
Thomas Zimmer ist nicht nur Historiker und USA-Experte, sondern obendrein ein hervorragender, kurzweiliger Gesprächspartner. Grund genug, ihn erneut einzuladen. Wir sprachen schon damals, wenige Tage nach der Wiederwahl über „Trumps Angriff auf die Demokratie“ (Abre numa nova janela) – und nun ist der US-Präsident ein Jahr im Amt. Und mit ihm eine Regierung, deren oberste Prinzipien lauten: Propaganda, Einschüchterung und Gewalt. Es gab und gibt also viel zu besprechen.

Wir reden über Thomas‘ Umzug von Washington zurück nach Deutschland und welche Rolle die politische Bedrohungslage dabei spielte. Wir reden darüber, wie sich amerikanische Hassmails und deutsche Hassmails unterscheiden (Thomas kennt beide). Gemeinsam erörtern wir, wie MAGA sich eine toxisch-maskuline Selbsterzählung erschafft; eine paradoxe Selbsterzählung, in der (rechte) Männer angeblich Opfer seien (von böser linksgrünwoker Politik) und gleichzeitig Herrscher (über Frauen, über Migranten, überhaupt: über Schwächere bzw. alle, die als nicht zugehörig gedacht werden). Wir reden über Propaganda, Lügen, und darüber, warum man MAGA-Erzählungen nicht glauben darf. Wie man dagegenhält. Wie man klar im Kopf bleibt.

Es braucht Widerstand! Die positive Nachricht: den gibt es auch. Ein Jahr Trump heißt auch ein Jahr Gegendruck, von den riesigen „No Kings“-Protesten über viele weitere kleinere Demos, die andauernd im Land stattfinden, bis hin zu politischem Protest (Abre numa nova janela) und zivilem Ungehorsam im Alltag. Wir sprechen über die grausame Ermordung der 37-jährigen, unbewaffneten Mutter Renée Nicole Good (Abre numa nova janela). Es geht um die Abrissbirne, mit der Trump täglich die US-amerikanische Demokratie demoliert. Wir fragen uns, wohin die USA steuern im Jahr 2026; und wir suchen, trotz aller Grausamkeiten und Brutalitäten und Lügen, nach etwas Licht im Dunkeln. Es geht um Antifaschismus, um Herrschaftsvisionen, und darum, was man angesichts der ganz realen Bedrohung durch den Rechtsextremismus tun kann – auch hierzulande, gegen die AfD. Abschließend geben wir euch jede Menge Tipps für eine weitere Lektüre, für weiteres Nachdenken. Danke für das informative Gespräch, lieber Thomas! Viel gelernt!

Wie nehmt ihr diese Zeit wahr, politisch? Wohin steuern die USA eurer Meinung nach? Wie steht es um die Demokratie „hüben wie drüben”?
Und ganz praktisch: Habt ihr Ideen für den Widerstand? Tipps für andere? Wie findet ihr, angesichts der Weltlage, aus der Ohnmacht heraus? Was können wir tun? Was tust du?
Schreibt es mir gerne, entweder als Kommentar auf Steady, als Reply auf Bluesky (Abre numa nova janela) oder ganz klassisch per E-Mail (Abre numa nova janela).
Das Gespräch könnt ihr ab sofort z.B. auf Spotify streamen:
https://open.spotify.com/episode/1K2lVxb01pCYgetfdDNuo7?si=7dd8bc576b6444d7 (Abre numa nova janela)Auch auf Podigee und weiteren Plattformen findet ihr uns:
https://janskudlarek.podigee.io/27-neue-episode (Abre numa nova janela)Viel Spaß mit der Podcastfolge,
Jan
Thomas Zimmer ist Historiker und arbeitet in Hamburg als freier Autor und Publizist zur Geschichte und Gesellschaft der USA. Sein Interesse gilt insbesondere den jüngeren Entwicklungen im Konservatismus und dem Aufstieg der radikalen Rechten. Vor seiner Rückkehr nach Deutschland im Sommer 2025 lehrte er jahrelang als Professor für Internationale Geschichte an der Georgetown Universität in Washington, D. C.
(Abre numa nova janela)Thomas’ sehr lesenswerter Newsletter:
https://steady.page/en/democracyamericana/posts (Abre numa nova janela)Sehr aktuell und auch Thema im Podcast: Die Ermordung von Renée Good. ⬇️
https://steady.page/en/democracyamericana/posts/4b2f8d7a-55ba-4a6b-a523-1a1ee780fd69 (Abre numa nova janela)Thomas hat auch einen Bluesky-Account (Abre numa nova janela), dem man folgen sollte, um auf dem Laufenden zu bleiben ⬇️
https://bsky.app/profile/thomaszimmer.bsky.social (Abre numa nova janela)Diese Folge gab es, wie üblich, zuerst exklusiv zu streamen für alle, die Steady-Mitglied sind und diesen Podcast somit in seiner Entstehung unterstützen. Wenn auch du alle Folgen zuerst hören willst und zugleich meine Arbeit unterstützen: Ein Monatsabo (Abre numa nova janela) kostet weniger als ein Döner und ist jederzeit kündbar und meine Dankbarkeit ist euch sicher!
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