groß - aber vielleicht auch größer, als sie sein sollte”, sagte indes Luca Geiß und sprach damit wohl vielen aus der Seele. “Wir müssen ein paar Nächte drüber schlafen, um zu begreifen: Dass wir Vizemeister werden, hätte vor der Saison doch niemand gedacht.” Die Chance auf den großen Coup verpasst habe man nicht nur im letzten Ligaspiel in Herbrechtingen, sondern nach dem Sieg über Titelkonkurrent Bartenbach bei der folgenden Derby-Niederlage in Gerhausen. Und spätestens in der Relegation habe man gemerkt: “Die anderen können auch Handball spielen.” Die Schlappe gegen Oeffingen hätte eigentlich ein Weckruf sein sollen, fügte Geiß an. “Aber leider war das Gegenteil der Fall.”
Stührmann verliert Ziel nicht aus den Augen
Ähnlich beurteilte der HRW-Vorsitzende Helge Stührmann den sportlich unerfreulichen Saisonabschluss: “In Herbrechtingen war die Aufstiegschance größer als heute.” Stimmen, wonach es angesichts des Leistungsunterschieds in der Relegation vielleicht besser ist, nächste Saison nicht eine Klasse höher zu spielen, widersprach Stührmann jedoch: “Ich finde, eine Aufstiegschance sollte man immer versuchen zu nutzen. Wir hätten nächste Saison mit Spielen gegen Söflingen, Blaustein, Langenau und Wangen vier tolle Derbys gehabt.” Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben, denkt sich der Vorsitzende mit Blick auf das besondere Laupheimer Handballjubiläum im kommenden Jahr: “Mein Ziel war, zum 100-Jährigen in der Oberliga zu spielen. Das können wir immer noch schaffen, wenn wir nächste Saison aufsteigen.”
Viel Lob für die Organisation
Als Trost blieb an Vatertag, dass es viel Lob von den Fans und Gastmannschaften für die Ausrichtung des Relegationsturnieres gab. Und das bezog sich nicht nur auf den “Festplatz” vor der Halle mit Getränke- und Essensständen, die der HRW binnen weniger Tage organisiert hatte. “Wir sind hier super empfangen worden”, sagte etwa Manuel Schnurr, Torwarttrainer der SG Ohlsbach/Elgersweier. Die Mannschaft mit der weitesten Anreise kam nämlich nach vierstündiger Fahrt wegen diverser Umleitungen inklusive unfreiwilliger Laupheimer “Stadtbesichtigung” - der Busfahrer hatte sich etwas verfahren - erst rund 20 Minuten vor Beginn des Spiels gegen Rot-Malsch an der Rottumhalle an. “Dort stand dann gleich jemand von den Veranstaltern und hat uns den Weg zu den Umkleidekabinen gezeigt.” Und beim Vatertags-Abschlussgetränk vor der abendlichen Rückfahrt Richtung Offenburg fügten Schnurr und einige Spieler an: “Das Bier ist auch ziemlich gut hier.”

Dank an die Stadt
Das Lob nahmen die HRW-Verantwortlichen stolz zur Kenntnis und gaben es auch gleich weiter. “Unser Dank gilt der Stadtverwaltung, die es so kurzfristig möglich gemacht haben, dass wir das Relegationsturnier ausrichten konnten”, sagte Christian Stolz vom Organisationsteam. Gefreut hat er sich auch darüber, dass Oberbürgermeister Ingo Bergmann einen Großteil des Vatertags mit seinen Kindern in der Rottumhalle verbracht hat: “Das ist nicht selbstverständlich.” (Text: Reiner Schick)
Alle Ergebnisse der Aufstiegsrunde gibt es hier (Abre numa nova janela)
Firmenlauf: ein flotter Lehrer und mehr als nur rüstige Rentner

1203 Läuferinnen und Läufer bedeuteten neue Rekordbeteiligung beim Firmenlauf. Foto: Schick
Rekordbeteiligung, optimales Wetter, tolle Stimmung: Auch der 5. Firmenlauf Oberschwaben am Mittwochabend in Burgrieden wurde zu einer rundum gelungenen Veranstaltungen. Alex Schwarz und Thorsten Schmid, die mit ihrer ALTHO GbR den Lauf veranstalten, freuten sich über 1203 Läuferinnen und Läufer, die es ins Ziel beim Riffelhof schafften - so viele wie noch nie.
