Am 19. November 2006 wird ein Platoon junger Navy Seals in den Irak entsandt, um das zweistöckige Haus einer einheimischen Familie strategisch zu besetzen und das umliegende Gebiet zu sichern. Doch als eine bewaffnete Gruppe Islamisten auftaucht und eine Bombe vor dem Haus zündet, werden zwei amerikanische Soldaten schwer verletzt. Nun ist das Platoon in dem Gebäude eingeschlossen und die jungen Männer müssen ums Überleben kämpfen.
Nach Civil War (2024) bescherte uns Alex Garland 2025 diesen außergewöhnlichen Film. Die Verantwortung für Regie und Drehbuch teilt sich Garland hier mit dem Kriegsveteran Ray Mendoza, nach dessen Erlebnissen im Irak-Krieg Warfare gestaltet ist. Ohne jegliche musikalische Untermalung reißt dieses Werk die Zuschauer mit sich und versucht, den Krieg körperlich erfahrbar zu machen. Hier wird die Realität des Krieges vielleicht so detailliert und realistisch gezeigt wie noch nie. Neben den krassen Verletzungen - ich scheue mich an dieser Stelle von Splatterszenen zu sprechen - erleben wir die Desorientierung, Hektik und den Schock der Soldaten mit wie in einer Kriegsdokumentation.
Warfare hält sich auffallend zurück, was die politischen Hintergründe betrifft, und es erfolgt auch keine moralische Einordnung. Auch Kriegsromantisierung, Pathos und Heldenstilisierung sucht man vergebens. Es geht hier allein um den Überlebenskampf im Krieg. Und das stellen Alex Garland und Ray Mendoza mit ihrem mit allen Konventionen des Kriegsfilmgenres brechenden Werk meisterhaft dar. Ich empfand es als eine bemerkenswerte Erfahrung, Warfare zu sehen.
https://www.imdb.com/de/title/tt31434639/ (Abre numa nova janela)