Saltar para o conteúdo principal

Masters of the Universe (2026)

Der böse Skeletor greift Eternias Hauptstadt Eternos an und überrennt sie mit seinen Horden. Adam, der junge Prinz, kann im letzten Moment durch die Hilfe der mächtigen Zauberin auf die Erde fliehen, während seine Eltern gefangen genommen werden und alles, was er bis dato gekannt hat, in Schutt und Asche gelegt wird. Fünfzehn Jahre später findet Adam den Weg zurück nach Eternia und wird durch die Macht seines Zauberschwerts zum mächtigsten Mann des Universums. Zusammen mit seinen Freunden Teela, Duncan, Roboto, Cringer und einigen anderen Kämpfern mit skurrilen Namen muss er nun seine Heimat vom Joch des diabolischen Skeletors befreien.

"Ich erinnere mich, es war 1982, als über Nacht die Actionfiguren von Masters of the Universe der heißeste Scheiß auf dem Spielzeugmarkt wurden. Es dauerte nicht lange, bis mein Bruder, ich und die anderen Kinder aus unserer Grundschulklasse verrückt nach diesen Figuren waren, die unsere Eltern "Puppen" nannten. [...] Von Mutter und Vater als amerikanisches Kriegsspielzeug abgelehnt, war unser Glaube an die Macht von Castle Grayskull die vielleicht erste Auflehnung gegen das elterliche Weltbild. Mit dem Taschengeld finanzierte ich mir einen He-Man, mein Bruder sparte auf Skeletor." Diese Worte schrieb ich 2023 in meinem Artikel "Meine abenteuerlich-queere Reise durch die Phantastik" für Tor-Online. Ich hätte es damals kaum für möglich gehalten, dass ich Masters of the Universe jemals im Kino zu sehen bekomme. Die zwei Jahre zuvor erschienene Animationsserie Masters of the Universe: Revelation (2021) begeisterte mich so sehr, dass ich begann, die berühmten Masters-Figuren zu sammeln. Wie schon in den 80er-Jahren schüttelten meine Eltern den Kopf über mich; heute ist es ihnen unverständlich, wie man als erwachsener Mensch diesen Kinderkram sammeln und damit die Wohnung vollstellen kann. Ich glaube, die Faszination für die obskuren Masters-Actionfiguren kann man vielleicht nur verstehen, wenn man als Kind mit ihnen gespielt, die Europa-Hörspiele gehört und die Zeichentrickserie gesehen hat.

Im Jahr 2026 sollte es nun endlich so weit sein: Masters of the Universe als Realfilm im Kino. Nach Gary Goddards Masters of the Universe (1987), dem mehr als enttäuschenden ersten Versuch, die bunte Welt von Eternia auf die Leinwand zu bringen, schafft Regisseur Travis Knight dies nun mit der zweiten Realverfilmung um Längen besser. Das Drehbuch schrieben Chris Butler, Aaron und Adam Nee sowie Dave Callaham. Die Filmmusik stammt von Daniel Pemberton.

Nicholas Galitzine, den ich bisher nur aus Blumhouse’s Der Hexenclub (2020) und dem unsäglichen Glennkill: Ein Schafskrimi (2026) kenne, spielt den mächtigsten Mann des Universums - He-Man. Der Fantasy-Film ist in den weiteren Rollen prominent mit Jared Leto als Skeletor, Camila Mendes als Teela, Idris Elba als Man-At-Arms, Alison Brie als Evil-Lyn, Morena Baccarin als Zauberin, James Purefoy als König Randor, Charlotte Riley als Königin Marlena, Jóhannes Haukur Jóhannesson als Fisto und Sam C. Wilson als Trap Jaw besetzt. Dolph Lundgren, Darsteller des 1987er-He-Mans, hat einen Cameo-Auftritt.

Travis Knights Masters of the Universe orientiert sich stark an der alten Filmation-Zeichentrickserie He-Man - Tal der Macht (1983), heute besser bekannt unter dem Originaltitel "He-Man and the Masters of the Universe". Mit einer gehörigen Portion Selbstironie wird hier ein Nostalgiefeuerwerk abgebrannt, ohne dabei in dümmliche Verklärungsversuche zu verfallen. Gerade der stimmige Humor und unverkrampfte Umgang mit der eigenen Lore zeichnen diesen Film aus. Nebenbei verhandelt er zeitgemäß die Themen Heroismus und Männlichkeit ohne dabei den burschikosen Charme des Franchises einzubüßen. Das Werk nimmt sich selbst nicht zu ernst und das ist angesichts der skurrilen Welt, ihrer Figuren und vor allem Namen genau der richtige Weg.

Masters of the Universe ist optisch ein bombastischer CGI-Fantasy-Kracher, der auf monumentale Kampf- und Actionszenen setzt. Diese Schauwerte sind aber passend in die Handlung eingebettet und nie um ihrer selbst willen vorhanden. Die Welt Eternia ist so fantastisch und der Plot so treibend, dass mir irgendwann gar nicht mehr auffiel, dass ein Großteil am Computer generiert wurde.

Besonders gut haben mir Skeletors Burg Snake Mountain, der Falke Zoar, Cringer, der grüne Tiger mit der sympathischen Stimme, der arme Pig Boy und natürlich Skeletor mit seinem sinistren Lachen gefallen (ich musste jedes Mal laut mitlachen und dabei die Faust recken).

Daniel Pemberton unterlegt die epischen Bilder mit einem mitreißenden Score zwischen emotionaler Klassik und 80er-typischen Gitarrenriffs. Die immer wiederkehrende Melodie des Main Theme ist eingängig und kann sich mit großen Filmkompositionen messen. Die Gitarrenparts sind übrigens von niemand geringerem als Brian May von Queen eingespielt worden. Der sensationelle Song von der Glam-Rock-Band The Darkness mit Justin Hawkins´ exzessiver Falsett-Stimme am Ende des Films rundet den großartigen Soundtrack ab.

Masters of the Universe heilt das Blockbusterkino, nachdem Marvel es über Jahre schwer beschädigte, und ist nicht nur für verrückte Puppensammler wie mich einen lohnenden Blick wert. Hier gibt es nicht mehr, aber auch nicht weniger als humorvolle, actionreiche, nostalgische und beste Popcorn-Unterhaltung.

https://www.imdb.com/de/title/tt0427340/ (Abre numa nova janela)
Tópico Film