Geiler Lauf, super Stimmung. Was will man mehr?
Sieger Boris Hucker

Als Erster erreichte dies Boris Hucker (Jahrgang 1985) vom Team der Friedrich-Adler-Realschule Laupheim. Er benötigte für die 5,6 Kilometer lange, durchaus etwas hügelige Strecke von Burgrieden über Hochstetten und Bühl zurück nach Burgrieden gerade mal 19 Minuten und neun Sekunden. “Geiler Lauf, super Stimmung von Anfang an. Was will man mehr?”, sagte er gleich nach dem Überqueren der Ziellinie ins Mikrofon des Moderators Harry Kist und verriet auch gleich sein “Erfolgsgeheimnis”: sechsmal in der Woche ist der groß gewachsene, drahtige Realschullehrer auf der Trainingsstrecke.

Nur knapp hinter ihm kam Christoph Wetzel (BSG Böhringer Ingelheim/Jahrgang 1987) nach 19:17 Minuten ins Ziel. Ebenfalls unter 20 Minuten blieben Fabio Rossi (19:36/ZfP Südwürttemberg/Jahrgang 1996) und Michael Fleischer (19:43/schultech GmbH/1984) ins Ziel. Völlig ausgepumpt überquerte Julia Hildenberg (Jahrgang 1982/Makas Hair&More wir lieben Haare) als beste Frau mit einer starken Zeit von 21:26 Minuten die Ziellinie. Zweite der Frauenwertung wurde Melanie Maier (21:51/BSG Böhringer Ingelheim/1995) vor Anna Sieg (22:49/Corporate Fashion GmbH/1997).

Fast 90 und kein bisschen müde
Größten Respekt verdienen die Leistungen einiger Seniorinnen und Senioren. Eugen Fakler, Jahrgang 1945, erreichte nach einer Laufzeit von 41 Minuten und 40 Sekunden das Ziel, Willi Stehle, ebenfalls Jahrgang 1945, benötigte 43 Minuten und 22 Sekunden, und der fast 90-jährige (!) Willi Maier (Jahrgang 1937) war mit 48 Minuten und 47 Sekunden auch längst noch nicht der Langsamste im Feld! Das gilt auch für die älteste Seniorin am Start, Luise Kley (Jahrgang 1953/58:21 Min.), und erst recht für Charly Schumacher: Er steuert als Jahrgang 1948 - mit Verlaub - auf die 80 Jahre zu und raste die gut fünfeinhalb Kilometer in gerade mal einer halben Stunde (30:10) entlang!
Mann, ganz viel Uhlmann!
“Dabei sein ist alles”, hieß es aus vielen Mündern im Ziel, und dieser olympische Gedanke sowie der Teamspirit des Firmenlaufs spiegelt sich auch in der Ergebnisliste wieder: Das größte Team brachte die Firma Uhlmann mit 143 Läuferinnen und Läufern auf die Beine, gefolgt von der Firma Max Weishaupt (92) und der Firma Rentschler Biopharma (57). Letztere sicherte sich auch den Titel des schnellsten Sechser-Mixed-Teams (drei Frauen, drei Männer) mit einer Gesamtzeit von 2 Stunden, 18 Minuten und 50 Sekunden. (Text: Reiner Schick)
Alle Ergebnisse und weitere Infos gibt es auf der Website des Firmenlaufs Oberschwaben hier (Abre numa nova janela) oder auf “my race result” hier (Abre numa nova janela).
