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The Studio / Staffel 1 (2025)

Filmproduzent und Boss der traditionsreichen Continental Filmstudios Matt Remick versucht mit seinem Team, in der oberflächlichen Welt von Hollywood Filme zu produzieren, die kommerziell erfolgreich und zugleich künstlerisch wertvoll sind. Dass dies heute nicht mehr so einfach ist, merkt Matt in jeder Minute seines Jobs, doch er will nicht aufgeben. Er muss sich mit selbstverliebten Stars, ausfälligen Regisseuren und andere Widrigkeiten auseinandersetzen. Für Film-Fan Matt ist seine Tätigkeit zwar der absolute Traumjob, doch angesichts des kunstfeindlichen Zeitgeists und der Macht der Streaming-Dienste, zweifelt er immer mehr an seiner Berufung.

The Studio ist eine zehnteilige Serie von Evan Goldberg und Seth Rogen aus dem Jahr 2025. Viele berühmte Hollywood-Regisseure und Schauspieler spielen sich mit einem gehörigen Augenzwinkern selbst. Seth Rogen übernimmt auch die Hauptrolle, sein Matt Remick ist sympathisch, tollpatschig und urkomisch. Die Comedy-Serie ist eine Liebeserklärung an den Kinofilm von damals, denn die Kritik am heutigen Schund, der aus Hollywood die Welt überflutet, ist nicht zu übersehen. Früher wurde Kunst produziert, die als Produkt verkauft wurde, weil sie den Leuten gefiel. Heute werden Produkte hergestellt, die durch Marketing-Strategien den Leuten verkauft werden.

Einerseits gefällt mir, dass The Studio die Dramaturgie zu halten weiß und keinen der serientypischen Fehler macht. Ich fühlte mich streckenweise sehr gut unterhalten. Vor allem die neunte Folge, in der Bryan Cranston und Zoë Kravitz glänzen, hat mir gut gefallen. Andererseits zeigt mir The Studio einmal mehr, warum mir amerikanische Komödien nicht liegen. Diese seltsame US-amerikanische Bürokultur, ihre verlogenen Umgangsformen und die cringe Vorstellung von Coolness gehen mir einfach nicht rein. Neurotische, narzisstische und oberflächliche Menschen reden alle ständig durcheinander, das finde ich extrem anstrengend. Natürlich gab es mehr als eine Situation oder Slapstick-Einlage, bei der ich laut gelacht habe, aber im Prinzip sehen wir zehn Folgen lang steinreichen, verrückten Menschen beim Geldausgeben zu. Diese Leute haben seltsame Probleme und verstricken sich in irrwitzige Diskussionen, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann.

Hollywood scheint keine Traumfabrik mehr zu sein, sondern ein knallhartes Business, was von übertriebener Wokeness, Marketing- und Kapitalinteressen geprägt und von Streaming-Diensten, Serienformaten und ideologischen Vereinnahmungen bedroht ist. The Studio formuliert paradoxerweise diese Kritik nicht als Film, sondern als Serie bei AppleTV+. Das ist wie als würde man ein Buch über die Schädlichkeit von Plastik in Plastikfolie einpacken oder das Auto zum Fitnessstudio nehmen, um dort Standfahrrad zu fahren.

https://www.imdb.com/de/title/tt23649128/ (Abre numa nova janela)
Tópico Serie