Ahoi zum Meer-Montag! Hier in Mecklenburg-Vorpommern ist die Hälfte der Sommerferien vorbei, ich jongliere also weiterhin jede Menge Bälle in der Luft. Während wir mit den Kids auf dem Greifswalder Bodden Boot fahren, neue Kartenspiele lernen und nachts im Garten Sternschnuppen angucken, organisiere ich ein großes Ausstellungsevent, schreibe Fördergeldanträge, male Auftragsarbeiten und Kooperationsprojekte, fotografiere viele Familien und schreibe scheinbar ein Buch, für das ich grad mehrere Recherchereisen plane. Hui… Aber heute sitze ich hier und freu mich drauf, eins meiner Lieblingsmeerestiere vorzustellen. Es wird wirklich langsam Zeit, also tauchen wir ein in die Welt der Zebrahaie!

Ihr denkt jetzt vielleicht “Moment, ist das nicht ein Leopardenhai?” Denn tatsächlich wird er in manchen Teilen der Welt so genannt. Aber der Zebrahai hat seinen Namen nicht aufgrund seiner Erscheinung als erwachsenes Tier. Nach dem Schlüpfen sind die kleinen Baby-Zebrahaie schwarz-weiß gestreift, um sich vor Fressfeinden zu tarnen. Erst im Laufe ihres Lebens verblassen diese Streifen und werden zu kleinen braunen Punkten auf beigem Untergrund. Allein diese Tatsache lässt ihn auf meiner Favoritenliste nach oben hüpfen.

Doch der Zebrahai fällt auch durch eine weitere spannende Fähigkeit auf: Parthenogenese. Muss man vielleicht mehrfach lesen, beschreibt im Grunde aber einfach eine Form der eingeschlechtlichen Fortpflanzung. Dabei entstehen die Nachkommen aus unbefruchteten Eizellen und es werden nur die Gene der Mutter weitergegeben. Aufgefallen ist dies bei Zebrahaien, da sie häufig in Aquarien gehalten werden. Solange beide Geschlechter in den Becken vorhanden waren, hat es niemanden gewundert, dass die Weibchen Eier legten. Doch mehrfach gab es Aquarien, in denen nur Weibchen schwammen: und trotzdem legten sie Eier, aus denen gesunder Nachwuchs schlüpfte. Der Nachteil dieser Art der Fortpflanzung ist natürlich, dass die genetische Variabilität sinkt und sich auf lange Sicht die Tiere weniger an sich verändernde Umweltbedingungen anpassen können. Doch mit sinkenden Hai-Populationen und unseren Weltmeeren ist die Parthenogenese eine Möglichkeit, die eigene Art vor dem Aussterben zu bewahren und eine oder mehrere Generationen zu überbrücken, bis sich Männchen und Weibchen zur zweigeschlechtlichen Fortpflanzung am selben Ort befinden.
Zebrahaie leben auf dem Schelf entlang der Kontinente im Indischen Ozean. Hier ist das Meer flach und warm, genau richtig für den Hai, um dort auf die Jagd nach Muscheln und Schnecken, Krabben, Garnelen und kleinen Fischen zu gehen.

Wenn du mehr über verschiedene Haie, ihre Lebensweise und ihre große Bedeutung im Ozean erfahren willst, ist unser Kreativheft zum Thema Haie genau das Richtige. Darin begegnen dir 11 verschiedene Haie, die in unseren Meeren auf der ganzen Welt Zuhause sind. Viele Menschen fürchten sich vor ihnen, doch je mehr wir über sie wissen, desto besser können wir ihre Rolle im Ökosystem verstehen.
Die Motive zum Ausmalen sind mit spannenden Fakten zu jedem Tier ergänzt und schaffen so die Verbindung von Kreativität und Lernen. Du kannst verschiedene Materialien nutzen, um die Seiten mit Farben zu füllen, eigene Notizen hinzufügen oder sie als Inspiration nutzen, um mit dem Zeichnen von Tieren zu beginnen und zu üben.
Du erhältst mit dem Kauf ein 18-seitiges Dokument zum Herunterladen, dass du dir selbst Zuhause oder in einem Copyshop ausdrucken kannst.
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Mehr Infos:
ReShark Project (Abre numa nova janela) zur Wiederansiedlung von Zebrahaien
Shark Attack Files vom Florida Museum (Abre numa nova janela)
“Shark News” (Abre numa nova janela) - Magazin IUCN Species Survival Commission