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Die Muttermilch als biologische Uhr

Anregende Morgenmilch, beruhigende Abendmilch – der Gehalt der Hormone Melatonin und Cortisol in der Muttermilch schwankt im Tag-Nacht-Rhythmus.

Die Zeichnung einer Mutter mit Zopf und hellblauer Bluse, die gerade ihr Baby stillt. (Abre numa nova janela)
Ungefähr die Hälfte aller Kinder zwischen 0 und 6 Monaten weltweit werden durch Mütter ausschließlich gestillt. (Wellcome Collection)
🎼

Für den kleinen Leo ist die Welt noch in Ordnung. Zufrieden liegt er an der mütterlichen Brust und saugt, was das Zeug hält. Hunger und Durst wollen gestillt werden, da kommt die energiehaltige und körperwarme Milch gerade recht. Und die Mischung stimmt ja auch: Fette, Proteine und Laktose sorgen für die Sättigung, Vitamine, Wachstumsfaktoren und Abwehrstoffe lassen den Säugling gedeihen und schützen ihn vor Infektionen.

Was Leo so nicht herausschmecken wird: Die Zusammensetzung der Milch, die er zu trinken bekommt, ist in gewisser Weise individuell. Sie ist beeinflusst von dem, wie sich seine Mutter ernährt, von ihren Genen, wie es ihr gesundheitlich geht, wo sie lebt und auch, ob sie gestresst ist oder nicht so sehr. Die Muttermilch ist kein standardisiertes Getränk mit einer ewig gleichen Zusammensetzung.

KOSTENFREI:

Das gilt auch aus zeitlicher Perspektive. Bestimmte Inhaltsstoffe variieren innerhalb von mindestens drei Zeitfenstern: Die Zusammensetzung ändert sich im Laufe einer einzigen Milchmahlzeit, sie ändert sich in Abhängigkeit zur Tages- und Nachtzeit (Abre numa nova janela) und auch im Laufe der Stillzeit insgesamt, also vom ersten Schluck nach dem ersten Anlegen bis zum Abstillen.

Tópico Medizin + Rhythmus

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