+++ Aus dem Bauausschuss des Gemeinderats

Wohnungen statt Werkzeuge
Die alte Werkzeugfabrik auf der Insel entlang des Parkwegs hat längst ausgedient. Der Eigentümer der 2,4 Hektar großen Fläche, Steffen Ripple, möchte dort schon seit einigen Jahren ein neues Wohnquartier mit rund 200 Einheiten für bis zu 400 Personen errichten. Er stieß dabei aber auf mehr Hindernisse, als ihm lieb gewesen ist. Nachdem das Millionenprojekt mehrfach den Gestaltungsbeirat durchlaufen hat, vom Investor ein Architektenwettbewerb gestartet wurde und mittlerweile ein städtebaulicher Vertrag zwischen Investor und Stadt geschlossen wurde, steht nun die Aufstellung eine Bebauungsplans an. Einen ersten Schritt hat der Gemeinderat bereits im vergangenen Herbst mit dem Aufstellungsbeschluss getan, jetzt stimmte der Bauausschuss einstimmig dem nächsten Schritt zu: Der Entwurf des Bebauungsplans wird veröffentlicht, um Stellungnahmen der Öffentlichkeit zu ermöglichen beziehungsweise der Behörden einzuholen. Der Entwurf stieß auf positive Resonanz im Ausschuss. Vorgesehen sind Mehrfamilienhäuser mit bis zu fünf Stockwerken Höhe, einer bis eineinhalb Stellplätze pro Wohneinheit sowie Zufahrtswege von der Insel (Nordseite) und der Lenzhalde (Südseite); ob eine komplette Durchquerung ermöglicht wird, steht noch nicht fest. Ebenso unklar ist noch, ob der aktuelle Fußgängersteg über die Rottum von der Insel zum Parkweg bestehen bleibt oder an neuen Standort Richtung Parkbad versetzt wird.
Moritz-Henle-Geburtshaus wird ersetzt
Ein Investor möchte in der Rabenstraße 12 an der Einmündung der Moritz-Henle-Straße (gegenüber Laupheimer Hof) das bestehende Wohn- und Geschäftshaus abreißen und durch ein neues, dreigeschossiges Gebäude ersetzen. Geplant sind drei Büros, acht Wohnungen und eine Tiefgarage mit neun Stellplätzen, hinzu kommen drei ebenerdige Parkplätze. Damit sind die Stellplatz-Vorgaben erfüllt, auch in der Kubatur füge sich das Vorhaben in die Umgebung ein. Dabei sei der Bauherr einigen Wünschen des Gestaltungsbeirats entgegengekommen. Im Bauausschuss, der die Pläne lediglich zur Kenntnis vorgelegt bekam, gab es weitgehend Zustimmung für die Pläne. Christian Biffar (CDU) sprach von einer “spannenden Ecke” und lobte die “planerische Leistung”. Gar als einen “Schandfleck”, der beseitigt werde, bezeichnete Peter Hertenberger (Freie Wähler) das aktuelle Gebäude. Weil es sich dabei um das Geburtshaus des Kantors und Komponisten Moritz Henle handelt, bedauerte Martina Miller (SPD) den Verlust eines Stücks “Alt-Laupheim”. Sie zeigte sich aber froh, dass der Bauherr auf Anregung der SPD-Fraktion die Erinnerungsplakette an Henle auch am Neubau anbringen wolle. Mit dem Neubau würde die Engstelle für Fußgänger an dieser Ecke etwas entschärft, teilte die Erste Bürgermeisterin Eva-Britta Wind mit. Sven Rust (Freie Liste) bedauerte, dass keine gemeinsame Tiefgarage mit dem aktuell bereits im Bau befindlichen Nachbargebäude geschaffen wird. Man habe sich um eine Einigung zwischen den Bauherren bemüht, teilte Wind mit, die Gespräche seien aber erfolglos geblieben.
