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KI kann (auf der Bühne) anspruchsvoll unterhaltsam sein

Wenn KIs versuchen, die Welt zu regeln - Bühnenszene aus dem SIE*-Stück. Foto: Jürgen Brand
Wenn KIs versuchen, die Welt zu regeln - Bühnenszene aus dem SIE*-Stück. Foto: Jürgen Brand

Stuttgarts Interkulturelles Ensemble (SIE*) hat ein bemerkenswertes Stück über Künstliche Intelligenz auf die Bühne gebracht: zum Zuhören, Nachdenken - und auch oft zum (über sich selbst) Lachen. Auch perfekt für Unternehmen, die sich mit KI auseinandersetzen (müssen).

Von Jürgen Brand

Manchmal ist es zum Verzweifeln: Da will man nur eine lästige App vom Handy löschen und scheitert an Anmeldeprozessen, Captchas mit Ampelbildern oder was auch immer. Spätestens, wenn die KI oder wer auch immer nach 20 angeklickten Ampeln einen immer noch nicht als echten Menschen akzeptiert, werden die Nerven dünner. Da ist eine halbe Stunde (oder mehr) schnell vorbei und die blöde App ist immer noch da. Wer - ganz aktuell - mal versucht hat, die KI von Meta für Insta oder Facebook zu deaktivieren, kennt das.

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Stuttgarts Interkulturelles Ensemble (SIE*) hat aus dem topaktuellen KI-Thema ein Theaterstück gemacht. Es fängt genau mit so einer Smartphone-Szene an - und schon muss man lachen, erkennt man sich doch selbst und vor allem auch die Absurdität der Szenerie.

Zuhören, zuschauen, nachdenken und immer wieder lachen - Szene aus dem SIE*-Stück. Foto: Jürgen Brand
Zuhören, zuschauen, nachdenken und immer wieder lachen - Szene aus dem SIE*-Stück. Foto: Jürgen Brand

In der Pressemitteilung wird das ausgesprochen sehenswerte, rund 50 Minuten lange Stück so zusammengefasst (Texte aus der Pressemitteilung sind grün unterlegt):

Macht’s gut und danke für den Algorithmus
Ein KI-Stück von SIE* – Stuttgarts Interkulturelles Ensemble

Was passiert, wenn künstliche Intelligenzen über das Schicksal der Menschheit konkurrieren und Menschen ihre Selbstbestimmung infrage stellen? Das interkulturelle Theaterensemble SIE* bringt mit „Macht’s gut und danke für den Algorithmus“ ein packendes, aktuelles und unterhaltsames Bühnenstück auf die Bühne, das Fragen nach Technik, Kontrolle und Identität in den Mittelpunkt stellt.

Das Stück:
Im Jahr 2049 kämpfen zwei künstliche Intelligenzen um die Vorherrschaft: die eine getrieben von Trends und Geschwindigkeit, die andere von Ordnung und langfristiger Planung. Während die Gesellschaft gespalten ist – Proteste toben und OFFLINER jegliche Technik ablehnen – stranden drei Menschen in einer Tankstelle: ein Technik-Skeptiker, eine Bürokratie-Fanatikerin und ein Social-Media-Junkie. Was bleibt ihnen noch an echter Entscheidungsmacht?
Ich update, also bin ich?

Dabei finden so viele Alltäglichkeiten, die eigentlich längst Absurditäten sind, zugespitzt ihren Platz auf der Bühne. Etwa wenn die Offliner in die Gamification geholt werden und sich in Online-Rankings messen sollen, um nur ein Beispiel zu nennen.

Wer ist SIE*?
SIE* steht für Stuttgarts Interkulturelles Ensemble, ein Kollektiv aus professionellen und freien Künstler*innen. Es verbindet Diversität mit Kreativität und gesellschaftlicher Relevanz. Ihre Produktionen sind frisch, überraschend und am Puls der Zeit – fernab von verstaubtem Theater.

Leider konnte das Ensemble das Stück am vergangenen Wochenende nur an drei Abenden im Laboratorium zeigen, öfter ist das Lab nicht verfügbar. Dabei wäre es das perfekte Stück beispielsweise für viele Unternehmen, die sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz auseinandersetzen müssen: Ohne erhobenen Zeigefinger, zum Nachdenken anregend und dabei trotzdem so unterhaltsam, dass die Zuschauer*innen gut gelaunt und diskutierend nach Hause gehen.

Wer sich für das Stück interessiert und es vielleicht ja sogar für sein Unternehmen oder seine Institution buchen will, kann sich an die Leiterin des Ensembles, Boglárka Pap (bogi@schmetterlings.haus), wenden.

Mitwirkende: Antonio Llanos Irache, Arzu Yilmaz, Birgit Pohl, Boglárka Pap, Christoph Diefenthal, Daniel Kannenberg, Dorena Kronhofmann, Elias Zand-Akbari, Ezgi Sailer, Franziska Goth, Frederica Tsirakidou, Jessy Beraldo, Katarina Poledica, Line Sexauer, Maike Schlünß, Marianne Roche, Marja Rothenhöfer, Mike Schattschneider, Paula Johanna Nazaruk, Ramin Khoshbin, Wolfgang Kannowade

Tópico Stuttgart-Ost

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