
Am Sonntag den 17. Mai 2026 um 17 Uhr werden Gesine Dornblüth und Thomas Franke im Sonntagssalon zu Gast sein. Sie stellen ihr Buch “Kampf um die Freiheit. Georgien und der lange Arm des Kreml” (Abre numa nova janela)(Herder 2025) vor.
Seit der letzten Parlamentswahl in Georgien im Herbst 2024 geht die aktuelle Regierungspartei “Georgischer Traum” mit Repressionen und Verhaftungen gegen die Bevölkerung vor. Maßgeblichen Einfluss daran hat Russland. Georgien vom europäischen Pfad abzubringen und erneut in den Machtbereich Russlands zu integrieren, ist dabei eines der nächsten Ziele Putins.
Gesine Dornblüth und Thomas Franke bereisen Georgien seit Jahrzehnten und erzählen von den Menschen und der politischen Lage. Sie nehmen uns mit in ein Land, dass seit Jahrhunderten um Freiheit kämpft und neuerdings wieder um seine Unabhängigkeit bangt. Wie in einem Brennglas wird in Georgien deutlich, was auch gefestigte Demokratien ernsthaft gefährden kann.
Gesine Dornblüth ist promovierte Slavistin und Hörfunkjournalistin. Von 2012 bis 2017 war sie Deutschlandfunk-Korrespondentin in Moskau. Seit Beginn der 1990er Jahre unternahm sie zahlreiche Recherchereisen nach Russland und den gesamten postsowjetischen Raum.
Thomas Franke ist Journalist, Autor, Regisseur und Produzent vor allem für den Deutschlandfunk. Von 2012 bis 2017 lebte er in Moskau. Zuletzt erschienen von ihm die Bücher „Russian Angst – Einblicke in die postsowjetische Seele“ sowie „Ruhmlose Helden. Ein Flugzeugabsturz und die Tücken deutsch-russischer Verständigung“ mit Gesine Dornblüth. 2023 erschien der Erzählungsband „An den Kaukasus gekettet“.
Wie immer mit einem Imbiss, Getränken und Gesprächen im Anschluss.
Anmeldung und Adresse unter michaela.maria.mueller@posteo.de (Abre numa nova janela).
Hier noch ein Hinweis auf eine Veranstaltung am 31. Mai 2026 um 17 Uhr bei unseren Nachbarn Marie-Luise und Matthias Leupold:
Vera Kattermann, Psychoanalytikerin und Dozentin, stellt ihr Buch “Auf dem Sonnendeck der Titanic. Nachdenken über gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit” (Abre numa nova janela) (Psychosozial-Verlag 2025) vor.
Die krisenhafte Gegenwart ruft in vielen Menschen dystopische Zukunftsängste hervor. Weltuntergangsfantasien als archaische Ängste vor dem Zusammenbruch, vor dem Ende aller existenziellen Verbindungen, überschatten die Suche nach gesellschaftlicher Zukunftsfähigkeit. In ihrem Gedankenexperiment fragt Vera Kattermann, ob wir aktuelle gesellschaftspolitische Kontroversen besser verstehen, wenn wir uns als Passagiere an Bord der Titanic sehen – Passagiere, die aufgefordert sind, drohende Gefahren abzuwenden, die Abläufe an Bord neu zu regeln, und trotz Krisengefühlen Transformation zu wagen. Sie entwirft eine neue Form der gemeinschaftlichen Zukunfts- und Hoffnungsarbeit, die nach dem Möglichen fragt und sich kritisch den bewussten und unbewussten Hindernissen stellt.
Der Sonntagssalon findet in Zusammenarbeit mit der Baumstiftung für Kunst und Kultur statt.