Neues Gewerbegebiet im Vorholz
Im Vorholz soll ein neues Gewerbegebiet “Vorholz West Teil V” entstehen. Die Fläche ist rund 3,7 Hektar groß und erstreckt sich grob zwischen Globus-Baumarkt und der Landstraße Laupheim-Rißtissen auf Höhe der Dürnach-Überführung. Den Entwurf für den notwendigen Bebauungsplan stellte die Verwaltung den Bauusschuss vor, der sich einstimmig für die öffentliche Auslegung und Anhörung der Behörden aussprach.
Landwirt plant PV-Anlage
Die Stadtverwaltung hat den Bauausschuss darüber informiert, dass ein Landwirt in Baustetten auf seinem Grundstück am Schemmerberger Weg eine Agri-PV-Anlage errichten möchte. Dabei handelt es sich um eine Anlage, die sowohl Stromproduktion als auch eine Bewirtschaftung der Grünfläche zwischen den Reihen der PV-Anlage mit Pflanzkulturen ermöglicht. Da die Grundfläche der Solaranlage unter 2,5 Hektar liegt, ist kein Bebauungsplan notwendig, weshalb die Bauverwaltung das Vorhaben befürwortet. Auch aus dem Bauausschuss gab es keine Bedenken. (Texte: Reiner Schick)
+++ Nachrichten aus Laupheim
Freibad-Saison ist eröffnet
Das Wetter ist zwar noch alles andere als einladend, dennoch ist im Laupheimer Parkbad seit Mittwoch die Freibad-Saison eröffnet. Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage von CarlL mitteilt, gibt es keine wesentlichen Änderungen gegenüber der Vorsaison. Es seien einige tolle Aktionen im Laufe der Saison geplant, schreibt die Pressestelle, näheres könne aber noch nicht verraten werden. Die Eintrittspreise liegen bei 4 Euro für Erwachsene (ermäßigt 3 Euro), und 10 Euro für Familien. Saisonkarten kosten für Erwachsene 63 Euro (ermäßigt 35 Euro), für Familien 100 Euro und für Alleinerziehende 70 Euro (jeweils zuzüglich 10 Euro Pfand). Die Öffnungszeiten sind täglich von 9 bis 20 Uhr, dienstags und donnerstags ist zusätzlich von 7 bis 8 Uhr für Frühschwimmer geöffnet. Das Hallenbad hat ab sofort bis 21. September 2026 für die Öffentlichkeit geschlossen, im neuen Anbau findet noch Schul- und Vereinsbetrieb bis 29. Juli statt.
Interkultureller Kochabend: Balkan-Küche trifft Herz
Die „Über den Tellerrand“-Community lädt in Kooperation mit der Stadtverwaltung Laupheim zum nächsten Interkulturellen Kochabend ein. Am Freitag, 22. Mai, ab 18 Uhr öffnet das Begegnungscafé seine Türen zu einer kulinarischen Reise in die Balkan-Küche. Wie bei allen Interkulturellen Kochabenden steht auch diesmal nicht nur das gemeinsame Kochen und Genießen im Mittelpunkt, sondern vor allem der Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. In entspannter Atmosphäre bietet der Abend Gelegenheit, Rezepte aus erster Hand kennenzulernen, die Geschichten dahinter zu hören und neue kulinarische Eindrücke zu sammeln. Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Anmeldung bis spätestens Donnerstag, 20. Mai, 18 Uhr per E-Mail an laupheim@ueberdentellerrand.org (Abre numa nova janela) erforderlich. Die Zu- oder Absage wird am selben Tag verschickt. Bitte Essensbehälter und Schürzen mitbringen. (Text: Pressemitteilung Stadt Laupheim)
CLG lädt zum Frühjahrskonzert
Das Frühjahrskonzert des CLG findet am Donnerstag, 21. Mai, um 18 Uhr im Atrium der Schule statt. Die Musikensembles des Gymnasiums präsentieren ein abwechslungsreiches Programm mit schwungvollen Rhythmen und Melodien, kündigt das CLG an. Mit dabei sind die Bläserklassen 5 und 6, das Unterstufenensemble Musikaos, die Chöre und die Big Band. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten der Musik-AGs sind willkommen.
