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»Brewing Tension« ist erschienen - wie geht es jetzt weiter?

Mehr als zwei Wochen ist der offizielle Veröffentlichungstermin meines Debütromans nun schon her und inzwischen ist auch das Taschenbuch lieferbar (zumindest bei Amazon) und ich wache fast jeden Morgen zu den wunderbarsten Rezensionen auf. Ich kann es immer noch gar nicht fassen, wie viel Aufmerksamkeit und Begeisterung meine beiden Lassies (und das meine ich ganz liebevoll) bekommen.

Ich bin so, so dankbar für all die Unterstützung und die lieben Worte. Auch, wenn ich mir für Brewing Tension viel erhofft hatte - mit so viel Rückenwind hätte ich nie im Leben gerechnet. Also auch noch mal hier: Danke! Von Herzen.

Trotz aller Freude hat mich die viele Zeit online rund um den Release als introvertierte und hochsensible Person ziemlich viel Energie gekostet und ich bin froh, mich jetzt wieder ein wenig zurückziehen und neue Kraft tanken zu können. Zwar habe ich noch ein paar Posts vorgeplant und werde auch weiterhin erreichbar sein, aber ich bin eben nicht mehr konstant online.

Am Mittwoch fahre ich mit drei Freundinnen in einen kleinen Schreiburlaub an die Nordsee und werde dort – aller Voraussicht nach – mein zweites Buch beenden. Also nicht mein zweites Buch jemals (da gibt es ein paar mehr abgeschlossene Projekte in der Schublade), aber mein zweites Buch, das veröffentlicht wird Sternchenaugen-Emoji Ihr dürft euch schon mal das Frühjahr 2027 für neuen Lesestoff aus meiner Feder vormerken!

Im Mai werde ich dann die Rohfassung überarbeiten, bevor ich es dann im Juni an meine Lektorin Uta schicke und mich für eine Woche nach London und Worcester verabschiede (damit ich nicht andauernd im Kreis laufe und mich frage, wie es ihr wohl gefällt). Danach geht es an die Ausarbeitung weiterer Pitches für Folgeprojekte. Da mich erst gestern eine neue Idee förmlich angesprungen hat, kommen auf meine Verlegerin Astrid also einige Exposés zu. Habe ich schon erwähnt, dass ich das Glück habe, bei Ylva im besten Verlag der Welt zu veröffentlichen? :)

Inzwischen bin ich auch wieder in meiner alten Schreibgeschwindigkeit angekommen und arbeite mit mehreren täglichen Schreibsprints à 20 Minuten. Gibt man mir eine Stunde, um 1000 Wörter zu schreiben, brauche ich eine Stunde. Gibt man mir einen Tag, brauche ich den ganzen Tag. Das Ganze ist übrigens wissenschaftlich als Parkinson-Effekt bekannt: Für alles, was wir uns vornehmen, brauchen wir genau so lange, wie Zeit dafür zur Verfügung steht (1). Und auf mich trifft das definitiv zu.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich neige dazu, regelmäßig zu vergessen, was für mich selbst gut funktioniert. Ich probiere zwar gerne andere Schreibtechniken aus und obwohl ich schnell merke, was für mich persönlich klappt, meine ich, mich immer wieder in andere Vorgehensweisen hineinpressen zu müssen - weil jemand anderes damit Erfolg hat und unglaublich produktiv ist. Aber so geht es mir nicht nur beim Schreiben, sondern auch im »echten Leben« (was auch immer das ist, ich habe es jedenfalls noch nicht herausgefunden^^).

Daher will ich in den nächsten Monaten den Fokus darauf zu richten, noch weiter zu mir zu finden und zu dem, was mir wirklich guttut.

Das beste Beispiel ist das Lesen. Eigentlich liebe ich Horrorliteratur, Sapphic Romance (also das, was ich auch selbst schreibe), historische Romane (mit Setting Britische Inseln natürlich) und alles, was irgendwie mit Natur zu tun hat. Stattdessen lasse ich mich viel zu oft hinreißen, wenn mir jemand von einem ganz tollen Buch erzählt, das ich unbedingt lesen muss. Oder ich sehe einen hochgelobten Titel und dann wäre ich gern die Person, die diese Art von Büchern liest und sich im jeweiligen Genre perfekt auskennt.

Oft lese ich diese Bücher dann auch, kann mich aber nicht so recht dafür begeistern. Entweder war es nur der falsche Moment für das Buch, oder aber ich habe mich gezwungen, etwas zu lesen, das eben doch nicht so recht zu mir passt. Ich könnte die Bücher dann auch abbrechen, aber so weit bin ich in meiner Leserinnen-Entwicklung noch nicht, habt Nachsicht mit mir!

Viel zu oft orientiere ich mich an dem, was ich laut anderen Menschen konsumieren, gut finden, oder tun sollte, und nicht daran, was meine Kreativität wirklich anzündet. Was mich ganz persönlich erfüllt.

Deshalb will ich mich diesen Sommer nicht nur schreibtechnisch darauf fokussieren, was ich – Stevie – will. Welche Geschichten ich erzählen möchte, was meinen Ideenbrunnen füllt und wie ich am besten arbeite. Und auch: wann ich eine Pause brauche.

Das bedeutet, ich werde mir ganz bewusst mehr Zeit für mich nehmen, fürs Innehalten und Reflektieren und auch für die Entscheidungen, die ich treffe.

Für mich geht es jetzt erstmal wieder ans Manuskript (ich tippe diese Zeilen an einem sonnigen Mittwochnachmittag) und am Wochenende werde ich meine Batterien weit weg vom PC wieder aufladen. Denn auch das tägliche Schreiben und das ständige Sitzen vor einem Bildschirm tun mir nicht gut. So sehr ich es liebe, in meinen Geschichten zu versinken, brauche ich Zeit fernab von ihnen, um wieder neue Inspiration zu finden.

So. Das musste ich jetzt selbst mal verschriftlichen, weil ich immer wieder Schwierigkeiten habe, mir selbst und meinen individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Und vielleicht geht es euch ja hin und wieder auch so, ob beim Schreiben oder in anderen Lebensbereichen, und ihr fühlt euch mit diesem Text ein bisschen weniger allein.

Denn genau das möchte ich mit meinem Schreiben vor allem erreichen: dass wir uns alle ein bisschen weniger allein fühlen mit unseren Eigenarten und Besonderheiten. Und irgendwie finde ich das ein ziemlich schönes Ziel.

Cheers

Stevie x

Quelle: privat

Quellen:

(1)

https://karrierebibel.de/parkinsonsche-gesetz/ (Abre numa nova janela)
Tópico Autorinnenleben

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