+++ VeranstaltungsCARLLender
Was läuft in nächster Zeit?
16.05.
9 Uhr, Tischtennis-Stadtmeisterschaften, Rottumhalle.
15.30 Uhr, Olympia-Stadion, Heimspiel des FV Olympia gegen den SV Reinstetten mit Vorstellung des neuen, besonderen Laupheimer Trikots in der Halbzeitpause.
21 Uhr, Frühlingsfest Oberholzheim: Feststadelmusikanten.
17.05.
9 Uhr, Tischtennis-Stadtmeisterschaften, Rottumhalle.
10 Uhr, Logistikzentrum Firma Rayher, 1. Jugendkart-Slalom (Landesmeisterschaft) des SV Sulmetingen.
13 Uhr, „Internationaler Museumstag“, mit Führungen durch die Dauerausstellung „Jüdische Beziehungsgeschichten“, durchs Schloss (14 Uhr), über den Judenberg mit Friedhof und Bronner’s Haus (15 Uhr) und durch die Sonderausstellung “Laupheim im Herzten - das Fotoarchiv von Theo Miller”. Eintritt und Führungen kostenlos.
11 Uhr, Frühlingsfest Oberholzheim, Frühschoppen. und Mittagessen. mit Blasmusik.
19.05.
14 Uhr, Museum, kurz und gut: ein erster Blick ins Museum.
20.05.
17 Uhr, Schlosspark Pumphäuschen bei der Volksbank, Hermann-Hesse-Reflexionsweg: ein literarischer Spaziergang. Infos und Tickets hier (Abre numa nova janela).
21.05.
18 Uhr, Atrium des Carl-Laemmle-Gymnasiums, Frühjahrskonzert der CLG-Musikensembles, Eintritt frei, Spenden willkommen.
19 Uhr, Laemmle-Kino, VHS-Filmreihe “Der schwäbische Film”: “Tschappel” (Folge 1 bis 4), mehr Infos hier (Abre numa nova janela).
22.05.
18 Uhr, Begegnungscafé Mittelstraße 49, Interkultureller Kochabend der Community “Über den Tellerrand”: Balkanküche. Anmeldung bis Donnerstag, 20. Mai, 18 Uhr per E-Mail an laupheim@ueberdentellerrand.org (Abre numa nova janela).
23.05.
20 Uhr, Kulturhaus, Comedy: Michl Müller, Limbo of Life. Tickets und Infos hier (Abre numa nova janela).
Eure öffentliche Veranstaltung fehlt?
Das Projekt CarlL ist erst am Anfang, das gilt auch für den VeranstaltungsCARLLender. Veranstaltungstipps werden gerne angenommen per Mail an reiner@carll.de (Abre numa nova janela)
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Zur Person:
Ich bin Reiner Schick, 60 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Söhne (9 und 14 Jahre). Ich stamme aus Bronnen, wohne aber seit 20 Jahren in Laupheim. Die meisten von euch werden mich als langjährigen Redakteur der Schwäbischen Zeitung kennen, für die ich mehr als 30 Jahre lang tätig war - zunächst 18 Jahre in Biberach im Lokalsport, dann zehn Jahre in Laupheim und zuletzt sechs Jahre in Ehingen, jeweils als Redakteur für Lokales. Zum 1. Mai 2025 habe ich die SZ verlassen - um etwas Neues zu wagen: Das in Laupheim bislang einmalige Projekt CarlL.
Warum CarlL?
Die Antwort ist naheliegend: Der Titel ist eine Hommage an die wohl berühmteste Laupheimer Persönlichkeit, Carl Laemmle. Auch er hat mit der Gründung einer Filmstadt in den USA einst etwas Neues gewagt - und was daraus geworden ist, weiß jeder. Warum also nicht jemanden, der vor gut 100 Jahren Hollywood den Weg geebnet hat, zum Vorbild für ein Medienprojekt nehmen? Das zweite, große L in CarlL steht für Laemmle, Laupheim, Lokaljournalismus - sucht’s euch aus.